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Final Cut Pro 7. Folge 7: Erweiterte Montagefunktionen

06.09.2010 | 14:25 Uhr |

In dieser Folge des Workshops zu Final Cut Pro 7 erfahren Sie mehr über Montagefunktionen in der Timeline und Viewer-Fenster. Einige meistverbreitete Tastenkürzel beschleunigen die Arbeit deutlich.

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In Folge 2 und 3 zu Final Cut Express haben wir bereits viele grundlegende Funktionen zum Videoschnitt erläutert. Heute möchten wir am Beispiel von Final Cut Pro etwas tiefer in die Möglichkeiten der Videomontage eintauchen. Sobald wir mit der Reihenfolge der einzelnen Clips in der Timeline zufrieden sind, geht es an die Feinabstimmung unserer Schnitte. Bisher haben wir hier direkt in der Timeline gearbeitet. Mit einem Doppelklick auf einen Clip öffnet sich dieser im Viewer-Fenster. Wir bekommen einen guten Überblick auf das Material, welches nach und vor unserer bereits festgelegten Auswahl noch vorhanden ist. Alle Änderungen, die wir hier nun vornehmen, werden direkt auf die Time Line übertragen. In gewohnter Manier lassen sich mit den Tasten "I" und "O" neue In- bzw. Out-Punkte setzen. Alternativ dazu können wir die bereits vorhandenen Schnittmarken einfach verschieben. Geht aber ein In- oder Out-Punkt über einen bereits vorhandenen hinaus, müssen wir zuvor die schon bekannte Funktion "Länge ändern" aktivieren. Diese bewirkt, dass das neue Material entsprechend des neuen Punktes verschoben wird.

Manchmal kommt es dabei zu Konflikten mit den anderen Spuren. In so einem Fall hilft die Sperrung des betroffenen Bereichs. Insbesondere die Funktion "Clipinhalt verschieben" lässt sich unserer Meinung nach viel komfortabler im Viewer-Fenster ausführen als direkt in der Timeline. Um so die Länge zwischen In- und Out-Punkt beizubehalten, drücken wir die Wahl-Taste und verschieben gleichzeitig unsere Auswahl. Nichts anderes geschieht bei der Arbeit in der Timeline. Hier jedoch hat man keinen guten Überblick über vorhergehendes bzw. nachfolgendes Material des Clips. Der hier eingeblendete Timecode Reader soll uns nicht weiter stören. Es handelt sich um ein Videofilter, welcher den im Material enthaltenen Timecode auf das Videobild schreibt und bei der Sichtung des Materials sehr hilfreich sein kann. Sollte sich bei unserer Feinjustage herausstellen, dass wir durch bereits bestehende Überlagerungen die Spuren beeinträchtigen, macht es manchmal Sinn, den gewünschten Clip noch mal komplett neu aus dem Browser heraus zu öffnen.

Ist der Clip in der Timeline ausgewählt drücken wir die Taste "F". Daraufhin erscheint er erneut im Viewer-Fenster. Dieses Mal allerdings wurde er aus dem Browser geöffnet und alle Änderungen, die wir nun vornehmen, haben keine Auswirkungen auf das Material in der Timeline, da der Clip noch nicht hineingeschnitten wurde. Alternativ zeigt uns das Tastenkürzel "Shift + F" den Clip im Browser-Fenster.

Darüber hinaus bietet Final Cut Pro noch eine weitere Möglichkeit für das Trimmen unseres Video-Materials: Mit einem Doppelklick auf die Schnittmarke in der Timeline öffnet sich das so genannte Trimmen-Fenster. Links zeigt es den Clip vor unserer Schnittmarke; rechts - den danach. Im Grunde bewerkstelligt dieses Fenster dieselben Aufgaben wie die Werkzeuge "Schnittstelle verschieben" und "Länge ändern" aus der Timeline. Sind beide Abschnitte mit einem grünen Strich überlegt, verschieben wir die Schnittmarke, d. h. Ende des ersten bzw. Anfang des nachfolgenden Abschnitts werden gleichzeitig bearbeitet. Beim Klick in eines der Fenster wechseln wir zum "Länge ändern"-Werkzeug. Daraufhin modifizieren wir das Ende des ersten oder den Anfang des zweiten Clips. Mit einem Klick in die Mitte gelangen wir wieder in den Modus zum Verschieben der Schnittmarke. Mit Hilfe der Leertaste sehen wir die Vorschau unseres aktuellen Schnittes. Je nachdem wo sich unser Kursor befindet, steuern wir mit den Tasten "J", "K" und "L" die Wiedergaben des linken bzw. des rechten Bildes.

Mit den Knöpfen am unteren Rand des Fensters lassen sich die In- bzw. Out-Punkt um fünf respektive einen Framepunkt nach links oder rechts schieben. Ist das Markierungsfeld dynamisch aktiviert, springt der neue In- bzw. Out-Punkt automatisch an die Stelle, an der wir unser Material anhalten.

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