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Yosemites Dienstprogramme in der Übersicht

13.11.2014 | 09:23 Uhr |

Neben den Programmen bringt Yosemite diverse Tools und Utilities mit. Sie sind im Ordner Dienstprogramme zu finden und unterstützen Benutzer sowohl bei der Konfiguration des Systems als auch bei der Fehlersuche.

Völlig zu Unrecht findet der Ordner Dienstprogramme im Programmordner bei den wenigsten Benutzern Beachtung. Hier hat Apple auch bei OS X 10.10 Software untergebracht, die man Utilities oder Tools nennt, optisch überarbeitet im Yosemite-Look.

Airport-Dienstprogramm

Das Airport-Dienstprogramm bietet einfache Konfiguration von Apples WLAN -Basen und die Verwaltung der Netzwerk-Clients.
Vergrößern Das Airport-Dienstprogramm bietet einfache Konfiguration von Apples WLAN -Basen und die Verwaltung der Netzwerk-Clients.

Das Airport-Dienstprogramm ist schon lange Bestandteil von OS X, es kümmert sich um die Konfiguration und Verwaltung von Apples WLAN-Basen, nicht aber um die Konfiguration von Fremdroutern. Mit seiner Hilfe ist eine Basis schnell eingerichtet, der Zugang für Macs und iOS-Geräte über Ethernet oder WLAN geregelt. Seit OS X Mavericks schon entspricht die Optik des Programms der der gleichnamigen App unter iOS. Weiterhin lassen sich keine DNS-Dienste wie DynDNS nutzen, Feineinstellungen wie bei anderen Routern sucht man ebenfalls vergebens. Für die meisten Benutzer bietet Airport-Dienstprogramm aber alle benötigten Funktionen und ist kinderleicht zu bedienen.

Aktivitätsanzeige

Aktivitätsanzeige zeigt übersichtlich, was auf dem Mac gerade passiert, von Programmlisten bis hin zur CPU-, Speicher- und Netzwerkauslastung.
Vergrößern Aktivitätsanzeige zeigt übersichtlich, was auf dem Mac gerade passiert, von Programmlisten bis hin zur CPU-, Speicher- und Netzwerkauslastung.

Wer schon immer wissen wollte, was der Mac gerade so treibt und welche Ressourcen er benötigt, der öffnet das Programm Aktivitätsanzeige. Die App analysiert beispielsweise die Auslastung von Prozessor, Arbeitsspeicher, Festplatte oder Netzwerk. Die Anzeige erfolgt nicht nur in Textform, sondern auch grafisch. Die ermittelten Werte können Sie sich teilweise sogar im Docksymbol des Programms oder als Balken am Bildschirmrand anzeigen lassen, um die entsprechenden Werte bei Problemen im Auge zu behalten. Unter Yosemite wurde die Optik weiter angepasst – Stichwort Flatdesign.

Das Utility listet sämtliche Prozesse, wobei Sie die Auswahl auch nur auf die eigenen, auf Systemprozesse oder Prozesse mit Fenstern beschränken können. Die Liste zeigt unter anderem, wie stark sie Arbeitsspeicher und Prozessoren beanspruchen. Dadurch lassen sich leicht Prozesse entlarven, die im Hintergrund die Ressourcen des Macs stark belegen. Ausgewählt lässt sich etwa auch anzeigen, welche Programme im 64-Bit-Modus laufen oder Gatekeeper nutzen.

Audio Midi Setup

Audio Midi Setup unterstützt schon seit Mavericks auch Airplay-Geräte wie etwa das Apple TV.
Vergrößern Audio Midi Setup unterstützt schon seit Mavericks auch Airplay-Geräte wie etwa das Apple TV.

Die Aufgabe des Utilitys Audio Midi Setup besteht in der Konfiguration angeschlossener Audioein- und -ausgabegeräte. Dazu gehört das Steuern von MIDI-fähigen Geräten oder Musikinstrumenten, die sich zudem kombinieren lassen. Seit OS X 10.9 unterstützt das Programm bereits die Steuerung per Airplay angeschlossener Apple TVs.

Bildschirmfoto

OS X besitzt zwar eine Screenshot-Funktion, doch Bildschirmfoto bietet zusätzlich noch einen Selbstauslöser mit zehn Sekunden Verzögerung. Außerdem können Sie in den Einstellungen verschiedene Mauszeiger wählen, die dann im Bild eingeblendet werden.

Bluetooth Datenaustausch

Mit Bluetooth Datenaustausch können Sie die Verzeichnisse vieler Bluetooth-fähiger Telefone, PDAs et cetera durchstöbern und Dateien in beide Richtungen übertragen. So kopieren Sie schnell ein Bild vom Fotohandy auf den Mac oder umgekehrt und eine MP3-Datei aufs Telefon, um sie als Klingelton zu nutzen.

Boot Camp Assistent

Boot Camp Assistent hilft bei der Partitionierung der Festplatte des Macs, um in der Folge Windows zu installieren. Der Mac startet dann wahlweise als vollwertiger Windows-PC oder unter OS X.
Vergrößern Boot Camp Assistent hilft bei der Partitionierung der Festplatte des Macs, um in der Folge Windows zu installieren. Der Mac startet dann wahlweise als vollwertiger Windows-PC oder unter OS X.

Dieser Assistent ist Ihnen dabei behilflich, die Festplatte des Macs zu partitionieren, um darauf Windows zu installieren. Dafür verkleinert er die ursprüngliche Partition, ohne Daten zu löschen. Das klappt natürlich nur, wenn die Platte nicht zu voll ist, weshalb man dies am besten gleich nach der Yosemite-Installation macht. Mit einem Schieber legen Sie fest, in welchem Verhältnis sich Yosemite und Windows den Speicherplatz teilen sollen. Unterstützt werden die 64-Bit-Version von Windows 7 Home Premium, Windows 7 Professional, Windows 7 Ultimate, Windows 8/8.1 oder Windows 8/8.1 Pro.

Colorsync-Dienstprogramm

Das Colorsync-Tool hilft bei der Verwaltung von Farbprofilen und deren Zuordnung zu Geräten. Eine Funktion zum Umrechnen von Farbwerten zwischen verschiedenen Farbräumen und Profilen ist ebenfalls vorhanden. Sie können die Profile auch bearbeiten. Außerdem unterstützt das Tool Filter, über die sich zum Beispiel die Auflösung oder die Kompression von Bildern anpassen lässt. Zu guter Letzt bietet das Programm eine Option zur Reparatur von Profilen.

Digitalcolor-Meter

Mit diesem Dienstprogramm können Sie die Farbwerte kleiner Bereiche bis hin zu einzelnen Pixeln des Bildschirminhalts bestimmen. So lassen sich Farben von anderen Dokumenten übernehmen beziehungsweise einzelne Elemente eines Layouts aufeinander abstimmen. Die App kann Farbwerte in diversen RGB-Farbräumen anzeigen, dazu im LAB-Modus.

Festplatten-Dienstprogramm

Festplatten-Dienstprogramm partitioniert Laufwerke und bietet eine gute Erste-Hilfe-Funktion bei Problemen mit der Platte.
Vergrößern Festplatten-Dienstprogramm partitioniert Laufwerke und bietet eine gute Erste-Hilfe-Funktion bei Problemen mit der Platte.

Das Plattentool ist für alles zuständig, was mit Festplatten und diversen anderen Speichermedien zu tun hat. Die Laufwerke lassen sich partitionieren und für die Nutzung am Mac vorbereiten. Sie können einzelne Volumes löschen oder in der Größe ändern, ohne sie zu löschen. Außerdem kann das Programm Volumestrukturen und Zugriffsrechte prüfen und reparieren. Es ist in der Lage, Volumes auf anderen Platten oder in Image-Dateien zu sichern und davon wiederherzustellen. In den Raid-Einstellungen lassen sich Arrays der Level 0 und 1 einrichten oder mehrere Platten zu einem Volume zusammenfassen. Gespiegelte Arrays unterstützen Ersatzfestplatten sowie das automatische Wiederherstellen nach einem Ausfall. Weitere nützliche Funktionen sind das sichere Löschen des freien Speicherplatzes oder eines ganzen Volumes, um das Wiederherstellen gelöschter Dateien zu verhindern. Darüber hinaus hat Apple diverse Funktionen zur Erzeugung, Konvertierung und Verschlüsselung von Disk-Images in dieses Tool integriert. Natürlich lässt sich das Programm außerdem zur Formatierung der beliebten USB-Speichersticks oder von Speicherkarten für Digitalkameras einsetzen.

Grapher

Die App Grapher lässt sich als Funktionsplotter mit 3D-Unterstützung und als einfacher Formel-Editor nutzen.
Vergrößern Die App Grapher lässt sich als Funktionsplotter mit 3D-Unterstützung und als einfacher Formel-Editor nutzen.

Mit dem Programm Grapher können Sie zwei- und dreidimensionale Plots von Gleichungen erstellen. Die Graphen lassen sich nicht nur mit der Maus bewegen und skalieren, sondern auch rotieren. Neben der grafischen Darstellung lässt sich die nützliche kleine App auch für den Formelsatz nutzen.

Konsole

Das Programm Konsole bietet einen einfachen Zugriff auf die Protokolldateien des Systems und die zahlreichen anderen Logfiles, die Installer und Applikationen hinterlassen und die bei der Fehlersuche nützlich sind. Die gängigen Log-Ordner stehen in einer Liste am linken Fensterrand zur Verfügung.

Konsole kann dank umfangreicher Sortiermöglichkeiten Ordnung in das scheinbare Chaos der Systemmeldungen bringen und hilft dadurch beim Aufspüren von Fehlern.
Vergrößern Konsole kann dank umfangreicher Sortiermöglichkeiten Ordnung in das scheinbare Chaos der Systemmeldungen bringen und hilft dadurch beim Aufspüren von Fehlern.

Über das Darstellungsmenü lässt sich der Prozessname, der hier als „Absender“ bezeichnet wird, hervorheben und mit Symbolen versehen. Links unten kann man eine Liste der Prozesse aufklappen, in der man sehen kann, welcher Prozess am meisten zu melden hat, und in der sich einzelne Prozesse gezielt auswählen lassen. Wer will, kann die Meldungen bestimmter Prozesse ähnlich wie Spam-Mails ignorieren oder auch per Knopf in der Symbolleiste direkt die Aktivitätsanzeige und das Terminal öffnen. Seit Mountain Lion unterstützt Konsole den Vollbildmodus, was angesichts der Fülle an Informationen durchaus praktisch sein kann. Konsole setzt einiges an Kenntnis zum Thema Unix und Prozesse voraus, es ist kein Tool für jedermann.

Migrationsassistent

Migrationsassistent hilft bei der Neueinrichtung eines Macs oder beim Clean Install. Das Programm erleichtert den „Umzug“ auf ein neues System. Es kann nach der Installation Daten der zuvor benutzten OS-X-Installation von einem anderen Volume, einem Rechner – im Target-Modus als externe Platte oder per Netzwerk – oder aus einem Time-Machine-Backup kopieren. Dazu zählen die dort angelegten Benutzer, deren Daten und Einstellungen, Programme und die Bibliotheken. Befinden sich auf dem alten Rechner zusätzliche Volumes außer der Startplatte, lässt sich deren Inhalt auf Wunsch in Ordner auf dem neuen Startlaufwerk kopieren.

Script Editor

Applescript Editor heißt unter Yosemite Script Editor und unterstützt iCloud Drive.
Vergrößern Applescript Editor heißt unter Yosemite Script Editor und unterstützt iCloud Drive.

Mit diesem Tool können Sie eigene Applescript-Programme erstellen, bis Mavericks hieß es Applescript-Editor. Wer nicht selbst programmieren will, kann auch die Aufnahmefunktion des Editors nutzen. Sie zeichnet die Vorgänge auf dem Schreibtisch auf und speichert sie als Befehlskette. Über das so entstandene Skript, das sich auch als ausführbares Programm speichern lässt, können Sie die Befehlssequenz dann jederzeit erneut abrufen. Ob sich die Kommandos wirklich lückenlos aufnehmen lassen, hängt allerdings davon ab, wie gut die hierbei genutzten Programme Applescript unterstützen. Zumindest erhält man in der Regel ein brauchbares Programmgerüst, das man im Applescript-Editor vervollständigen kann. Seit Mavericks unterstützt auch Applescript-Editor iCloud, mit Yosemite finden Sie die Skripts dann auch in iCloud Drive. Im Internet gibt es zahlreiche Anbieter für fertige Applescript-Lösungen, zum großen Teil kostenlos.

Darauf müssen Sie bei der Installation von Yosemite achten

Schlüsselbundverwaltung

Die Schlüsselbundverwaltung speichert Passwörter und Sicherheitszertifikate für File- und Mailserver, bestimmte Programme, verschlüsselte Disk-Images und andere gesicherte Zugänge. Hat man die betreffenden Daten einmal eingegeben und dabei die Sicherung im Schlüsselbund gestattet, braucht man sie zukünftig nicht wieder von Hand einzutippen. Schlüsselbundverwaltung beherbergt Ihre sensibelsten Daten.

Beim Vorläufer von iCloud, Apples glücklosem Mobile Me, ließ sich die Schlüsselbunddatei im Cloud-Dienst speichern. Mit der Einführung von iCloud fiel die Option weg. Seit Mavericks taucht die Möglichkeit – um diverse Funktionen erweitert – mit iCloud-Schlüsselbund wieder auf.

Man konnte den Schlüsselbund schon immer zur Sicherung eigener wichtiger Daten benutzen. Hier hat Apple deutlich nachgebessert. Über iCloud-Schlüsselbund können Sie auch Zugänge zu Foren, Bankdaten, Kreditkarteninformationen und Ähnliches speichern. OS X hilft bei der Auswahl eines sicheren Passworts und sorgt dafür, dass die Zugangsdaten zur Verfügung stehen, wenn Sie diese benötigen – etwa beim Bezahlen im Online-Shop. Die Datei wird auf Wunsch am Mac lokal verschlüsselt und in iCloud gespeichert. Synchronisiert steht sie dann auf Ihren Macs und iOS-Geräten zur Verfügung.

Systeminformationen

Die Systeminformationen bieten auf der Startseite einen guten Überblick, dazu detaillierte Informationen.
Vergrößern Die Systeminformationen bieten auf der Startseite einen guten Überblick, dazu detaillierte Informationen.

Die Systeminformationen werden automatisch aufgerufen, wenn man unter dem Apfel „Über diesen Mac“ und dann „Systembericht“ anwählt. Der Startbildschirm der Systeminformation zeigt, unterstützt durch nette Grafiken, die wichtigsten Informationen über den Mac, wobei man über Reiter am oberen Rand zwischen schneller Übersicht sowie Infos über Monitore (und Grafikkarten), die Plattenbelegung oder Speicherbestückung sowie Support und Service.

Klickt man unten im Fenster auf „Systembericht“ oder benutzt den gleichnamigen Befehl im Ablagemenü, erscheint ein Fenster mit einer Liste, die sehr detaillierte Informationen über installierte Hardware, Netzwerk und Softwarekomponenten zeigt. Hier finden sich auch Informationen über sämtliche angeschlossenen Geräte wie Drucker, Festplatten und dergleichen.

Terminal

Mit Terminal können Sie nicht nur den Mac, sondern auch Rechner im Netzwerk steuern und bedienen.
Vergrößern Mit Terminal können Sie nicht nur den Mac, sondern auch Rechner im Netzwerk steuern und bedienen.

Anwender, die keine Berührungsängste mit einer Kommandozeile haben, können hiermit tief in den Unix-Unterbau von OS X eintauchen. Apple liefert angepasste Versionen einiger Unix-Befehle mit. So können cp, mv, tar und andere mit Dateien arbeitende Befehle mit Ressource-Zweigen auf HFS-Volumes umgehen. Ansonsten verhalten sie sich aber wie die gewöhnlichen Unix-Befehle.

Die App Terminal erlaubt mehrere parallele Sessions und Verbindungen über verschiedene Protokolle. Die Verbindung zu einem entfernten Rechner – das muss nicht unbedingt ein Mac sein – kann standardmäßig über SSH, Telnet oder (S)FTP erfolgen. Mit Tabs sparen Sie Platz auf dem Bildschirm, da sich so mehrere Sessions in einem Fenster unterhalten und schnell wechseln lassen. Hierbei helfen auch Vollbildmodus und die Möglichkeit, das Fenster einer Session zu teilen. Zeichensatz, Farben und vieles mehr lassen sich über die Einstellungen flexibel den eigenen Wünschen anpassen.

Voice-over-Dienstprogramm

Voice-over-Dienstprogramm erlaubt die Einstellung verschiedener Bedienungshilfen unter OS X Yosemite.
Vergrößern Voice-over-Dienstprogramm erlaubt die Einstellung verschiedener Bedienungshilfen unter OS X Yosemite.

Die Funktion von Apples Sprachausgabe Voice-over, die sich in der Systemeinstellung „Bedienungshilfen“ aktivieren lässt, kann mit dem zugehörigen Dienstprogramm an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden. Voice-over liest Texte vor, beschreibt die Bedienelemente von Fenstern und Menüs und vieles mehr. Als Ergänzung kann man ein Textfeld einblenden, in dem Voiceover zusätzlich zur Sprachausgabe noch eine Beschreibung in Textform ausgibt. Die Eigenschaften der Voice-over-Stimme sind ebenfalls einstellbar.

X11

Die X11-Bibliothek bildet die Grundlage für die meisten grafischen Oberflächen der Unix-Welt und ist Voraussetzung für die Nutzung entsprechender Software unter OS X. Der notwendige X11-Server gehört schon seit Mountain Lion nicht mehr zum Lieferumfang, sondern wird bei Bedarf nachgeladen. Beim ersten Start des Dienstprogramms erscheint ein entsprechender Hinweis mit Informationen zum System und dem benötigten Download. Über das Dienstprogramm X11 verwaltet man alle X11-Programme. Ferner übernimmt es die Simulation der Unix-üblichen Dreitastenmaus und deaktiviert optional bestimmte Tastaturbefehle, die in Konflikt mit den Unix-Applikationen geraten können. Die X11-Fenster lassen sich im Finder anzeigen, sie können allerdings auch auf einem separaten Desktop erscheinen.

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