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Die besten Wallpaper für Mac, iPhone, iPad finden und nutzen

30.09.2016 | 10:21 Uhr |

Die von Apple vorinstallierten Wallpaper in macOS sind zwar sehr hübsch, entsprechen nicht den persönlich Vorlieben mancher Nutzer. Wir verraten, worauf man bei der Auswahl von Hintergrundbildern achten muss und wo man die besten Wallpaper findet.

Einen passenden Desktop-Hintergrund zu finden, ist manchmal gar nicht so leicht. Er soll schön aussehen, gleichzeitig nicht zu sehr ablenken und die Schreibtisch-Icons sollten am besten auch noch alle erkennbar sein. Ein besonders wichtiges Kriterium ist dabei die Auflösung der Bilder, damit der Hintergrund auch wirklich gestochen scharf aussieht. Besonders bei den Retina-Displays mit 4K- oder 5K-Auflösung fallen unscharfe Bilder sofort auf. Doch wie finde ich nun den optimalen Hintergrund für meinen Mac?

Das hängt ganz von dem Display des Mac sowie von der Auflösung der Hintergrundbilder ab. Vergleichen wir daher zunächst die Auflösung der verschieden Mac-Modelle.

MacBook Air 11,6“

1366 x 768 Pixel

MacBook Air 13,3“

1440 x 900 Pixel

MacBook Pro 13“

1280 x 800 Pixel

MacBook 12“    

2304 x 1440 Pixel

MacBook Pro 13“ (Retina)   

2560 x 1600 Pixel

MacBook Pro 15“ (Retina)

2880 x 1800 Pixel

iMac 21,5“    

1920 x 1080 Pixel

iMac 21,6“ (Retina 4K Display)

4096 x 2304 Pixel

iMac 27“ (Retina 5K Display)

5120 x 2880 Pixel

Die Auflösung des Wallpapers sollte niemals kleiner sein als die des Bildschirms. Andernfalls könnte es passieren, dass der Bildschirmhintergrund aufgrund einer zu geringen Auflösung unscharf oder verpixelt aussieht. Stellen Sie sich beispielsweise vor, Sie richten auf einem Retina-iMac 27'' ein Hintergrundbild mit einer Auflösung von 1280 x 800 Pixeln ein. Es sollte nicht verwundern, dass das Bild auf dem 5K-Gerät nicht besonders gut aussieht.

Wallpaper für Mac über Google-Bilder suchen

Wie in nahezu allen Lebensbereichen hilft auch beim Stöbern nach dem optimalen Desktop-Hintergrund der Freund und Helfer Google weiter. Man muss nur wissen, wonach und wie genau man suchen muss.

Im Gegensatz zu Internetseiten, die entsprechende Bilder zur Verfügung stellen, oder diversen Wallpaper-Apps, bietet Googles Bildersuche mehrere Vorteile: Wenn man bereits weiß, wonach man suchen möchte, kann man ganz leicht die passenden Hintergründe finden – ohne dafür eine zusätzliche (womöglich kostenpflichtige) App herunterladen zu müssen.

Rufen Sie dafür Google-Bilder auf und klicken Sie anschließend auf das Einstellungs-Symbol. Dieses finden Sie rechts neben der Suchleiste. Wählen Sie „Erweiterte Suche“ aus. Nun sind Sie im Menü der erweiterten Bildersuche gelandet. Über die Schlüsselwörter können Sie festlegen, welches Bildmotiv hinterher zu sehen sein soll, beispielsweise „Strand Wallpaper“ oder „Natur Wallpaper“. Zudem kann es nicht schaden, wenn Sie in die Suchleiste zusätzlich Begriffe wie „Wallpaper“, „Hintergrund“, „HD“, „4K“ oder „5K“ eingeben. Somit kann Google viel differenzierter das Netz nach Ihrem Wunschbild durchsuchen. Weitere und unterschiedliche Suchergebnisse kann man auch über englische Suchbegriffe erhalten.

Über die einstellbare Bildergröße lassen sich die Google-Ergebnisse weiter eingrenzen. Anfangs ist hier die Option auf „Alle Größen“ eingestellt. Klicken Sie auf dieses Feld, um die Größe individuell anzupassen. Dabei können Sie sich an folgender Tabelle orientieren:

Full HD

1920 x 1080 Pixel

Ultra HD

ab 3849 x 2160 Pixel

2K

2048 x 1152 Pixel

mit Kamera ab 7,43 MP

4K

4096 x 2304 Pixel

mit Kamera ab 14,87 MP

5K

5120 x 2880 Pixel  

mit Kamera ab 18,58 MP

6K

5760 x 3240 Pixel  

mit Kamera ab 22,3 MP

8K

7680 x 4320 Pixel

mit Kamera ab 29,73 MP

Da man über Googles Bildersuche leider nicht die verschiedenen Pixelangaben einstellen kann, muss man die Größe des Bildes über die Megapixel-Angaben einschränken. Google bietet alle möglichen Größen von bis zu 70 Megapixeln an. Wenn Sie also ein 5K-Bild für ein iMac-Modell mit 27“ Retina Display suchen, sollten Sie laut Liste ein Bild mit einer Größe ab 18,58 MP suchen. Da Google lediglich gerade Werte anzeigt, wählen Sie dementsprechend 20 MP in den Einstellungen aus.

Über die Einstellung „Bildformat“ können Sie darüber hinaus zum Beispiel zwischen „Alle Formate“, „Groß“, aber auch „Panorama“ auswählen.

Die Bilder-Sucheinstellungen bieten sehr viele Optionen.
Vergrößern Die Bilder-Sucheinstellungen bieten sehr viele Optionen.

Besonders interessant ist die Farben-Funktion. Hier kann man angeben, welche Farbe in einem Bild besonders häufig vorkommen soll. Suchen Sie beispielsweise nach einem Wald-Motiv, in dem überwiegend rote Blätter zu sehen sein sollen, können Sie die Farbe auf Rot setzen. Somit sucht Google nur nach Wald-Bildern, in denen die Farbe Rot häufig vorkommt.

Wenn Sie die Bilder nicht kommerziell nutzen möchten, brauchen Sie den Filter „Nutzungsrechte“ nicht weiter beachten. Sobald Sie mit der Nutzung von Bildern von fremden Urhebern Geld verdienen könnten, sollten Sie darauf achten, dass Sie die entsprechende Lizenz haben. Google kann bei der Suche nach derartigen Bilder behilflich sein. Wählen Sie lediglich über die „Nutzungsrechte“-Einstellungen aus, was Sie mit dem Medium vorhaben.

Nachdem Sie alle wichtigen Einstellungen Ihren Wünschen angepasst haben, klicken Sie auf „Erweiterte Suche“. Anschließend zeigt Google alle Bilder an, die auf die von Ihnen ausgewählten Kriterien angepasst sind.

Hintergrund-Bilder über Webseiten finden

Wenn diese Einstellungen für Sie zu kompliziert oder zu lästig sind, kann man alternativ immer noch auf Wallpaper zurückgreifen, die über entsprechende Webseiten angeboten werden. Um auf solche Seiten zu gelangen, reicht es meistens schon aus, wenn man bei Google nur nach dem Wort „Wallpaper“ sucht, wie beispielsweise wallpaperswide.com .

Auf den meisten Seiten kann man mehrere Tausend Bildschirmhintergründe finden, die in den unterschiedlichsten Kategorien zusammengefasst sind. Allerdings grenzen sich die Suchoptionen auf diese ein, eine differenzierte Suche nach einem bestimmten Bildmotiv ist meist nicht möglich.

Die wichtigste Funktion, die eine solche Webseite bieten sollte, ist die Einstellung der Auflösung der Bilder. Auch hier gilt: Je größer die Auflösung, desto besser sieht das Bild später auf dem Bildschirm aus.

Der einzige Nachteil bei solchen Webseiten könnte eine mögliche Pflicht-Registrierung darstellten. Bevor man keinen Account auf der Wallpaper-Seite errichtet hat, kann der Nutzer zwar eine Vorschau der Bilder einsehen, diese jedoch nicht herunterladen.

Die Systemeinstellung "Schreibtisch & Bildschirmschoner"
Vergrößern Die Systemeinstellung "Schreibtisch & Bildschirmschoner"

Schreibtischhintergrund und Bildschirmschoner einstellen

In den Systemeinstellungen von macOS Sierra (und früheren Versionen von OS X bis El Capitan) ist es gleich die zweite von oben links: "Schreibtisch & Bildschirmschoner". Apple liefert im Ordner "Hintergrundbilder" gleich eine Reihe hübscher Fotos mit OS X aus, bei jedem Betriebssystemupdate kommen neue hinzu. Zuletzt solche aus der Sierra Nevada in Kalifornien, dem Namenspatron des neuen Mac-Betriebssystems. Wer sich lieber auf die Arbeit als auf das Hintergrundfoto konzentrieren will, kann dort auch einen monochromatischen Hintergrund einstellen, auch nach eigenem Farbempfinden.

Aus der Einstellung heraus hat man auch Zugriff auf die eigenen in iPhoto und Fotos gepflegten Bilder, die Struktur der Alben und Ordner ist hier gespiegelt, auch den Ordner "Bilder" im eigenen Benutzeraccount sieht man hier.

Will man etwas Abwechslung auf dem Desktop, wählt am Besten ein ganzes Album aus, das können auch dynamische wie die "Favoriten" von Fotos sein. Dann empfiehlt es sich den Haken bei "Bild ändern" zu setzen und die Inhalte der Sammlung sich entweder linear oder in zufälliger Reihenfolge anzeigen zu lassen, das Wechselintervall lässt sich von "Alle 5 Sekunden" bis "täglich" in mehreren Stufen einstellen. Aber Vorsicht: Reizen Sie Ihren Mac ohnehin schon bis zum letzten Aus, belastet dieser Wechsel die CPU und bei mobilen Rechnern den Akku noch mehr. Dann lieber ein Lieblingsbild auswählen und es dabei belassen.

Einen Bildschirmschoner braucht man längst nicht mehr, um das "Einbrennen" von Bildern auf (Röhren-)Monitoren zu verhindern. Nützlich ist er dennoch, vor allem an Rechnern, auf die Dritte zugreifen könnten. Denn der Bildschirmschoner erlässt sich optional nur nach Eingabe des Nutzerpasswortes beenden und ist somit eine der essentiellen Sicherheitsvorkehrungen für Arbeitspausen. Für den Schoner empfiehlt es sich, wechselnde Fotos auszuwählen, zum Beispiel die Favoriten oder ein vorher zusammengestelltes Album mit eigenen Bildern. Für die Präsentation bestehen die unterschiedlichsten Optionen, auch die kann man vom Zufall bestimmen lassen. Ebenso lässt sich auswählen, wie kurz die Arbeitspause sein darf, bevor der Screensaver anspringt, oder in welche Ecke man die Maus ziehen muss, dass er sofort aktiv wird.

Wallpaper-Apps fürs iPhone und iPad

Live Wallpapers bieten mehr als nur einen einfachen Hintergrund.
Vergrößern Live Wallpapers bieten mehr als nur einen einfachen Hintergrund.
© SquidMelon

Solche Apps gibt es für alle Plattformen und können langes Suchen nach dem passendem Bild im Netz vermeiden. Egal, ob für iPhone, iPad, Macbook oder iMac: für jedes Gerät gibt es diverse Wallpaper-Apps.

Ein Großteil der Apps, wie beispielsweise Wallpapers HD oder Wallpaper Wizard , müssen aus dem App Store kostenpflichtig erworben werden. (Manche Apps bieten auch eine kostenlose Probe-Version der App an, wie zum Beispiel Wallpapers HD Lite oder  Wallpaper Wizard Lite ). Im Gegenzug hat der Anwender uneingeschränkten Zugriff auf die Bilder und kann dutzende Motiv-Kategorien einsehen. Die Auflösung der Bilder lässt sich jedoch nur bei wenigen Apps individuell einstellen. Da die meisten Hintergrundbilder aber bereits ein HD-Format haben, sollte es selbst für Retina-Displays auf den Macbooks ausreichen.

Wallpaper der NASA

Von gewissen Orten wird man selbst gewiss nie ein Foto machen können. An einigen solcher Orte sind im Auftrag der US-Weltraumagentur NASA aber bereits Kameras gewesen. Faszinierende Bilder aus dem Weltraum kann man sich gratis von der Website NASA Images laden .

Wer auf seinem 4K- oder 5K-Monitor auf eine passende App zugreifen möchte, findet im App Store leider nur wenig hilfreiche Apps. Hier werden lediglich 11 Ergebnisse angezeigt, deren Umfang (der Produktbeschreibung nach zu urteilen) nicht überzeugen können und von denen lediglich nur eine einzige App kostenlos ist.

Andererseits können manche Wallpaper Apps auch viel mehr Funktionalität anbieten, als die „normalen“ Bilder, die man über Google Bilder finden kann. Wie wäre es beispielsweise mit einem Hintergrund, in dessen Bild eine Uhr- und Datumsanzeige integriert ist?

Live Wallpaper ist nur eine von vielen Apps, die solche Funktionen bietet. Für 0,99 Cent erhält man 28 verschiedene Themes, die neben dem Datum und der Uhrzeit auch das Wetter anzeigen können.

Erst kürzlich erschienen ist die App Wlppr , der es zwar an Vokalen fehlt, aber nicht an interessanten Bildern. Der Anbieter Konstantin Kiselyov verspricht "atemberaubende Bilder" aus dem All, von NASA-Satelliten fotografiert. Kostenlos im Lieferumfang sind 80 Bilder interessanter geologischer Formationen auf der Erde, unserer Heimat im Universum. Gegen einen Facebook-Post oder einen Tweet kann man sich weitere 53 Bilder aus der kosmischen Nachbarschaft freischalten, dem Mars. Weitere Sammlungen kosten 99 Cent, das bisher verfügbare Gesamtpaket 3,99 Euro. Jüngst hinzugekommen ist eine Sammlung von Winterbildern, die man ebenfalls gegen einen Tweet oder einen Facebook-Post bekommt. Winter is coming...

Wie bei allen Wallpaper-Apps ist auch in Wlppr Handarbeit angesagt: Die App zeigt Thumbnails der frei geschalteten Bilder an, will man eines als Hintergrund nutzen, muss man sie erst auf iPhone oder iPad herunterladen. Wlppr zeigt nur eine Vorschau der Bilder an, wie sie als Hintergrundbild auf Home- und Lockscreen wirken. Als solches muss man sie aber aus der Fotos-App, in der sie nach dem Download landen, konfigurieren. Dazu tippt man auf die Schaltfläche "Teilen" und hat nun die Option, das Bild für einen oder beide Bildschirme zu nutzen. Hat man die iCloud-Mediathek aktiviert, landen die Hintergründe auch gleich in der Fotos-App für den Mac und kann sie darüber als Hintergrund für den Schreibtisch und den Bildschirmschoner konfigurieren (siehe Kasten). Da die Bilder aber im Hochformat für iPhone und iPad angelegt sind, geht auf dem Mac doch einiges von ihrer Wirkung verloren – auf hochauflösenden Bildschirme wirken sie sehr verpixelt.

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