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Neue Bedrohungen für den Mac

21.06.2011 | 15:10 Uhr |

Viren können dem Mac nichts anhaben! Dieser Satz gilt nicht mehr. Kriminelle verdienen mit schädlicher Software gutes Geld und richten sie immer stärker auf den Mac aus. Wir zeigen, wo Gefahren drohen und wie Sie sie vermeiden

Wer einen Mac verwendet, hat viele Vorteile - der Schutz vor Viren und anderen Betrügereien gehört nicht mehr dazu. Die Gefahr, zum Opfer krimineller Machenschaften zu werden, steigt auch für Mac-Nutzer. Zwar gibt es immer noch wenige Viren, die einem Mac wirklich schaden können. Doch je mehr Marktanteile der Mac im Laufe der Zeit gewinnt, desto attraktiver wird er als Ziel für den lukrativen Industriezweig der Computer-Kriminalität. Inzwischen ist der erste Baukasten für Hacker verfügbar, bei dem die Autoren auch den Mac als Zielscheibe wählen können. Noch größer ist die Gefahr durch Phishing-Attacken und gezielte Angriffe aus dem Internet. Sie werden immer raffinierter und können - unabhängig vom jeweiligen Betriebssystem - alle Surfer treffen.

Mac-Viren nicht im großen Stil gefährlich

Viren, die schwere Schäden im System anrichten und den Benutzer dazu zwingen, seinen Rechner neu aufzusetzen, sind am Mac bislang nicht aufgetreten. Die Unix-Grundlage von Mac-OS X schützt das System besser und macht es Kriminellen schwer, Software zu schreiben, die ohne Zutun des Besitzers weit ins Betriebssystem eingreift.

Dennoch tauchen regelmäßig Viren auf , die Mac-Nutzer stören und einigen Aufwand erfordern, um sie wieder zu beseitigen. Zur Gefahr werden sie, wenn man sich darauf einlässt und dubiose Links und Dateien öffnet oder persönliche Daten preisgibt. Die Techniken der Kriminellen sind ausgeklügelt. Wer sie nicht kennt, fällt auf fiese Tricks herein.

Auch Mac-Nutzer sind vor Viren nicht gefeit

Viren für den Mac gibt es fast so lange wie den Rechner selbst. 1983 hatte der Student Rich Skrenta den ersten Virus für den seit 1977 erhältlichen Apple II geschrieben. " Braucht der Mac eine Antivirensoftware? Apple hat in Mac-OS X Snow Leopard einen Schutz vor Schädlingen ins Betriebssystem eingebaut. Allerdings handelt es sich dabei nicht um einen Virenscanner, sondern um eine Quarantänefunktion. Snow Leopard erkennt zwei der Viren, die dem Mac gefährlich werden können: RSPlug.A und den Trojaner iServices. Findet das Betriebssystem einen der beiden Schädlinge in einer Datei, die man mit Safari aus dem Internet lädt, warnt er vor ihr und rät, sie in den Papierkorb zu werfen. Der Haken an dieser Methode: Tauchen neue Viren auf, die Mac-OS X bis dahin nicht kannte, ist es vor dieser Bedrohung nicht geschützt. Angesichts der Gefahr, die von Windows-Viren ausgeht, sollten Mac-Nutzer verhindern, dass ihr Rechner die Schädlinge wei-tergibt, ohne selbst beeinträchtigt zu werden. Gute Mac-Virenschutzsoftware erkennt auch Windows-Schädlinge und ist in der Lage, sie zu entfernen. Wer seinen Mac beruflich nutzt oder häufig Daten mit Windows-Anwendern austauscht, sollte daher eine Virenschutzsoftware installieren. Kostenlose Lösungen gibt es beispielsweise von Sophos, url link http://www.macwelt.de/artikel/stepbystep/355933/virenschutz_mit_clam_xav/1 Clamxav _blank oder iAntivirus. Elk Cloner " schrieb sich per Diskette in den Bootsektor des nächsten Mac und präsentierte dem Benutzer nach jedem 50. Startvorgang ein Gedicht. Mit der Veränderung der Rechner zum Personal Computer stieg auch die Verbreitung von Viren. Seit den 1990er-Jahren gehen die ersten Makro-Viren um, die auch dem Mac gefährlich werden. Würmer, die sich per iChat fortpflanzten oder Tastatureingaben protokollierten, gab es vereinzelt in den 2000er-Jahren. Sie waren entweder fehlerhaft programmiert oder fanden keine große Verbreitung. Doch die Funktionalität der Schädlinge wird immer besser.

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