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Vorbereitung auf das Yosemite-Update

16.10.2014 | 10:55 Uhr |

OS X 10.10 benötigt mindestens zehn Gigabyte freien Speicherplatz auf Ihrer Festplatte. Warum also nicht jetzt schon mit der Vorbereitung anfangen und bei Mac und Software gründlich aufräumen

Anhand der sechs Vorschauversionen konnten sich bislang nicht nur Entwickler die Neuerungen des nächsten Mac-OS ansehen, sondern auch eine Million Normal-Anwender, die an Apples Beta-Test teilnehmen. Sie alle haben mit der aktuellen Fassung einen stabilen und ausgesprochen performanten Eindruck von Yosemite gewonnen. Beste Voraussetzungen also, im Herbst den Umstieg zu wagen. Bis zur Veröffentlichung von OS X Yosemite dürften zwar noch ein paar Wochen ins Land ziehen, mit den Vorbereitungen für den Tag X sollten sie schon jetzt anfangen – zumal viele der beschriebenen Schritte sowieso zur regelmäßigen Mac-Vorsorge gehören.

Macwelt Wissen

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Kompatibel, aber langsam?

Der System-Check mit unserem Yosemite Tester hat grünes Licht gegeben, Sie brauchen also keinen neuen Rechner. Besitzer von Macs aus den Jahren 2007 und 2008 sollten vor einem Umstieg aber nicht nur die Kompatibilität mit OS X 10.10 im Blick haben, sondern auch die zu erwartende Performance des Geräts.

Das Laden von System-Updates funktioniert unter OS X 10.6 und 10.7 über den separaten Systemdienst „Softwareaktualisierung“, seit OS X Mountain Lion ist die Funktion Teil des Mac App Store.
Vergrößern Das Laden von System-Updates funktioniert unter OS X 10.6 und 10.7 über den separaten Systemdienst „Softwareaktualisierung“, seit OS X Mountain Lion ist die Funktion Teil des Mac App Store.

Vor diesem Hintergrund kann es ratsam sein, im Vorfeld über ein Aufrüsten des Arbeitsspeichers oder ein Upgrade älterer mechanischer Festplatten durch schnellere SSDs nachzudenken. Während Sie ein Macbook Air der kompakten Bauweise wegen kaum erweitern können, dürfte sich beispielsweise beim 2007er iMac ein Speicher-Upgrade lohnen – dank der ausgesprochen praktischen App „Mactracker“ wissen wir, dass die Modelle bis zu 6 Gigabyte RAM aufnehmen können (4GB+2GB). Und auch bei Macbooks lässt sich einiges aus älteren Geräten herausholen: Ein Macbook Air 2,1 von 2008 lässt sich genauso mit einer SSD beschleunigen, wie Modelle des Macbook Pro, bei denen das optische Laufwerk durch eine SSD ersetzt wird, oder Modelle des weißen Unibody-Macbook von 2009 – allesamt Geräte vom unteren Ende der Kompatibilitätsliste von OS X Yosemite.

Auf dem Portal Roaringapps.com lassen sich mögliche Inkompatibilitäten der benutzten Software mit OS X Yosemite prüfen.
Vergrößern Auf dem Portal Roaringapps.com lassen sich mögliche Inkompatibilitäten der benutzten Software mit OS X Yosemite prüfen.

Schritt 1: System aktualisieren

Nach der Frage, ob der eigene Mac überhaupt mit OS X Yosemite kompatibel ist, folgt nun der nächste logische Schritt: Updates für System und Software

Im Systembericht verbirgt sich die Version des Bluetooth-Chipsatzes. Sie entscheidet, ob Sie künftig Instant Hotspot nutzen können.
Vergrößern Im Systembericht verbirgt sich die Version des Bluetooth-Chipsatzes. Sie entscheidet, ob Sie künftig Instant Hotspot nutzen können.

Bevor Sie sich an ein Betriebssys­tem-Upgrade machen, sollten Sie in jedem Fall sicherstellen, dass das Ausgangssystem auf dem neuesten Stand ist. Auf den vier möglichen Ausgangsversionen von OS X können Sie die Suche nach Updates manuell über das Apfelmenü und den Befehl „Softwareaktualisierung“ anstoßen. Während Snow Leopard und Lion ein schlichtes, separates Updatemenü zeigen, öffnet der Menübefehl unter OS X 10.8 und 10.9 den Mac App Store und springt in den Reiter „Updates“.

Für die Frage, ob Ihr Mac mit OS X Yosemite kompatibel ist, ist vor allem die Modellbezeichnung entscheidend – hier das 2011-er Macbook Air des Autors.
Vergrößern Für die Frage, ob Ihr Mac mit OS X Yosemite kompatibel ist, ist vor allem die Modellbezeichnung entscheidend – hier das 2011-er Macbook Air des Autors.

Starten Sie also die Suche nach verfügbaren System-Updates und ins­tallieren Sie anschließend alle verfügbaren Aktualisierungen für Ihr System. Ist das erledigt, folgt die Suche nach möglichen Inkompatibilitäten bei der benutzen Software. Haben Sie einen bestimmten Kern an häufig genutzten Programmen, lohnt der Blick auf die Website Roaringapps. Verschaffen Sie sich hier einen Überblick über mögliche Probleme mit Ihrer häufig benutzen Software und sorgen Sie im Anschluss App für App für Updates – stellt der Entwickler keine Aktualisierungen mehr zur Verfügung, bleibt leider nur die Suche nach einer Alternative. Gerade Nutzer, die von OS X Snow Leopard oder OS X Lion aus den Umstieg vornehmen, sollten hier besonders gründlich vorgehen, um späteren bösen Überraschungen vorzubeugen.

Die Grafiken der Systeminformationen zeigen bereits, welche Datei-Art den meisten Platz auf Ihren Festplatten einnimmt.
Vergrößern Die Grafiken der Systeminformationen zeigen bereits, welche Datei-Art den meisten Platz auf Ihren Festplatten einnimmt.

Schritt 2: Den Mac ausmisten

Der Mac ist mit Yosemite kompatibel und auf dem neuesten Stand? Dann geht es jetzt mit einem Zwischenschritt weiter: dem Ausmis­ten und Platz schaffen

Disk Inventory X zeigt wesentlich granularer an, wo die großen Dateien liegen.
Vergrößern Disk Inventory X zeigt wesentlich granularer an, wo die großen Dateien liegen.

Verschaffen Sie sich zuerst einen Überblick der Auslastung Ihrer Festplatte. Einen groben Einblick geben die „Systeminformationen“ von OS X. Genauer wird die Suche nach den großen Speicherfressern aber erst durch Tools wie Disk Inventory X oder Supa View, denn diese Apps zeigen nicht nur, dass große Datenmengen herumliegen, sondern auch wo sie sich befinden.

Durch das Aufspüren und Entfernen von doppelten Bildern lässt sich in iPhoto gerade bei großen Mediatheken Platz sparen.
Vergrößern Durch das Aufspüren und Entfernen von doppelten Bildern lässt sich in iPhoto gerade bei großen Mediatheken Platz sparen.

iPhoto und iMovie

iPhoto ist ein klassischer Ausmist-Kandidat, denn Apples Foto-Tool hat eine komplett eigenständige Vorgehensweise bei der Organisation der Bilder. So werden etwa für jede Bearbeitung an einem Bild Kopien („Previews“) der Originale („Masters“) angelegt. Wollen Sie die Originale von bearbeiteten Fotos loswerden und Ihre Mediathek verschlanken, sollten Sie sich das kostenlose Tool iPhoto Library Slimmer ansehen, das die Originale bearbeiteter Fotos entfernen kann. Da sich in iPhoto schnell Doppler sammeln, kann eine Suche nach Duplikaten die Mediathek verschlanken. Dafür greifen Sie auf das gratis im Mac App Store herunterladbare Tool Duplicate Cleaner for iPhoto zurück. Bei geöffnetem iPhoto spuckt die App nach kurzer Analyse die Doppler in Ihrer Mediathek aus und selektiert diese – nach einem weiteren Klick landen die Duplikate im iPhoto-Papierkorb, den Sie nur noch leeren müssen.

Gerne verstecken sich in iTunes unter dem Reiter „Geräte“ auch noch Backups von längst eingemotteten iPhones oder iPods. Hier lohnt sich das Aussortieren.
Vergrößern Gerne verstecken sich in iTunes unter dem Reiter „Geräte“ auch noch Backups von längst eingemotteten iPhones oder iPods. Hier lohnt sich das Aussortieren.

iMovie geht in manchen Fällen gleichfalls nicht gerade sparsam mit dem Speicherplatz um. So konvertiert das Programm beim Hinzufügen von Videodateien diese in ein Zwischenformat und behält diese Projektdateien auch nach Abschluss. Wenn Sie mit den Arbeiten an einem Film fertig sind und das Projekt exportiert haben, können Sie diese Projektdateien auch aus iMovie löschen – dann lassen sich zwar keine Änderungen mehr vornehmen, Sie sparen bei abgeschlossenen Projekten aber reichlich Platz.

Mit einer kurzen Spotlight-Suche lassen sich verwaiste Image-Dateien aufspüren. Wer gerne mal neue Software ausprobiert, findet hier manch alte DMG-Datei.
Vergrößern Mit einer kurzen Spotlight-Suche lassen sich verwaiste Image-Dateien aufspüren. Wer gerne mal neue Software ausprobiert, findet hier manch alte DMG-Datei.

Altlasten in iTunes

Ebenfalls zu den Speicherfressern zählen darf man iTunes, denn neben reinen Musik- oder Videodateien können sich weitere schwere Brocken in iTunes verbergen. Erstes Beispiel: Alte Podcast-Folgen, die iTunes nach dem Abonnieren im Hintergrund weiter geladen hat – hier lässt sich per Hand gut aufräumen. Auch App-Downloads können unnötig Platz verschwenden. Die Frage ist: Benötigen Sie eine dauerhafte Sicherung aller geladenen Apps, oder genügt eine Auswahl beziehungsweise die Verfügbarkeit direkt am iOS-Gerät? In iTunes können Sie unter dem Menüpunkt „Apps“ über den Reiter „Liste“ die gespeicherten App-Downloads der Größe nach sortieren und so gezielt aussieben.

Weiterer Speicherplatz lässt sich durch eine Komprimierung der Virtuellen Machine gewinnen, falls man nur selten unter anderen Systemen arbeitet.
Vergrößern Weiterer Speicherplatz lässt sich durch eine Komprimierung der Virtuellen Machine gewinnen, falls man nur selten unter anderen Systemen arbeitet.

Schließlich lohnt noch ein Blick in das Einstellungsmenü von iTunes, genauer gesagt in den Reiter „Geräte“. Denn hier legt iTunes die lokalen Backups aller mit dem Mac synchronisierten iOS-Geräte ab – auch hier können Sie nicht mehr benötigte Sicherungen manuell löschen.

Tipp: Als Alternative zum rigiden Ausmisten können Sie übrigens auch sämtliche Mediatheken auf ein externes Speichermedium auslagern, beispielsweise eine externe Festplatte oder eine SD-Erweiterung wie die Storedge-Karte von PNY – beim nächsten Programmstart von iPhoto oder iTunes halten Sie einfach die Wahltaste gedrückt und wählen nun im Dialogfenster den neuen Ort der Mediathek aus. Mit iTunes Match bietet Apple darüber hinaus eine mit allen iOS-Geräten und Macs kompatible Cloud-Lösung für das Streaming von Musik oder bei iTunes gekauften Filmen und Serien an – und das für lediglich 25 Euro im Jahr.

Seit Apple das Backup automatisiert hat, gehört es zur absoluten User-Pflicht: Sicherungen des Systems via Time Machine.
Vergrößern Seit Apple das Backup automatisiert hat, gehört es zur absoluten User-Pflicht: Sicherungen des Systems via Time Machine.

Sonstige „Speicherfresser“

Auch Mail kann sich zu einem wahren Speicherfresser entwickeln. Nicht, weil sich die E-Mails stapeln, sondern deren Anhänge. Öffnen Sie nämlich Anhänge direkt aus der E-Mail heraus, werden diese Anhänge in der Benutzer-Library abgelegt – dort kann unbemerkt ein wahrer Berg von Anhängen wachsen. Um den Ordner zu öffnen, sucht man über Spotlight nach „Mail Downloads“. Unter den Treffern sollte der Ordner „Mail Downloads Data“ auftauchen. Alternativ führt der Weg ebenfalls über den Finder und seine Menüzeile „Gehe zum Ordner …“ zum Ziel: Tippt man „~/Library/Containers/com.apple.mail/Data/Library/Mail Downloads“ ein, öffnet der Finder den Ordner in dem die Anhänge gespeichert sind und an dem nun manuell gründlich aufgeräumt werden kann.

Schließlich lohnt es durchaus, den Rechner nach liegen gebliebenen Installations-Images (DMG-Dateien) zu sichten. Öffnen Sie dafür im Finder ein neues Such-Fenster mit „Befehl-F“. Oben sollte bereits „Diesen Mac“ als Ort der Suche, sowie „Art“ als erste Ebene der Suchparameter selektiert sein. Nun klicken Sie auf das Feld „Ist“ rechts neben „Art“ und wählen im Aufklappmenü „Andere“. Tippen Sie im Anschluss im Textfeld „Image“ ein und löschen nach Bedarf die gefundenen Image-Dateien.

Wer zusätzlich zur Time-Machine-Sicherung für Notfälle auch eine bootfähige Kopie seines Systems braucht, sollte sich den Carbon Copy Cloner ansehen. Das Tool ist ideal für diese Aufgabe.
Vergrößern Wer zusätzlich zur Time-Machine-Sicherung für Notfälle auch eine bootfähige Kopie seines Systems braucht, sollte sich den Carbon Copy Cloner ansehen. Das Tool ist ideal für diese Aufgabe.

Schritt 3: Backup ziehen

Dass bei einem Betriebssys­tem-Upgrade eine Sicherung des Systems unerlässlich ist, dürfte klar sein. Deswegen zeigen wir, welche Sicherungsstrategien beim Umstieg auf OS X Yosemite Sinn ergeben.

Backup mit Mavericks und älteren Systemen

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Bevor Sie auf OS X 10.10 Yosemite umsteigen, sollten Sie Ihr aktuelles System sichern. Wie das unter Mac-OS X 10.6 bis OS X 10.9 geht, erklären unsere Time-Machine-Ratgeber im Detail.

Regelmäßig System-Backups via Time Machine anzufertigen, sollte zu Ihren festen Workflows gehören. Wenn nicht, stellt der Umstieg auf eine neue Version von OS X einen guten Startpunkt dar – vor allem, weil Time Machine, das fester Bestandteil von OS X ist, es dem Nutzer denkbar einfach macht. Im Prinzip genügt es, eine ausreichend dimensionierte externe Festplatte (idealer Weise etwa doppelt so groß, wie das Startvolume) an Ihren Mac anzuschließen. Haben Sie noch kein Backup-Volume definiert, wird Time Machine ganz von selbst fragen, ob es die angeschlossene Festplatte für Sicherungen verwenden darf.

Selbst ein interner Datenträger lässt sich durch einige Klicks mit einer zusätzlichen Partition ausstatten. Auch hier hilft das Festplatten-Dienstprogramm.
Vergrößern Selbst ein interner Datenträger lässt sich durch einige Klicks mit einer zusätzlichen Partition ausstatten. Auch hier hilft das Festplatten-Dienstprogramm.

Wer will, kann Apples Backup-Tool übrigens über die „Systemeinstellungen > Time Machine“ konfigurieren: Wählen Sie dafür rechts über der Schaltfläche „Volume auswählen …“ Ihr Backup-Volume aus und starten Sie die automatischen Sicherungen, indem Sie den Schalter links umlegen. Der große Vorteil von Backups via Time Machine: Einmal angestoßen, müssen Sie nichts mehr tun – OS X übernimmt die Sicherungen vollautomatisch. Die Technologie hinter Apples Backup-Tool hat allerdings zur Folge, dass ältere Sicherungen sukzessive durch neuere Sicherungen ersetzt werden. Zudem sind Time-Machine-Backups nicht bootfähig. Um dieses Problem zu umgehen und eine bootfähige Kopie des Systems zu generieren, haben Sie zwei Möglichkeiten.

Systemklone sparen Zeit

Mit dem Festplatten-Dienstprogramm lassen sich mit wenigen Klicks startfähige Systemklone anlegen. Starten Sie das Festplatten-Dienstprogramm unter „Programme > Dienstprogramme“. Wählen Sie in der Liste links das Startvolume Ihres Mac aus und klicken Sie anschließend auf den Reiter „Wiederherstellen“. Ziehen Sie nun das Icon Ihres Startvolumes in das Feld „Quelle“ und das Zielvolume – beispielsweise eine externe Festplatte – in das Feld „Ziel“. Ein Klick auf „Wiederherstellen“ startet den Klonvorgang. Alternativ lässt sich das Startvolume auch mit dem Tool Carbon Copy Cloner klonen. Der Vorteil dieser App ist, dass sich damit die Bestandteile des Klons gezielt auswählen lassen und so die Größe der Sicherungen variabel ist. Ebenfalls enorm praktisch: Hat man bereits eine Kopie eines Volumes zur Hand, lässt es sich bei Bedarf aktualisieren – das geht wesentlich schneller, als für jede Sicherung das komplette Volume zu klonen.

Schritt 4: Installation prüfen

Nun folgt die entscheidende Frage: Welches Setup wählen Sie für Ihren Mac? Single-Boot oder Dual-Boot? Beide Varianten haben Vor- und Nachteile

Nach dem Release von OS X Mavericks waren die Leserzuschriften zu Mavericks vor allem von einer Frage bestimmt: Wie komme ich unfallfrei wieder zurück zu Mountain Lion? Um solchem Ärger beim Start von OS X Yosemite vorzubeugen, lässt sich das neue OS X auch im Rahmen einer Dual-Boot-Installation betreiben. Dabei wird neben dem bisherigen System Yosemite als Zweitsystem auf eine zusätzliche Partition installiert. Der größte Vorteil dieser Herangehensweise ist, dass Sie OS X Yosemite produktiv testen können, ohne dabei durch eine Upgrade-Installation über OS X Mavericks (oder einen seiner Vorgänger) Ihr Ausgangssystem zu verlieren. Nachteil: Sie benötigen eine ausreichend große interne Festplatte, um mit zwei Systemen parallel arbeiten zu können – alternativ lässt sich Yosemite aber auch auf einen externen Speicher packen, beispielsweise eine schnelle Thunderbolt-Festplatte.

Während Sie für die Installation auf einer externen Festplatte lediglich ein ausreichend dimensioniertes Speichermedium brauchen, müssen Sie Ihren internen Datenträger mit einer zusätzlichen Partition ausstatten. Wie unter Schritt 3 starten Sie das Festplatten-Dienstprogramm und wählen in der Leiste links Ihr Startvolume aus. Nun klicken Sie auf „Partition“ im Feld auf der rechten Seite des Dienstprogramms und klicken unten auf das kleine Pluszeichen. Eine zusätzliche Partition erscheint in der darüber liegenden Grafik. Nun können Sie über die Menüelemente rechts oben die genaue Größe der zweiten Boot-Partition festlegen (Yosemite benötigt rund 10 GB Speicher, für den produktiven Einsatz sollen Sie aber etwa 35 bis 40 GB einplanen), sowie einen Namen für das neue Volume vergeben. Ein Klick auf „Anwenden“ und die Bestätigung einer weiteren Sicherheitsabfrage mit „Partitionieren“ startet die Neuaufteilung der Festplatte.

Eine Reparatur der Zugriffsrechte vor der Installation von Yosemite ist schnell passiert und kann Problemen vorbeugen.
Vergrößern Eine Reparatur der Zugriffsrechte vor der Installation von Yosemite ist schnell passiert und kann Problemen vorbeugen.

Volles Risiko

Wollen Sie Yosemite dagegen über Ihre bestehende Installation von OS X installieren und es als einziges System auf Ihrem Mac nutzen, sollten Sie zuvor im Festplatten-Dienstprogramm die Zugriffsrechte Ihres Startvolumes überprüfen und gegebenenfalls reparieren. Markieren Sie dafür Ihr Startvolume und wählen rechts den Reiter „Erste Hilfe“. Nun klicken Sie auf „Zugriffsrechte des Volumes überprüfen“ und – falls die Überprüfung Probleme ergibt – „Zugriffsrechte des Volumes reparieren“. Nun ist Ihr Rechner für die Installation von OS X Yosemite vorbereitet, egal, ob Sie künftig nur Yosemite nutzen, oder im Dual-Boot-Modus mit einer älteren Version weitermachen wollen. Fehlt eigentlich nur noch, dass Apple OS X 10.10 endlich für alle freigibt. Aber das wird wohl noch ein paar Wochen dauern.

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