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Literaturverzeichnis mit Word gestalten

28.03.2012 | 10:38 Uhr |

Text in Word schreiben, ein paar Bilder dazu - fertig ist die Abschlussarbeit. Doch so einfach ist es nicht: Meist gilt es penible Vorgaben einzuhalten und nicht immer ist Word das passende Werkzeug dafür

Auf mehreren Seiten beschreiben die Prüfungskommission und die betreuende Person, wie Zitate kenntlich zu machen sind. Fußnoten, Name des Autors beziehungsweise der Zeitschrift, alles muss an bestimmten Stellen stehen. Manches davon darf nur einmal auf einer Seite zu finden sein, anderes gehört an das Ende jedes Zitats. Word 2008/2011 ist dafür nur bedingt geeignet.

Beschränkte Zitat-Funktionalität in Word

Word 2008/2011 kommt mit einer Toolbox "Zitate" (im Menü "Ansicht") und passend dazu einem Dokumentelement "Literaturverzeichnis". Im Fenster für die Zitate arbeitet man mit einer kleinen Datenbank; neue Einträge fügt man in der Toolbox mit einem Klick auf den Knopf "+" hinzu. Ein Doppelklick auf einen Eintrag fügt die Kurzform des Zitathinweises in den Text ein. Das vollständige Literaturverzeichnis bringt man mit "Einfügen > Dokumentelemente > Literaturverzeichnis" in das Dokument; am besten nachdem man dafür zuvor mit "Einfügen > Umbruch > Seitenumbruch" eine neue Seite eingerichtet hat.

Die Nachteile dieses eingebauten Mechanismus werden schnell sichtbar. Für die Kurzform eines Hinweises gibt es vier Varianten - entsprechend den Anforderungen nordamerikanischer Hochschulen. Sie steht immer in runden Klammern und nennt Autorennamen und meistens Jahreszahl. Die hierzulande relativ übliche Kennzeichnung mit Fußnote und vollständigem Verweis inklusive Seitenzahl lässt sich mit Word nicht machen. Außerdem fehlt in der Literaturdatenbank von Word ein Feld für Untertitel. Mit der automatischen Funktion steht im Literaturverzeichnis nur der Titel eines Buches oder Artikels.

Empfehlung: Zitat-Managementprogramm Zotero

Wesentlich bessere Erfahrung machen wir mit Zotero , einem Open-Source-Projekt, das von mehreren nordamerikanischen Stiftungen getragen wird. Zotero ist eine Erweiterung für Browser wie Firefox und Safari sowie eine Datenbank und Skriptbefehle für Word und Open Office. Hier im Test verwenden wir Zotero 3 ("Standalone") mit Safari sowie die Alternative für Firefox. Empfehlenswert ist dabei derzeit nur Firefox; die Erweiterung für Safari funktioniert im Test bei den meisten Internet-Seiten nicht. Außerdem gilt für Safari: Zuerst muss die Datenbank gestartet werden (Zotero Standalone) und erst dann der Browser, andernfalls meldet Safari: "Zotero offline".

Die Datenbank mit den Informationen über Zitatquellen kann man lokal speichern, das heißt: auf dem eigenen Mac oder auf den Internet-Seiten von Zotero (100 MB Datenbank frei; Server: Amazon S3, USA). Letzteres hat den Vorteil, dass man mit Zotero von allen Rechnern auf die Literaturdatenbank zugreifen kann. Wer viel Speicherplatz braucht, muss diese Synchronisation aber bezahlen.

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