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Von Christian Vilsbeck - 18.05.2010, 11:40

Test, Kaufberatung, Ratgeber

Störende Einschränkungen

Störende Einschränkungen

Der fehlende Flash-Support und die eingeschränkte Java-Funktionalität im Safari-Browser wurden bereits erwähnt. Weitere Kritikpunkte sind ein fehlender Slot für SD-Karten oder ein USB-Slot. Allerdings stellen sich die nicht vorhandenen Slots im alltäglichen Gebrauch zuhause als nicht störend heraus. Nur wer das iPad auf Reisen mitnehmen will, vermisst die Möglichkeit, Kamerabilder direkt auf dem iPad zu sichern. Der SD-Karteneinschub fehlt aber wohl nur, damit Apple das iPad Camera Connection Kit als Zubehör verkaufen kann.
Als viel störender im primären Einsatzgebiet zuhause stellt sich die nicht mögliche Synchronisation mit iTunes per WLAN heraus. Um Musik, Apps, Videos oder Bilder zu synchronisieren, muss das iPad zwingend an den USB-Connector angeschlossen werden. Dies passt nicht zum komfortablen Bedienkonzept des iPads. Microsoft bietet die WLAN-Synchronisation beispielsweise mit dem Zune HD längst an.
Wenig gefällt auch die lange Ladezeit beim iPad. Der fest verbaute Lithium-Polymer-Akku mit 25 Wh benötigt für einen vollen Ladezyklus über das mitgelieferte 10-Watt-Netzteil zirka sieben Stunden, wie unser Test ergeben hat. Der Ladevorgang an Standard-USB-Ports funktioniert beim iPad nicht. Das Tablet zeigt in der oberen Infoleiste die Meldung „Lädt nicht“ an. Die spezifizierten via USB möglichen 500 mA reichen für den Ladevorgang des iPads nicht aus. Wer dagegen einen Rechner mit High-Power-USB-Port besitzt, der bis zu 1.100 mA Strom liefert, kann das iPad über den USB-Connector laden. Insbesondere aktuelle iMacs sind mit High-Power-USB-Ports ausgerüstet. Auf handelsüblichen PCs und Notebooks sind sehr selten High-Power-USB-Ports verbaut. Auf Apples Supportseite wird bereits auch auf die Ladeproblematik hingewiesen.
Für den Gebrauch im Freien bei Sonnenschein eignet sich das iPad nur bedingt. Der Touchscreen spiegelt zu sehr und erschwert dann die Lesbarkeit der Inhalte. Wer das iPad häufig als Lesegerät für eBooks verwenden will, ist mit Amazons Kindle beispielsweise deutlich augenfreundlicher unterwegs. Auch bei heller Beleuchtung in Räumen ist der Spiegeleffekt sehr ausgeprägt.
Was sich im Herbst mit dem iPhone OS 4.0 erledigen sollte, ist das fehlende Multitasking des iPads. Wirklich störend war es bei den üblichen Anwendungen auf dem Tablet allerdings nicht.
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