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Skype auf dem iPhone nutzen

11.02.2012 | 10:00 Uhr |

Mit geschätzten 500 Millionen Nutzern ist Skype der klare Marktführer im Bereich der Internet-Telefonie. Skype nutzt proprietäre Technologie, Clients gibt es für Mac-OS X, Linux, Windows und das iPhone

Programme, die Gespräche über das Internet ermöglichen, gibt es viele und auch schon seit geraumer Zeit. Keine der Lösungen hat eine derart rasante Verbreitung erfahren wie Skype .

Seit dem Jahr 2004 erst gibt es dem Betastadium entwachsene Versionen, in der Regel sind an einem normalen Tag einige Millionen Nutzer parallel online und somit erreichbar. Genaue Zahlen gibt es nicht, Schätzungen gehen davon aus, dass weltweit fast 500 Millionen Nutzer "skypen".

Aus der einst reinen Chat-Software ist inzwischen ein mächtiges Tool für Internet-Telefonie geworden. Die aktuelle Version 5 der Client-Software erlaubt sogar Videokonferenzen mit bis zu vier Teilnehmern samt Facebook-Integration.

Im Gegensatz zu SIP-basiertem VoIP fußt Skype im Wesentlichen auf einem Peer-to-Peer-Konzept, bei dem sich die beteiligten Kommunikationspartner direkt verbinden. Lediglich die Anmeldung und Authentifizierung erfolgt über zentrale Server, auch Telefonbücher liegen zentral vor.

Proprietäres Protokoll

Skypes VoIP-Protokoll ist proprietär, es kann ausschließlich mit der Skype-Software genutzt werden. Lediglich über bereitgestellte APIs lassen sich Skype-Funktionen in andere Programme implementieren.

Während auf dem SIP-Protokoll basierende IP-Telefonlösungen aufgrund der Unterstützung mannigfaltiger Hardware, wie zum Beispiel IP-Telefone, VoIP-Router, Telefonadapter und kompletter SIP-Telefonanlagen, ebenso in Privathaushalten und wie in Firmen Anwendung finden, ist Skype das Tool der Wahl für Einzelkämpfer.

Bei der gewaltigen Zahl der Nutzer ist die Chance relativ hoch, dass Freunde und Verwandte im In- und Ausland auch über einen Skype-Account erreichbar sind.

Kostenlos skypen

Telefonate per Skype mit anderen Skype-Nutzern - inklusive Video - sind immer kostenlos. Die Software gibt es für alle gängigen Betriebssysteme, zudem ist sie einfach zu installieren und zu nutzen. In jedem Internet-Café finden sich Computer, auf denen Skype installiert ist, eine Verbindung nach Hause ist so schnell hergestellt, auch aus den hintersten Ecken der Welt. Wer allerdings mehr möchte, als nur mit einem anderen Skype-Nutzer zu quatschen, muss jedes Extra bezahlen.

Kostenpflichtige Extras

Zwar unterscheiden sich die Preise zwischen Skype- und SIP-Angeboten bei Verbindungen in einige Länder, im Schnitt ist hier allerdings kein allzu großer Unterschied zu bemerken. Wie bei SIP-Diensten muss auch der Anwender von Skypeout - so heißt der Telefondienst ins öffentliche Netz - ein Guthaben "aufladen", entweder per Kreditkarte oder Banküberweisung. Das geschieht über das Webangebot von Skype.

Bei Sipgate zum Beispiel bekommt man eine "echte Telefonnummer" für SIP-basiertes VoIP kostenlos dazu. Möchte der Skype-Nutzer eine solche Nummer, unter der er auch von normalen Telefonanschlüssen erreichbar ist, fallen Gebühren an. Ebenso verhält es sich beim Einsatz von Voicemail . Skype-Nutzer haben im Gegensatz zu Nutzern von SIP-basierten Diensten fast immer einen Kommunikationspartner, der ebenfalls einen PC samt Internet-Anschluss zur Verfügung hat und zudem einen Skype-Account sein Eigen nennt.

Skype für das iPhone

Seit einiger Zeit gibt es für Skyper auch eine App für iPhone und iPod Touch - natürlich kostenlos. Eine dezidierte iPad-Version sucht man noch vergebens. Die iPhone-Version läuft aber auch auf dem iPad.

Mit der aktuellen App unterstützt Skype nicht nur Gespräche über Wi-Fi-, sondern auch über UMTS-Verbindungen am iPhone. Auch bei Skype ist der Anwender in der Pflicht, die Konditionen seines iPhone-Vertrages zu VoIP zu prüfen. Wir zeigen, wie Sie Skype einrichten und am iPhone "skypen".

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