Sicherheit mit iPad
Profile für Unternehmens-iPads einrichten
Konfigurationsprofile am iPad
Profile mit Konfigurationsprogramm erstellen
In der Bibliothek finden sich nach dem Start Geräte, Apps und Profile. In der Gerätebibliothek merkt sich das Programm alle iPads und iPhones, die angeschlossen und verwaltet werden. Angeschlossene Geräte erscheinen ganz unten. Bereitstellungsprofile sind für nicht öffentliche Apps gedacht, die eigens für das Unterneh-men entwickelt wurden - ein eigenes Thema. Im Folgenden interessant sind vor allem Konfigurationsprofile.
Nachdem Sie über den Knopf oben links ein Profil angelegt haben, vergeben Sie zuerst unter allgemein einen Namen und vor allem eine eindeutige Kennung. Sehr wichtig ist die Einstellung unter Sicherheit, wo Sie den iPad-Nutzern das eigenhändige Löschen der Profile verbieten können. In diesem Fall kann das Profil nur von einem aktualisierten Profil mit gleichem Namen überschrieben werden. Bewahren Sie Profile daher sicher auf.
Besonders gut eignen sich Profile für die Einrichtung von Zugängen zu Diensten wie etwa WLAN. Unter „Wi-Fi“ können Sie Namen und Typ des WLANs sowie dessen Kennwort angeben. Für einige Firmen-WLANs sind Zertifikate erforderlich, die Sie unter „Fenster > Zertifikate“ (Windows) beziehungsweise „Fenster > Schlüsselbundverwaltung“ (Mac) importieren und mit dem Konfigurationsprofil weitergeben können.
Auch die Mail-Einrichtung lässt sich mit Profilen beträchtlich vereinfachen. Dabei hat der Administrator zwei Möglichkeiten: Entweder erstellt er für jeden Benut-zer ein eigenes Profil und füllt alle Felder komplett aus. Oder aber er trägt nur die Namen der Server, Account-Typ und Identifizierungsmethoden ein und lässt den Rest einfach leer. Bei der Installation des Profils muss der Benutzer dann alle fehlenden Angaben nachtragen.
Zeit, sich um die Sicherheit zu kümmern und gleichzeitig den Anwendern den Spaß zu vermiesen: Unter „Code“ sollte eine komplexe Code-Sperre erzwungen werden, damit Diebe oder Finder eines Firmen-iPads nicht an die Daten kommen.
Unter „Einschränkungen“ kann ganz gezielt der Zugang zu Diensten und Features gesperrt werden. Wird die Benutzung der Kamera verboten, findet sich auf dem iPad nicht einmal mehr die zugehörige App. Selbst den Zugang zum App Store, zu iCloud oder Youtube darf man sperren. Ebenfalls erzwungen werden kann die Verschlüsselung der Backups per iTunes auf Mac oder PC.
Ist ein iPad direkt per USB mit dem Rechner verbunden, können Sie es auswählen und das Profil direkt installieren. Sie können das Profil auch per Mail verschi-cken oder auf einer sicheren, firmeninternen Webseite bereitstellen und den iPad-Besitzern nur die URL schicken. Dafür müssen Sie das Profil zunächst exportieren.
Wenn das Profil Kennwörter enthält, sollten Sie es signieren und verschlüsseln, damit niemand die Daten einsehen kann. Dabei wird für jedes iPad in der Liste ein eigenes Profil erzeugt. Dieses verschicken Sie per Mail oder legen es auf einem Intranet-Server bereit. Unter Windows klappt das direkte Mailen nur mit Outlook.
Wenn Sie eine „.mobileconfig“-Datei aus einer Mail oder auf einer Webseite öffnen, werden Sie ebenso wie bei der direkten Übertragung per USB direkt zur Installation geführt. Sie können Titel, Beschreibung und Signatur des Profils einsehen, bevor Sie es installieren. Wenn Sie es tun und im Profil Angaben wie beispielsweise Benutzernamen oder Passwörter fehlen, werden Sie nun direkt danach gefragt, bevor das Profil wirksam installiert wird.
Nach der Installation eines Profils finden Sie dieses auf dem iPad unter „Einstellungen > Allgemein > Profil“. Sie können dort noch die zugehörigen Zertifikate und Einschränkungen einsehen. Abhängig von den Sicherheitseinstellungen des Profils können Sie es entweder per Knopfdruck, mit Passwort oder gar nicht entfernen. Im letzteren Fall kann nur der Administrator per Konfigurationsprogramm die Sperren wieder aufheben.
Solange Apple das Volume Purchase Program nur in den USA anbietet, lassen sich mit dem Konfigurationsprogramm nur kostenlose Apps auf dem iPad installie-ren. Dazu müssen diese zunächst per Drag-and-drop aus der iTunes-Bibliothek in das iPhone-Konfigurationsprogramm importiert werden. Für kostenpflichtige Programme bleibt derzeit nur der Umweg über den Kauf eines Geschenkgutscheins durch den Admin.
Direkt auf den iPads installieren lassen sich Apps derzeit nur dann, wenn diese direkt per Kabel mit dem Administrationsrechner verbunden sind. Über die Programmliste lassen sich Apps auch deinstallieren. Hat man dem Anwender verboten, Apps zu installieren, muss man diese Sperre zunächst durch ein geändertes Sicherheitsprofil aufheben, was sehr umständlich ist. Insgesamt überzeugt die zentrale App-Verwaltung kaum.
Der Apple Configurator leistet deutlich mehr als das Konfigurationsprogramm. Kreuzt man „Betreuung“ an, lassen sich die iPads immer wieder auf einen definierten Stand zurücksetzen - ideal für Schulungen.
Ohne Dauerbetreuung ist das Programm ideal, um neue Geräte auf ihren Einsatz vorzubereiten. Konfigurationsprofile lassen sich, wie zuvor beschrieben, anlegen oder importieren.
Da Apples Volume Purchasing Program für Apps in Deutschland noch nicht verfügbar ist, kann der Configurator bisher nur kostenlose Apps sinnvoll verwalten. Diese lassen sich aber immerhin komfortabel auf die Geräte verteilen.
Wenn Sie den Configurator nutzen wollen, um eine einmal gefundene Grundkonfiguration auf eine Vielzahl von iPads zu verteilen, wählen Sie „Vorbereiten > Wiederherstellen > Sichern“, um ein Backup zu speichern.
Nun können Sie weitere iPads anschließen, das Backup auswählen und mit einem Klick auf „Vorbereiten“ aufspielen.
Mit aktiven USB-Hubs kann der Configurator bis zu 30 iOS-Geräte parallel bedienen.
Wenn Sie „Betreuung“ aktivieren, übernimmt der Configurator die Kontrolle über die iPads. Dabei kümmert sich das Programm auf Wunsch um iOS-Aktualisierungen und vieles mehr. Unter „Zuweisen“ können Sie Benutzer definieren und diesen ein iPad aus dem Verwaltungspool zuweisen und später wieder zurücknehmen. Dabei verwaltet der Configurator Backups der Benutzerdaten und stellt diese auf anderen iPads wieder her.










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