Versteht Siri einen Begriff nicht, zeigt es den Knopf "Websuche" an. Ein Tipp darauf oder der gesprochene Befehl "Suchen" öffnet die Suchergebnisse in Safari.
Dabei wird die eingestellte Suchmaschine genutzt - normalerweise Google. Mit "Google?…" oder "Suche?…" kann man auch direkt einen Suchbefehl geben. Um die Suchmaschine zu wechseln, gibt man "Suche?… mit Bing" oder "… Yahoo" ein. Siri erlaubt auch das Nachschlagen eines Begriffs in Wikipedia mit "Wikipedia?…" oder "Suche?… in Wikipedia". Fragen an die naturwissenschaftliche Datenbank Wolfram Alpha sind auf Deutsch leider noch nicht möglich.
Das Adressbuch des iPhone bietet einige Spezialitäten, die bei der Nutzung von Siri helfen. Sie können zum Beispiel die Aussprache eines Namens oder einen Spitznamen angeben. Die erwähnten familiären und partnerschaftlichen Verhältnisse lassen sich natürlich auch direkt im Adressbuch bearbeiten. Hierzu öffnen Sie die App Kontakte oder den gleichnamigen Bereich in der App Telefon. Wählen Sie den gewünschten Kontakt aus, und tippen Sie oben rechts auf "Bearbeiten". Tippen Sie ganz unten in der Liste auf "Feld hinzufügen". Nun können Sie "Ausspracheform" für den Vor- und Nachnamen eintragen oder einen Spitznamen festlegen. Für Beziehungen finden Sie unten den Punkt "Zugehörige Personen". Mit "Fertig" übernehmen Sie die Änderungen. Über die Minuszeichen können Sie vorhandene Einträge löschen.
Das Aufrufen eines Kontakts ist übrigens denkbar einfach. Nennen Sie Siri den Namen, sucht es ihn im Adressbuch und zeigt eine Visitenkarte. Tippen Sie auf den Namen, wird der Kontakt im Telefonbuch geöffnet. Tippen Sie auf einen Eintrag, wird er benutzt, also etwa eine Telefonnummer angerufen, eine neue E-Mail erzeugt oder die Adresse in der App Karten gezeigt.
Siri reagiert auch auf einige ungewöhnliche Fragen und Anweisungen. Fragen Sie Siri doch einmal nach dem Sinn des Lebens, wie es ihm geht oder ob es Sie heiraten will. Statt die Eingabe zurückzuweisen, liefert Siri passende, oft auch humorvolle Antworten. Auch "Mir ist langweilig" oder ein strenges "Du bist gefeuert!" bringen Siri nicht aus dem Konzept. Zum Teil gibt es gleich mehrere Antworten auf dieselbe Frage, sodass Siri ein wenig variieren kann. Solche vermeintlichen "Easter-Eggs" sind viel mehr als nur kleine Witze der Programmierer. Sie verleihen dem digitalen Assistenten eine Persönlichkeit und steigern damit die Akzeptanz beim Anwender. Die Bereitschaft zur Nutzung der neuen Technik steigt.
Zum Abschluss haben wir noch einen Tipp zur Sicherheit. Man kann Siri auch direkt vom Sperrbildschirm des iPhone aufrufen. Unter bestimmten Umständen kann man so durch einen Fehler in iOS 5 den Schutz per Zugangscode unterlaufen. Um dies zu verhindern, öffnen Sie "Einstellungen > Allgemein > Code-Sperre" und schalten den Zugriff auf Siri bei aktiver Code-Sperre ab. Dann lässt sich Siri erst nach dem Entsperren des iPhone durch die Code-Eingabe aufrufen.
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