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Parallels Desktop 6 und Vmware Fusion 3 im Vergleich

10.02.2011 | 14:06 Uhr |

Parallels und Fusion sind zwei erstklassige Virtualisierungsprogramme, die Windows oder Linux auf den Mac bringen. Wir vergleichen die beiden Systeme in den jeweils aktuellen Versionen

Test: Bootcamp vs. Parallels: aufmacher
Vergrößern Test: Bootcamp vs. Parallels: aufmacher

Mit Hilfe eines Virtualisierungsprogramms kann man parallel zu Mac-OS X ein zweites Betriebssystem nutzen. Will man per Elster die monatliche Umsatzsteuererklärung abgeben oder eine Runde Need for Speed spielen, klappt dies dank virtuellem Windows-System schnell und problemlos. Im Unterschied zu Boot Camp muss man nicht mal den Rechner wechseln oder neu booten.

Während erste Versionen der Virtualisierungsprogramme das fremde Betriebssystem noch in einem separaten Fenster oder in einem Vollbildmodus laufen ließen, integrieren die beiden Programme mit jeder Version Windows besser in Mac-OS X . So lassen sich mittlerweile ein gewünschtes Programm oder eine Datei direkt in Windows öffnen. Trotzdem hat man weiter seine Mac-Programme und seinen Mac-Schreibtisch vor sich. Allerdings funktioniert dies bei heruntergefahrenen Systemen nicht.

Bedienkomfort mit Coherence und Unity

Bei Parallels heißt dieser Modus "Coherence", bei Fusion "Unity". Insgesamt vier Ansichtsmodi bietet Parallels, bei der neuen Parallels-Ansicht "Crystal" blendet das System zusätzlich Desktop-Menü und Dock-Symbol aus. Bei beiden Lösungen kann man das Windows-Startmenü über Menüleisten-Tools aufrufen. Die Lösung von Fusion ist weniger komfortabel.

Über ein Menüleistensymbol greift man bei Fusion auf virtuelle Betriebssysteme zu, nutzt das Startmenü von Windows und speichert häufig benötigte Programme wie den Internet Explorer. Eleganter hat dies Parallels gelöst: Nach der Installation findet man im Dock einen Ordner mit Links zu allen Programmen des Windows-Systems. Für den Datentausch sorgen freigegebene Ordner. Vorgegeben bei Parallels ist auch die Freigabe des Schreibtischs, man sieht Daten auf dem Mac-Desktop somit auch auf dem Windows-Schreibtisch. Im Fenstermodus importiert man Dateien per Drag-and-drop, beide Systeme unterstützen Exposé.

Ein nicht für Mac-OS X verfügbares Windows-Programm kann man fast wie eine Mac-Anwendung nutzen, vorausgesetzt man hat einen schnellen Mac. Bei unserem Testgerät, einem Mac Mini mit einem Monitor der Auflösung 1920 mal 1080, führt in diesem Modus allerdings jede Bewegung eines Fensters zu kleinen Darstellungsverzögerungen. Selbst das Bewegen eines Explorer-Fensters verursacht eine deutlich erhöhte CPU-Last. Hohe Auflösungen, etwa bei einem HD-Monitor, können bei Grafikanwendungen als Bremse wirken. Die Darstellungsmodi "Unity" und "Coherence" nutzen die native Auflösung des Mac, was die Anforderungen erhöht. Beste Performance liefert der Fenstermodus bei einer Auflösung von 800 mal 600 Pixel.

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