Von Günter Schuler - 03.11.2008, 14:11

Typografie

Publish: Kein Ärger mit Hieroglyphen

Ob eine Website in Safari oder Textformatierung in Textedit: Der Umgang mit fremden Schriftsystemen gehört auch auf dem Mac zunehmend zum Alltag. Die gute Nachricht: Apples Betriebssystem ist schriftentechnisch gesehen bestens internationalisiert
Schriften in fremden Alphabeten spielen eine immer größere Rolle. Selbst Rechner, die bewusst mit abgespeckten Sprachpaketen betrieben werden, profitieren von der Internationalisierung des Apple-Schriftequipments: Kyrillisch sowie die mitteleuropäischen Akzentzeichen decken die Basis-Fonts Helvetica und Lucida Grande ohne weiteres ab. Ob Windows oder das Mac-OS - die Betriebssysteme von heute sind hochgradig internationalisiert. Sicherlich hat die Entwicklung des Internet einen wesentlichen Anteil an dieser Entwicklung.
Zwar offeriert Mac-OS X keine opulent ausgebauten Satzschriften für Chinesisch oder Arabisch, doch Font-Distributoren wie Fontshop, Linotype oder URW helfen hier weiter. Für das Öffnen von Dateien hingegen, das Surfen im Internet, die Texteingabe oder auch einfache Formatierungsaufgaben liefert Leopard alles Nötige. Die Tage von Mac-OS 9 mit seinem überschaubaren Set an Systemschriften sind vorbei.
Zwar lassen sich auch die Systemfonts von Mac-OS X 10.5 und dessen unmittelbaren Vorgängern bewusst herunterfahren. Ganz so einfach wie in früheren Zeiten ist das allerdings nicht mehr. Hauptproblem: Die Zeichensätze befinden sich in unterschiedlichen Ordnern. Wichtig ist zunächst der Ordner "Fonts" der System-Library. Da es sich hier um Systemschriften handelt, sollte man von diesem Verzeichnis die Hände lassen. Zusätzlich offeriert Mac-OS X weitere Ordner, in denen sich zusätzlich installierte oder von Programmen abgelegte Fonts befinden können - neben den "Fonts"-Ordnern im Hauptordner "Library" und weiteren Library-Ordnern in den jeweiligen Benutzerverzeichnissen enthalten auch die Ordner "Application Support" oft Schriften - etwa von Microsoft oder von Adobe.
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