Von Stephan Wiesend - 02.05.2014, 12:16

CD/DVD brennen und kopieren

Tipps zum Brennen und Kopieren mit OS X

Wer aus der Windows-Welt kommt, muss sich an das Brennen unter OS X erst gewöhnen. Einem iMac oder Macbook liegt kein eigenständiges Brennprogramm wie Nero bei. Die Bordmittel des Systems erstellen aber die meisten CD- und DVD-Formate.
In Zeiten von Cloud-Computing, Streamingdiensten und VDSL sollten CD- und DVD-Brenner nicht mehr so wichtig sein – vor allem weil Apple nach und nach seinen Macs die optischen Laufwerke genommen hat. Doch CD und DVD sind auch heute noch ein beliebtes Mittel, um Daten zu speichern oder an Andere weiter zu geben. Mit OS X geht das komfortabel und in vielen Fällen ohne Zusatzsoftware. Die Brennfunktion ist in den Finder und die jeweiligen Anwendungsprogramme integriert: Für Audio-CDs ist iTunes zuständig, für Foto-CDs iPhoto und für Video-DVDs mittlerweile iMovie.
Apple hat in seinem aktuellen Rechnerangebot nur noch ein einziges Modell mit optischem Laufwerk belassen: Das Macbook Pro 13 Zoll aus dem Jahr 2012. Wer an einem neueren Mac brennen will, ist daher auf ein externes Laufwerk angewiesen, auch Apple hat ein entsprechendes Laufwerk im Angebot. Macwelt hat dieses und einige andere Modelle getestet.

Daten brennen

Wer nur einen Ordner voll Dokumente auf CD oder DVD brennen will, kann das im Finder erledigen: Man wählt den Ordner oder die Dateien im Finder aus und nutzt unter OS X den Befehl "Ablage > ... auf CD brennen". Nun muss man nur noch einen Rohling einlegen und OS X brennt die Daten auf CD oder DVD. Wer die Daten in Ruhe auswählen will, sollte wie in OS X 10.4 mit "Brennordnern" arbeiten.
Diese Brennordner sind spezielle Ordner, die man über das Menü "Ablage" anlegt. Kopiert man Dateien in einen dieser Ordner, merkt sich das System die Datei in einer Liste. Öffnet man den Ordner, wird der Knopf "Brennen" angezeigt. Um Platz zu sparen, befinden sich nur Aliasdateien in dem Ordner, keine echten Dateien. Ein Rohling wird erst dann angefordert und beschrieben, wenn man den Button "Brennen" drücken.
Alternativ kann man einen leeren Rohling einlegen. Das Betriebssystem fragt dann, mit welchem Programm man die DVD beschreiben will. Möchte man eine Daten-DVD brennen, wählt man die Option "Finder öffnen". Dann wird automatisch ein neuer Brennordner angelegt und die CD oder DVD mit einem Symbol auf dem Schreibtisch angezeigt. Man kann nun Daten auf das Medium kopieren - ähnlich wie bei einem USB-Stick.

Brennen mit System

Das eigentliche Brennen der CDs und DVDs übernimmt eine ins Betriebssystem integrierte Funktion, die im Hintergrund agiert. Auch iTunes, iPhoto und andere Programme nutzen diese Systemkomponente. Die Qualität dieser Brennfunktion hat dazu geführt, dass es kaum noch eigenständige Brennprogramme für den Mac gibt. Denn die Apple-Software arbeitet recht universal: Seit OS X werden Brenner von Drittherstellern sofort erkannt. Schließt man einen Bluray-Brenner an seinen Mac an, funktioniert sogar das Beschreiben von Bluray-Medien. Damit lassen sich dann 25 bis 50 GB auf eine Bluray-Scheibe brennen. Dialoge und Fenster sind die gleichen wie bei beim Brennen von CDs und DVDs, man hat bei Bluray nur einfach mehr Platz zur Verfügung.
Die mit dem Finder gebrannten CDs und DVDs sind "hybrid", sprich: mit Windows- und Mac-Dateisystem kompatibel. Die Scheiben sind dadurch unter Windows und unter Mac-OS X lesbar.
Außerdem gibt es diverse Freeware- oder Shareware-Brennprogramme, die diese Funktionen anbieten. Diese Brennprogramme nutzen die Brennfunktion des Systems, stellen aber über eine eigene Oberfläche so gut wie alle Funktionen der OS X-Hintergrundsoftware zur Verfügung. So kann man bequem UDF-Medien erstellen, Dateien auf einer CD nur für Windows-Anwender sichtbar machen oder Audio-CDs kopieren.
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