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Photoshops übersehene Funktionen

28.08.2009 | 12:08 Uhr |

Photoshop bietet immer neue Überraschungen und Abwandlungen bekannter Techniken und Befehle. Mit unserer hier präsentierten Tippsammlung zeigen wir dies an verschiedenen Beispielen, die sich überwiegend auch mit älteren Photoshop-Versionen nachvollziehen lassen.

Einen allgemeinverbindlichen Tipp stellen wir hiermit gleich vorneweg: Am besten und sichersten arbeitet man mit Duplikaten der Originalbilddatei und einer Kopie der Hintergrundebene. Das macht die Anwendung deutlich risikofreier. Viel Spaß beim Nachvollziehen.

JPEG im Schnellcheck

Bereits seit mehreren Programmversionen bietet Photoshop eine Vorschau auf die JPEG-Qualität bereits beim Speichern. Dabei muss man nicht einmal den Dialog "Für Web und Geräte speichern" bemühen. Im Speicherndialog erscheint nach dem normalen Speicherdialog ein weiteres Dialogfenster namens "JPEG-Optionen". Hier ist die Qualitätsstufe verantwortlich für die resultierende Bildqualität, mit Abstufungen von Null (geringste Bildqualität) bis Zwölf (höchste Bildqualität). Eine geringere Qualität erzeugt auch eine geringere Bildgröße - aber irgendwann sind Artefakte und Blockbildungen sichtbar. Die Auswirkung der JPEG-Qualität zeigt Photoshop direkt im Bilddokumentfens-ter, und daneben auch die resultierende Bildgröße im Dialog. Selbst das Zoomen auf eine 1:1-Darstellung beispielsweise ist bei aktivem JPEG-Optionen-Dialog noch möglich.

JPEG fürs Web

Wer seine Bilder als JPEG, GIF und PNG für das Web speichern will, sollte statt des normalen Speicherndialogs das extra hierfür vorgesehene Fenster "Für Web und Geräte speichern..." aufrufen. Nicht nur lässt sich die Kompressionsqualität feiner abstufen, beim Speichern verzichtet dieser Dialog auch auf das Erzeugen von Finder-Vorschaubildern. Daraus resultiert eine kleinere Dateigröße; Finder-Vorschaubilder werden für die Webdarstellung ohnehin nicht benötigt.

Rauschen besser kanalweise entfernen

Bei Aufnahmen mit hohen ISO-Werten empfiehlt es sich, das Bildrauschen zu überprüfen und gegebenenfalls zu reduzieren. In der Kanälepalette sieht man am deutlichsten, in welchem Farbkanal das Rauschen zutage tritt. Unterdrückt man zudem das Bildrauschen kanalweise, kann man den damit einhergehenden Schärfeverlust minimieren. Diese Option bietet der Filter "Rauschen reduzieren" in der Einstellung "Erweitert". Nach Klick auf den Reiter "Pro Kanal" lässt sich das Rauschen in jedem Farbkanal identifizieren und angemessen unterdrücken.

Tiefen und Lichter für Mitteltonkontrast

Knackiger Der Dialog Tiefen/Lichter lässt sich zur Kontraststeigerung der Mitteltöne einsetzen. In den Regler passen dabei Werte zwischen +10 und +20.
Vergrößern Knackiger Der Dialog Tiefen/Lichter lässt sich zur Kontraststeigerung der Mitteltöne einsetzen. In den Regler passen dabei Werte zwischen +10 und +20.

Die Funktion "Tiefen/Lichter", zu finden unter den Anpassungen im Bildmenü, lässt sich auch rein zur Anhebung des Kontrastes mittlerer Tonwerte einsetzen, was in etwa auch dem Klarheitregler von Lightroom und des Camera-Raw-Zusatzmoduls entspricht und Bilder "knackiger" erscheinen lässt. Nach Aufruf des Dialogs stellt man die Stärke für Tiefen und Lichter auf Null und aktiviert "Weitere Optionen einblenden". Nun findet sich im Dialog die Option "Mittelton-Kontrast". Eine Erhöhung des Werts bewirkt einen stärkeren lokalen Kontrast in den Mitteltönen. Wahlweise reduziert man dabei auch die Farbkorrekturvorgabe von +20.

Filter mit Hintergrundfarbe

Einige der Photoshop-Filter verwenden die aktuelle Hintergrundfarbe. So zum Beispiel der Filter "Weiches Licht", den man unter den Verzerrungsfiltern findet. Normalerweise arbeitet dieser David-Hamilton-Effekt mit der Standardhintergrundfarbe Weiß. Wird diese geändert, färbt der Filter zusätzlich das Bild ein. Dies lässt sich als Effekt nutzen: Am besten wählt man einen mittelhellen Farbton hoher Sättigung. Zusätzlich kann man den Filter, wenn er auf eine eigene Ebene angewandt wurde, noch in der Deckkraft steuern.

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