2096304

Stille Synchronisation dank Cloudkit

21.07.2015 | 10:52 Uhr |

Dank Cloudkit klappt mittlerweile die Synchronisation von Einstellungen und Daten zwischen Geräten zuverlässig und sicher.

Als iCloud im Sommer 2011 vorgestellt und im Herbst desselben Jahres verfügbar gemacht wurde, war es zunächst nicht mehr als der Nachfolger von Apples Online-Dienst Mobile Me. Auch Mobile Me war nicht Apples erster Schritt in Richtung Cloud-Service, die Vorgänger im Bereich Online-Service von Mobile Me waren .Mac, iTools, eWorld und Apple Link, letzteres startete 1985 als Kommunikationsdienst für Support und Mitarbeiter.

Apple-Exklusiv

Die sichere Datensynchronisation über iCloud mit iCloudkit richtet sich ausschließlich an iOS-Geräte und Macs unter OS X, die Apps aus dem betreffenden App Store nutzen. Was klar ist bei iPhone und iPad, da zumindest bei Geräten ohne Jailbreak der App Store der einzige Bezugsweg ist, wird wichtig, wenn man die Rechnerversion einer App dazu anschaffen will. Das beste Beispiel ist der Passwortmanager 1Password. Den gibt es für Macs beim Hersteller Agile Bits direkt und auch im Mac App Store. Nur letztere Version erlaubt das automatische Synchronisieren mit den iOS-Geräten via iCloud. Wer die Version vom Hersteller kauft oder die Windows-Version nutzt, dem ist iCloud verbaut, er muss Dropbox zur Synchronisation nutzen.

iCloud hat seit seiner Vorstellung stetige Updates erfahren und neue Funktionen verpasst bekommen, ohne jeweils den Namen des Dienstes zu ändern. Eine der zahlreichen gravierenden Änderungen kam mit iOS 8 beziehungsweise OS X 10.10 vor rund einem Jahr: Die Einführung von Cloudkit. Cloudkit ist ein Framework, das Entwicklern einen Weg zum Datentausch und zur Synchronisation zwischen einer App (auf iOS-Gerät oder Mac) und iCloud erlaubt. Im Gegensatz zu dokumentbasierter Cloud-Nutzung arbeitet Cloudkit mit „Records“, einem Verzeichnis von Datenpaaren aus Schlüssel und Wert. Werte können dabei Ziffern, Zeichen, Datum oder sogar Dateien sein.

Immer synchron

Ohne weiter auf die Technologie eingehen zu wollen, ist Cloudkit Apples Weg für Entwickler, die iCloud als „stillen Speicher“ für Daten nutzen. Schon vor Cloudkit konnten etwa Entwickler einer Spiele-App oder einer Banking-Lösung Einstellungen des Spiels beziehungsweise Kontodaten oder andere Einstellungen via iCloud synchronisieren, wenn der Nutzer etwa neben einem iPhone auch ein iPad oder einen Mac besitzt. Diese Synchronisation funktionierte bis Cloudkit mal besser, mal schlechter.

Vor Cloudkit lief iCloud passiv im Hintergrund, die Synchronisation der App-Daten von Drittanbietern lief nach einem recht undurchsichtigen Zeitplan ab. Wurde eine Änderung in einer Einstellung an einem Gerät nicht erfasst, tauchte sie am anderen, mit derselben iCloud-ID angemeldeten Gerät später oder schlicht nie auf.

Synchronisation via iCloud

Dank Cloudkit steht nicht nur Apple-Apps, sondern auch solchen von Drittanbietern eine sichere und automatische Synchronisation von Einstellungen und mehr zur Verfügung – ohne dass sich der Benutzer hier groß auskennen muss. Entscheidet er sich bei entsprechend ausgestatteten Apps für die Synchronisation per iCloud, greift die Technologie. In der Einstellung zu iCloud können Sie sehen, welche Apps das nutzen.

Das können Entwickler, die Cloudkit nutzen, seit einem Jahr ändern beziehungsweise abstellen. Die App setzt die iCloud-Verbindung aktiv in Gang, Änderungen werden sofort vorgenommen, Daten synchronisiert. Mit Cloudkit bieten die Drittanbieter in ihren Apps ähnlichen Komfort und Aktualität der Daten, die Apple selbst nutzt, etwa bei Synchronisieren der eigenen App-Daten .

Von der Arbeit im Hintergrund bekommt der iOS-Benutzer oder Mac-Anwender nichts mit: Er entscheidet in den Einstellungen einer App lediglich, ob er die Synchronisation via iCloud wünscht – das Feature wird in der App für iPhone, iPad und Mac nur angeboten, wenn vom App-Entwickler Cloudkit eingesetzt wurde.

Sicher, schnell und unsichtbar

Anders als bei der Nutzung von iCloud Drive bekommen Sie weder am iOS-Gerät noch am Mac die Dateien zu sehen, sie stehen den Apps lediglich zur Verfügung. Welche Apps unter iOS iCloud zur Synchronisation der verschiedensten Daten nutzen, sehen Sie, wenn Sie in der Einstellung „iCloud“ die Option „Speicher > Speicher verwalten“, hier „Dokumente & Daten“ aufrufen. Hier werden ebenso Apps eingeblendet, die iCloud Drive für den bequemen Datentausch nutzen, als auch solche, die Daten via Cloudkit synchronisieren. Bei Apps, die Daten via iCloud Drive zur Verfügung stellen, können Sie einzelne Dateien löschen, sie verschwinden augenblicklich von all Ihren Geräten. Apps, die via Cloudkit Einstellungen und mehr im Hintergrund synchronisieren, können Sie einfach von dieser Nutzung ausschließen und die Daten in iCloud löschen – also Vorsicht. Cloudkit ist die Zukunft, spielt auch bei der Nutzung von Homekit-Geräten eine zentrale Rolle.

0 Kommentare zu diesem Artikel
2096304