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Sicherheit

01.03.2008 | 12:35 Uhr |

Der Mac bietet viele Möglichkeiten, wie Sie vorhandene Daten sicher lagern und unerwünschten Besuchern den Zugang zum System sowohl über das Internet als auch direkt am Mac deutlich erschweren können

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Die meisten Sicherheitsfunktionen von Mac-OS X werden über die Systemeinstellungen konfiguriert. Dabei lassen sie sich in drei Bereiche unterteilen. Als Erstes gilt es, Personen mit direktem Zugang zum Rechner den Zugriff zu erschweren. Dazu gehört auch, dass Sie den Mac schützen, wenn Sie bereits selbst angemeldet sind und den Raum kurz verlassen. Die zweite Stufe betrifft den Zugang per Netzwerk. Dabei ist es vor allem Aufgabe der Firewall, Einbruchsversuche zu unterbinden. Die dritte Stufe betrifft die Verschlüsselung sensibler Daten, die auf verschiedene Weisen möglich ist. Sie erschwert bereits erfolgreichen Einbrechern den Zugriff auf sensible Daten.

Allgemein

Die wichtigsten Optionen hat Apple im Bereich "Sicherheit" der Systemeinstellungen zusammengefasst. Hierzu gehört zum Beispiel die Kennwortabfrage beim Beenden von Ruhezustand oder Bildschirmschoner. Das verhindert den heimlichen Zugriff, wenn Sie mal kurz Kaffeepause machen und nicht am Rechner sitzen. Wenn Sie die automatische Anmeldung deaktivieren, erscheint beim Start grundsätzlich der Anmeldedialog und fordert zur Eingabe von Name und Passwort auf. Darunter sollten Sie den Passwortschutz für wichtige Systemeinstellungen aktivieren, damit diese nicht manipuliert werden. Außerdem kann Mac-OS X Benutzer abmelden, wenn diese eine einstellbare Zeit nicht aktiv waren.

Tipp: Sicher löschen

Auch gelöschte Dateien können noch Informationen preisgeben. Beim Entleeren des Papierkorbs werden nämlich nur die Verzeichniseinträge der Dateien gelöscht. Die Daten selbst bleiben auf der Platte liegen, sodass sie mit Spezialprogrammen oft wiederhergestellt werden können, falls der Platz noch nicht wieder neu belegt wurde. Um gelöschte Dateien gleich mit Leerdaten zu überschreiben, benutzen Sie die den Befehl "Papierkorb sicher entleeren". Um das sichere Löschen zur Standardprozedur zu machen, öffnen Sie die Finder-Einstellungen und aktivieren es unter "Erweitert". Mit dem Festplatten-Dienstprogramm können Sie außerdem den freien Platz auf einem Volume löschen.

Die Verschlüsselung des virtuellen Speichers ist vor allem sinnvoll, wenn der schnelle Benutzerwechsel aktiv ist. Dann könnte man nämlich versuchen, von einem Account aus über die Auslagerungsdatei der Speicherverwaltung auf Daten eines anderen Accounts zuzugreifen. Das ist nicht gerade trivial, aber möglich.

Filevault

Mit der Filevault-Funktion können Sie einen kompletten Account verschlüsseln. Dieser liegt dann als gesichertes Image auf der Platte, das nur geöffnet wird, wenn der Benutzer angemeldet ist. Zur Aktivierung legen Sie zunächst ein Hauptkennwort fest, mit dem der Administrator den Account im Notfall wieder freigeben kann. Außerdem lässt sich für Filevault-Accounts das sichere Löschen von Dateien und die Verschlüsselung des virtuellen Speichers aktivieren.

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