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Ratgeber: USB 3.0 richtig nutzen

14.08.2012 | 10:22 Uhr |

Von der richtigen Treibersoftware bis zum passenden Kabel – Apple hat ein FAQ zu den wichtigsten Fragen über USB 3.0 herausgebracht.

Ob Macbook Pro oder Macbook Air – alle neuen Apple-Notebooks sind ab sofort mit USB 3.0 ausgestattet. Mehr Informationen dazu finden Sie auch in den Artikeln „USB 3.0 – Apple rüstet nach“ und „USB 3.0 gegen Thunderbolt“ .

Inzwischen sind im Apple Store auch USB-3.0-Produkte erhältlich, wie beispielsweise das 32-GB-Flash-Laufwerk von LaCie . Auf der Webseite hat Apple zudem noch einmal die wichtigsten Fragen zu dem neuen Schnittstellen-Standard zusammengefasst und beantwortet.

Verzicht auf blaue Hubs

USB 3.0 ist auch als Super Speed USB bekannt. Über die Schnittstelle sind theoretisch Übertragungsraten von bis zu 5 GBit/s möglich. Die Kabel sind etwas dicker als die von USB 2.0, da sie mehr Adern umfassen. Kennern ist es vielleicht schon aufgefallen: Das wichtigste Erkennungsmerkmal für USB 3.0 – der blaue Hub – fehlt bei den Macbooks. Apple hat bewusst darauf verzichtet und liefert das Gehäuse in einer einheitlichen Farbe aus. Auch das SS-Kennzeichen, das für Super Speed steht, fehlt.

 Neben der höheren Datenübertragungsrate ist die erhöhte Stromversorgung ein weiteres Merkmal von USB 3.0: Werden Geräte über eine USB-3.0-Schnittstelle angeschlossen, können sie Strom von bis zu 900 mA transportieren. Bei USB 2.0 sind es nur 500 mA. So ist es möglich, dass externe Festplatten mitunter ohne zusätzliches Netzteil auskommen und sich ausschließlich über die USB-Schnittstelle mit Strom versorgen lassen.

 Die wichtigsten Voraussetzungen, um USB 3.0 voll auszureizen, sind USB-3.0-fähige Geräte, die der USB-3.0-Spezifikation Version 1 von 2008 entsprechen sowie spezielle USB-3.0-Kabel. Sobald ein USB-3.0-Gerät mit einem USB-2.0-Kabel verbunden wird, läuft die Datenübertragung nur noch in USB-2.0-Geschwindigkeit, also nur noch mit maximal 480 MBit/s. Auch die Stromversorgung sinkt auf USB-2.0-Niveau. Wollen Sie die volle Geschwindigkeit haben, müssen Sie immer USB-3.0-fähige Hubs oder Geräte mit dem passenden Kabel anschließen. 

USB-3.0-Geräte ermitteln

Um zu ermitteln, ob das angeschlossene Gerät auch als USB-3.0-Gerät erkannt wurde, gehen Sie wie folgt vor: Klicken Sie im Apfel-Menü oben links auf die Option „Über diesen Mac“. Dann klicken Sie auf „Weitere Informationen“. Nun wählen Sie den „Systembericht“ aus. Klicken Sie im Hardwarebereich auf „USB“. Im Gerätebaum wird jetzt USB 3.0 Super Speed angezeigt.

 Wenn Sie eine Virtualisierungssoftware verwenden, kann es vorkommen, dass diese USB 3.0 noch nicht unterstützt.  

Auf Windows 7 unter Boot Camp können Sie USB 3.0 jedoch uneingeschränkt nutzen. Allerdings müssen Sie sich hierfür einen Windows-Treiber herunterladen. Den Treiber bekommen Sie unter folgendem Link .

Manchmal treten bei der Nutzung von USB 3.0 Schwierigkeiten mit Wi-Fi- oder Bluetooth-Geräten auf. Insbesondere USB-3.0-Festplatten können im Einzelfall bei Geräten, die im 2,4-GHz-Band arbeiten, Frequenzstörungen verursachen. Platzieren Sie daher diese Festplatten und andere USB-Geräte nicht hinter den Mac, wo sich das Bildschirmscharnier befindet, denn dort sind auch die Antennen für Wi-Fi und Bluetooth angebracht.

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