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Ratgeber: Präsentieren mit dem iPad

19.03.2013 | 09:54 Uhr |

Das iPad eignet sich prima für Präsentationen, sowohl im geschäftlichen Einsatz als auch im privaten Bereich. Wir geben nützliche Tipps, worauf man achten muss, damit der Auftritt vor Publikum ein voller Erfolg wird

Mit dem iPad ist man bestens für Präsentationen gerüstet. Wer sich richtig vorbereitet, kann das Notebook getrost zu Hause lassen. Das spart nicht nur Gepäck, das schlanke iPad sieht auch wesentlich eleganter aus. Welche Klippen es bei einer Präsentation zu umschiffen gibt und welche Apps man dafür nutzt, zeigen wir im Folgenden.

Präsentation erstellen

Am Anfang muss die Präsentation natürlich erst einmal erstellt werden, was zumindest im beruflichen Umfeld in der Regel am Rechner passiert. Der Quasistandard ist hier nach wie vor Microsoft Powerpoint. Anschließend wird die Präsentation dann auf das iPad übertragen und dann damit gehalten. Da Microsoft noch keine Powerpoint-kompatible iOS-App hat, muss man Apps von anderen Firmen einsetzen, die allerdings keine perfekte Kompatibilität bieten. Seit Jahren bewährt hat sich die Office Suite Documents To Go Premium (14,99 Euro). Die App kann Powerpoint-Dokumente auf dem iPad öffnen und bearbeiten.

Wer seine Präsentation auf dem Mac mit Apples Programm Keynote erstellt, kann das Dokument recht komfortabel mit der gleichnamigen iOS-App Keynote (8,99 Euro) öffnen. Die beiden Programme verfügen mittlerweile über eine sehr weitgehende Kompatibilität. Außerdem lassen sich die Dokumente komfortabel über iCloud austauschen. Im professionellen Bereich, vor allem in größeren Firmen, kommt Keynote allerdings kaum zum Einsatz.

Mögliche Probleme

So viel zur Theorie, in der Praxis gibt es vor allem bei der Nutzung von Powerpoint-Präsentationen manchen Fallstrick zu überwinden. Das beginnt bei der Nutzung von Schriften, die zwar auf dem Rechner zur Verfügung stehen, aber auf dem iPad nicht. Als Folge muss Documents To Go die Fonts durch vorhandene ersetzen, was nur allzu oft die Formatierung der Folien durcheinanderbringt. Als einfache Lösung kann man sich auf die Standardschriften beschränken. In vielen Firmen kommt man damit allerdings nicht weiter, weil die CI-Richtlinien die Verwendung bestimmter Hausschriften für Briefe und Präsentationen vorschreiben. In diesem Fall empfehlen wir, die Präsentation in Powerpoint als PDF zu exportieren, bevor man sie auf das iPad überträgt. Die Folien in PDF-Form lassen sich dann mit der Office-App mit allen Schriften und der original Formatierung präsentieren. Dabei verliert man allerdings die Möglichkeit, unterwegs noch letzte Änderungen vorzunehmen. Die müsste jemand im Büro am Rechner machen und die Präsentation dann erneut exportieren. Das PDF können Sie sich per Mail nachschicken lassen oder über eine Dropbox austauschen. Der Cloud-Dienst wird von Documents To Go Premium direkt unterstützt.

Mit Folien arbeiten

Beim Bearbeiten von Powerpoint-Präsentationen auf dem iPad kann es noch zu weiteren Problemen kommen. Da keine Office-Suite für iOS vollständig kompatibel zu Powerpoint ist, kann es passieren, dass bestimmte Formatierungen oder Elemente nicht angezeigt werden, schlimmstenfalls sogar durch die Bearbeitung mit dem iPad verloren gehen und dann nach dem Zurückspielen auch auf dem Rechner fehlen.

Documents To Go erhält zwar nicht unterstützte Befehle in Powerpoint-Dokumenten in der Regel sehr gut, aber wenn Sie häufiger Präsentationen abwechselnd mit Rechner und iPad bearbeiten wollen, sollten Sie doch besser über den Einsatz von Keynote nachdenken.

Fotos und Filme vorführen

Zur Präsentation von Fotos und Filmen bringt das iPad bereits das Nötigste mit. Am besten legen Sie auf dem Rechner in Ihrer bevorzugten Fotoverwaltung ein Album oder einen Ordner mit den gewünschten Fotos an und synchronisieren sie dann mit iTunes auf das iPad. Anschließend können Sie in der App Fotos eine Diashow starten, die sich auch per HDMI-Adapter oder Airplay ausgeben lässt. Dabei werden sogar einige Übergänge unterstützt, aber die Möglichkeiten sind doch relativ begrenzt. Wer seine Diashow aufwendiger gestalten will, zum Beispiel mit individuellen Übergängen für jedes Foto, Titeleinblendungen, Kommentaren und Ähnlichem, macht das am besten am Rechner. Die fertige Präsentation exportieren Sie als Film und übertragen diesen dann auf das iPad. So stellen Sie sicher, dass alle individuellen Ergänzungen auch auf dem iPad erhalten bleiben.

Die Diashow kann übrigens auch bei der Präsentation helfen, wenn Sie keine zusätzliche App zur Wiedergabe eines Powerpoint-Dokuments anschaffen wollen. Exportieren Sie die einzelnen Folien einfach als JPEG-Bilder, und übertragen Sie diese auf das iPad. Dort starten Sie die Präsentation als Diashow. Wie beim PDF-Export vermeiden Sie hierbei Probleme mit der Formatierung. Da JPEGs als Bitmap-Format eine feste Auflösung haben, lassen sie sich später nicht mehr wie PDFs flexibel skalieren. Das kann zu Qualitätseinbußen führen. Die Ausgabe von Fotos und Videos über HDMI oder Airplay unterstützt auch das Ur-iPad. Über den Umweg des Fotoexports lässt sich somit auch das erste iPad für eine Präsentation nutzen.

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