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Webtypo mit Style Sheets

06.10.2009 | 11:28 Uhr |

Internet und gute Typografie sind längst keine Gegensätze mehr. Typografische Feinformatierungen mit Cascading Style Sheets (CSS) lösen herkömmliche HTML-Formatierungen zunehmend ab

Ohne Style Sheets geht bei professionellen Webauftritten kaum noch was: Homepage von Spiegel Online.
Vergrößern Ohne Style Sheets geht bei professionellen Webauftritten kaum noch was: Homepage von Spiegel Online.

Gemessen an Print-Produkten mag die Typografie im Internet simpel gestrickt sein. Schlecht - im Sinn von schlecht lesbar oder dilettantisch gestaltet - ist sie allerdings immer seltener. Nicht nur bei der Entwicklung interaktiver Web-2.0-Portale hat die Internet-Technologie entscheidende Fortschritte gemacht. Die Gestaltungsmöglichkeiten im Webdesign haben sich merklich verfeinert.

Schlechtes Beispiel: Die Abstände zwischen den Absätzen sind hier viel zu groß und zudem unausgeglichen.
Vergrößern Schlechtes Beispiel: Die Abstände zwischen den Absätzen sind hier viel zu groß und zudem unausgeglichen.

Ein großer Unterschied zwischen dem Webdesign der Neunziger Jahre und heute ist der Einsatz von Cascading Style Sheets (CSS). Im Prinzip handelt es sich bei Style Sheets um Stilvorlagen für Webseiten. Von der Funktion her haben sie große Ähnlichkeiten mit Word-Formatvorlagen, Xpress-Stilvorlagen und Indesign-Formaten. Ein Unterschied ist aber, dass häufig mehrere Vorgaben aufeinander aufbauen.

Feinformatierung mit Style Sheets: Headline mit fetter Serifenschrift, Unterzeile in gesperrten Großbuchstaben und Fließtext in serifenloser Schrift. Die Abstände zwischen den einzelnen Elementen sind mit dem CSS-Tag Margin-bottom reduziert.
Vergrößern Feinformatierung mit Style Sheets: Headline mit fetter Serifenschrift, Unterzeile in gesperrten Großbuchstaben und Fließtext in serifenloser Schrift. Die Abstände zwischen den einzelnen Elementen sind mit dem CSS-Tag Margin-bottom reduziert.

Wesentlicher ist der Unterschied bei Positionen, Höhen- und Breitenangaben. Feste Angaben sind im Web weder möglich noch sinnvoll. Vom Standpunkt des Surfers aus gesehen, sind Monitorgröße, eingestellte Bildschirmauflösung, installierte Systemschriften, Browservoreinstellung und -steuerung ebenfalls wesentliche Faktoren. Viele Besonderheiten, die beim Empfänger zum Tragen kommen, lassen sich über Style Sheets weitaus besser steuern als über herkömmliche HTML-Formatierungen.

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