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Ratgeber Mobiles Drucken

Airprint und Co.: Direkt vom iPhone aus drucken

27.01.2016 | 14:00 Uhr |

Die meisten Drucker unterstützen das direkte Drucken von einem Smartphone aus. Sie beherrschen Airprint, Google Cloudprint oder ihren eigenen Dienst. Wir zeigen, wie Sie sie am besten einsetzen.

Die Möglichkeit zu drucken ist ein wichtiger Schritt um iPhone und iPad für die Arbeit zu verwenden. Und das funktioniert schon ganz gut. Dabei haben Sie die Wahl zwischen mehreren Diensten. Bleiben Sie in der Apple-Welt, bietet sich hier natürlich Apples Dienst Airprint an. Und glücklicher Weise unterstützen nahezu alle aktuellen Multifunktionsdrucker Airprint. Auf seiner Support-Seite hat Apple alle Drucker aufgelistet, die Airprint unterstützen .

So funktioniert Apple Airprint

Mit Airprint können Sie direkt kabellos von einem iPhone oder iPad aus auf einen Multifunktionsdrucker drucken. Dazu müssen die Geräte lediglich im selben WLAN-Netz eingeloggt sein. Das Vorgehen ist hierbei denkbar einfach. Am iPhone oder iPad müssen Sie dazu das Feld "Bereitstellen" drücken, das entweder als rechteckiges Symbol mit einem nach oben zeigenden Pfeil oder nur als Pfeil-Icon angezeigt wird. Hier tippen Sie auf „Drucken“ und wählen das gewünschte Gerät aus der Liste, die automatisch erscheint. Eine Voreinstellung müssen Sie am Gerät nicht vornehmen. Denn sofern der Drucker Airprint unterstützt und sich im selben WLAN-Netz wie iPhone beziehungsweise iPad befindet, erscheint er automatisch in der Liste der verfügbaren Drucker.

Das kann Airprint

Die Einstellmöglichkeiten beim Drucken via Airplay sind eingeschränkt. Sie können wählen, wie viele Kopien Sie drucken oder welche Seiten Sie ausgeben möchten, beispielsweise Seite 2 bis 6. Dies ist allerdings nicht in allen Anwendungen möglich, Safari oder Mail bieten diese Option nicht. Sofern der Drucker automatisch beide Seiten druckt, können Sie auch dies als Extra einstellen. Ein bestimmtes Papierfach oder eine höhere Druckqualität können Sie jedoch nicht wählen.

Airprint bietet nicht überall die gleichen Einstellmöglichkeiten. Während Sie unter Notizen bestimmen können, welche Seiten ausgedruckt werden sollen, ist dies beispielsweise mit Safari oder Mail nicht möglich.
Vergrößern Airprint bietet nicht überall die gleichen Einstellmöglichkeiten. Während Sie unter Notizen bestimmen können, welche Seiten ausgedruckt werden sollen, ist dies beispielsweise mit Safari oder Mail nicht möglich.

Airprint auf nicht unterstützten Druckern verwenden

Einige Router unterstützen Airprint und machen so alle Drucker, die per USB mit dem Router verbunden sind, automatisch Airprint-fähig. Leider funktioniert das nicht mit Apples Routern Airport Extreme , Airport Express und Time Capsule , obwohl sich hier ebenfalls via USB angeschlossene Drucker für das lokale Netz nutzen lassen. Wenn Sie sich einen WLAN-Router zulegen möchten, sollten Sie in den technischen Daten auf dieses Detail achten oder beim Hersteller nachfragen, ob der Router Airprint unterstützt. In unseren Tests stellen wir immer wieder fest, dass ein Router Airprint unterstützt, obwohl dies nicht auf dem Datenblatt aufgeführt ist. Auch einige ältere Drucker werden durch ein Firmware-Update noch Airprint-tauglich. Infos darüber finden Sie auf den Support-Seiten der Hersteller.

Doch nun zu den Routern, die Airprint unterstützen: Netgear ermöglicht beispielsweise eine Airprint-Unterstützung für alle Router, die sich mit Netgear Genie http://genie.netgear.de verwalten lassen. Auch einige TP-Link-Router unterstützten Apples Drucktechnologie. Das Aktivieren dieser Funktion ist allerdings ziemlich kompliziert. Daher sollten Sie unbedingt die Anleitung befolgen, in der TP-Link erklärt, wie Sie Router Airprint-fähig machen können . Auch einige Router von Belkin und Linksys unterstützen das kabellose Drucken von Apple.

Airprint für alle Drucker

Über den Umweg zum Mac können Sie einen Drucker ebenfalls Airprint-fähig machen. Dazu muss der Drucker am Mac eingerichtet sein und ständig laufen. Sie können nur dann von anderen Geräten ausdrucken, wenn der Mac eingeschaltet ist. Der Mac dient als Druckserver und gibt einen USB-Drucker auch für das lokale Netz frei. Damit Sie Airprint aktivieren können, benötigen Sie die kleine App Handyprint (ehemals Airprint Activator). Sie macht das Drucken denkbar einfach:  Drucker auswählen, den Schalter auf „On“ stellen und Sie können per Airprint von iPad und iPhone aus drucken. Handyprint ist eine sogenannte Donation-Ware, die Sie 14 Tage in vollem Umfang kostenlos verwenden können. Danach verlangt der Hersteller mindestens fünf US-Dollar "Spende".

Empfehlung: Airprint ist sicherlich die komfortabelste Methode von iPhone und iPad aus zu Drucken, sofern sich die Geräte im selben WLAN befinden.

Mit dem kleinen Programm handyPrint können Sie einen Drucker Airplay-fähig machen. Doch per Airplay können Sie dann nur drucken, solange der Mac eingeschaltet bleibt.
Vergrößern Mit dem kleinen Programm handyPrint können Sie einen Drucker Airplay-fähig machen. Doch per Airplay können Sie dann nur drucken, solange der Mac eingeschaltet bleibt.

Google Cloudprint

Das Android-Pendant zu Airprint ist Google Cloudprint . Im Gegensatz zu Airprint wird der Druckjob bei Google Cloudprint zunächst auf einen Cloud-Speicher von Google geladen, dort aufbereitet und an einen registrierten Drucker ausgegeben. Sie brauchen also zum Drucken via Cloudprint einen Internet-Zugang. Vorteil: Sie sind unabhängig vom Standort und können von jedem beliebigen Fleck der Erde aus auf Ihren Drucker zugreifen. Dies ist es dann aber auch schon mit den Vorteilen, denn Cloudprint bietet für iOS-Benutzer weniger Einstellungsmöglichkeiten als Airprint, Drucker müssen einmalig für Cloudprint eingerichtet werden und für das Ausdrucken vertraulicher Firmendaten ist Cloudprint sicherlich nicht geeignet.

Mit Google Cloudprint können Sie auch von iOS-Geräten ausdrucken, das beschränkt sich aber auf Google-Anwendungen. So können Sie in Google Drive erstellte Tabellen oder Dokumente ausdrucken, wenn Sie sie entweder über Safari oder die App Google Drive aufrufen. Übrigens ist die Druckfunktion der Google-Drive-App, die außer Google Cloudprint auch Airprint unterstützt, sehr eingeschränkt. Hier lassen sich beispielsweise keine einzelnen Tabellenblätter wählen. Über Airprint können Sie hier immerhin den Seitenbereich einschränken, den Sie drucken möchten. Mehr Einstellungsmöglichkeiten gibt es, wenn man direkt aus Chrome heraus druckt, allerdings muss man sich dazu erst mit seinem Google-Account in Chrome anmelden.

Viele aktuelle Multifunktionsdrucker unterstützen Cloudprint bereits direkt. So können Sie das Gerät über Ihr Google-Konto als Google-Cloud-Printer aktivieren. Auf seiner Cloudprint-Seite zeigt Google, welche Geräte den Service unterstützen .

Google Cloudprint für alle Drucker

Wenn Sie keinen Drucker besitzen, der Cloudprint unterstützt, können Sie wie bei Airprint einfach einen Mac als Druckerserver verwenden. Auch hier muss der Mac eingeschaltet bleiben, damit Sie über Cloudprint drucken können. Für das Aktivieren von Google Cloudprint brauchen Sie Google Chrome . Mit Befehl-Komma rufen Sie die Einstellungen auf, scrollen ganz nach unten und klicken auf „Erweiterte Einstellungen anzeigen“. Dann scrollen Sie noch etwas weiter nach unten bis zu dem Menüpunkt „Google Cloudprint“ und klicken dort auf „Drucker hinzufügen“. Sofern Sie den Drucker unter OS X schon eingerichtet haben, können Sie ihn jetzt auswählen. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Drucker direkt oder per WLAN mit dem Mac verbunden ist.

Empfehlung: Google Cloudprint ist ideal, wenn man von Zuhause auf den Bürodrucker oder von unterwegs auf den Drucker im Home-Office zugreifen will.

Drucken per E-Mail

Die dritte Möglichkeit von mobilen Geräte aus zu drucken ist ein eigener E-Mail-Dienst, den Canon, Epson und HP anbieten. HP nennt diesen Dienst ePrint , Epson nennt ihn Epson Connect und bei Canon heißt der Service schlicht " Von E-Mail drucken ". Das Prinzip ist einfach: Der jeweilige Drucker erhält eine eigne E-Mail-Adresse. Alle E-Mails samt ihrer Anhänge, die Sie an diese Adresse schicken, druckt das Gerät aus. Für diesen Dienst können Sie Grundeinstellungen vornehmen und beispielsweise bestimmen, wer diese Mail verwenden darf. Im Test überzeugt und das ePrint-System von HP wegen seines Komforts am ehesten. Empfehlung : Sinnvoll ist dieser E-Mail-Dienst für das schnelle Ausdrucken einer Mail samt Anhang.

Canon, Epson und HP bieten für ihre Drucker einen eigenen Service, bei dem der Drucker eine eigene E-Mail-Adresse bekommt. So gesendete Mails werden dann ausgedruckt.
Vergrößern Canon, Epson und HP bieten für ihre Drucker einen eigenen Service, bei dem der Drucker eine eigene E-Mail-Adresse bekommt. So gesendete Mails werden dann ausgedruckt.
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