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Die besten Such-Apps für iPhone und iPad

29.04.2015 | 10:25 Uhr |

Wer hat unterwegs schon Zeit, sich durch lange Ergebnislisten einer normalen Google-Suche zu klicken? Wir zeigen Ihnen, wie Sie schneller an Resultate kommen.

Die übliche Art, Informationen mit einem Internet-fähigen Gerät zu suchen, ist die Google-Suche im Browser. Und Google antwortet normalerweise nicht selbst, sondern mit einem Verweis auf andere Im Netz, die die Antwort wissen. Ist man aber mit dem iPhone unterwegs, hätte man die gesuchte Information am liebsten unmittelbar und ohne große Umwege. Es hat also für iPhone-Besitzer Sinn, sich Gedanken über die effizienteste Suchstrategie zu machen und, wo immer es möglich ist, Wissensquellen ohne Umwege direkt anzuzapfen.

Unter Einstellungen > Safari lässt sich die Standardsuch- maschine auswählen.
Vergrößern Unter Einstellungen > Safari lässt sich die Standardsuch- maschine auswählen.

Doch bevor wir uns den Möglichkeiten zuwenden, Wissensdatenbanken per App abzufragen, bleiben wir zunächst noch bei der guten, alten Suchmaschine, die letztlich auch weiterhin das Gros der Fragen des Benutzers wird beantworten müssen. Und damit landet man schon fast zwangsläufig bei Google , der praktisch marktbeherrschenden Suchmaschine, die normalerweise auch alle Anfragen aus dem Suchfeld des Safari-Browsers beantwortet. Google durchforstet das Netz mithilfe automatischer Suchagenten und baut so eine gigantische Datenbank mit Verweisen auf Webseiten auf. Doch Google will längst mehr als das und bietet vom Mail-Account über Online-Speicher und Karten alle möglichen Zusatzdienste an. Mit dem seit Kurzem auch für das iOS verfügbaren „Google Now“-Angebot will der Suchmaschinengigant dem Anwender stets einen Schritt voraus sein und je nach Zeit und Aufenthaltsort Infos liefern.

Microsoft Bing

Bereits das Quasimonopol von Google ist eine Bastion, die kaum zu knacken ist, und entsprechend rar sind echte Alternativen. Die Bedeutendste ist mittlerweile Microsofts Suchmaschine Bing . Ursprünglich konzentrierte sich Bing fast ausschließlich auf den US-Markt und lieferte bei Anfragen aus Deutschland kaum brauchbare Ergebnisse. Mit großer Beharrlichkeit baut Microsoft den Dienst jedoch immer weiter aus und liefert mittlerweile auch für deutschsprachige Seiten sehr brauchbare Ergebnisse. So ist aus dem zunächst etwas hilflos wirkenden Versuch, an Googles Suchmaschinenmonopol zu kratzen, eine brauchbare Alternative geworden, die man sich durchaus einmal ansehen sollte. Bing unterscheidet sich bei den Suchergebnissen zunächst nur wenig von Google, setzt aber eigene Akzente. So werden verwandte Suchanfragen prominenter präsentiert und helfen besser dabei, die Suche zu verfeinern. Bilder werden größer und etwas hübscher präsentiert, und Microsofts Kartendienst zeigt schräg von oben aufgenommene Satellitenbilder, auf denen sich auch Hausfassaden erkennen lassen. Die Suche innerhalb sozialer Netze funktioniert derzeit aber leider nur in englischsprachigen Inhalten.

Yahoo und der Rest

Im Grunde kann man den einstigen Platzhirschen Yahoo , der in der Zeit vor Google der Inbegriff der Internet-Suchmaschinen war, kaum noch als Konkurrenten betrachten. Vom redaktionell betreuten Webkatalog früherer Zeiten ist nichts mehr übrig, stattdessen präsentiert Yahoo heutzutage die Suchergebnisse von Bing und reichert diese um eine lokale Suche an. So liefert etwa die Suche nach „Billard“ auch alle umliegenden Billardsalons, auf Wunsch gleich mit zugehöriger Telefonnummer und Anzeige auf der Karte. Darüber hinaus haben sich kaum echte Konkurrenten halten können. Eine erwähnenswerte Alternative ist noch Duck Duck Go (auch als App verfügbar). Hier liegt die Priorität darauf, beim Suchen möglichst diskret zu sein und kaum Spuren zu hinterlassen, sodass die Privatsphäre besser gewährleistet bleibt.

Suchmaschinen nutzen

Die drei großen Suchmaschinen Google, Yahoo und Bing lassen sich auf mehrere Arten nutzen: Man kann ihre URL in den Browser eintippen und die Suche starten, was eher unkomfortabel ist. Was sehr viele iPhone-Anwender nicht wissen oder zumindest nur selten nutzen: Unter „Einstellungen > Safari > Suchmaschine“ lässt sich fest einstellen, an welche Maschine die Suchanfrage im Safari-Browser geleitet werden soll. Ab Werk ist hier Google eingestellt, doch der Wechsel zu Bing oder Yahoo ist schnell erledigt. Außerdem lassen sich spezielle Apps zur Suche nutzen. Von Bing gibt es keine offizielle App, doch die kostenlose Yahoo-App nutzt ja ohnehin Bing für die Websuche. In unserem Test patzt die App aber leider ausgerechnet bei den lokalen Suchergebnissen, mit denen sich Yahoo ja eigentlich abheben möchte. Die Google-App (siehe Kasten unten) hingegen wurde durch die weitgehende Integration des bisher nur unter Android verfügbaren Google Now unlängst deutlich aufgewertet und geht weit über die simple Browsersuche hinaus.

Google-Suche

Die Google-App bietet weit mehr als das Suchfeld im Browser: Für die Spracheingabe nutzt Google nicht Siri, sondern einen eigenen Dienst, der ebenfalls sehr gut funktioniert und einfache Fragen direkt beantwortet. Die App durchsucht Bilder und erkennt darin Texte, Barcodes und sogar Coverfotos von DVDs oder Büchern. Und der jüngst hinzugekommene Google-Now-Dienst blendet auf sogenannten „Karten“ zusätzliche Infos ein, die Google abhängig vom Ort, der Zeit oder Ereignissen wie Terminen „vorausahnt“. So zeigt die App meist das aktuelle Wetter, den kürzesten Weg nach Hause oder Bilder aus der Umgebung. Dafür werden ständig Daten und Bewegungsprofile abgeglichen, und die Ortungsfunktion bleibt selbst bei beendeter App aktiv, was zwar nur wenig Strom oder Daten verbraucht, aber dennoch nicht jedermanns Sache sein dürfte.

Weit mehr als Browsersuche

+ Akkurate Spracherkennung,
   viele Zusatzdienste

– Gibt viele Daten preis,
   Angebot noch lückenhaft

Voraussetzung: iPhone (ab iOS 5.0)

Hersteller: Google Inc.

Preis: Kostenlos

WERTUNG: 2.1

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