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Bildbearbeitung am Mac in Fotos für OS X – Erweiterungen und Externe Editoren

22.07.2016 | 13:55 Uhr |

Apples Bildverwaltung Fotos für OS X lässt sich mit Hilfe von Erweiterungen mit zusätzlichen Funktionen ausstatten. Vor allem die zur Bildbearbeitung sind wichtig.

Apple hat Fotos für OS X (ab Version 1.1) mit einer Schnittstelle für Erweiterungen ausgestattet, sodass man dem Programm zusätzliche Funktionen hinzufügen kann. Dabei kann es sich um spezielle Anwendungen handeln, die nur eine Funktion bereitstellen, als auch um einzelne Optionen anderer Anwendungen, auf die man per Erweiterungen zugreift. Es gibt zudem die Möglichkeit, ein Bild an eine andere Anwendung zu übergeben, es dort zu bearbeiten und dann wieder in Fotos zu speichern. In allen Fällen kann man wieder zum Originalbild in Fotos zurückzukehren. Verwaltet werden die Erweiterungen in der gleichnamigen Systemeinstellung. Hat man eine Erweiterung beziehungsweise ein Programm installiert, das Funktionen für Fotos bereitstellt, müssen sie in der Systemeinstellung unter „Fotos“ markiert sein, damit sie in Fotos erscheinen.

Die installierten Erweiterungen und verfügbaren Optionen aus anderen Programmen aktiviert man in den Systemeinstellungen.
Vergrößern Die installierten Erweiterungen und verfügbaren Optionen aus anderen Programmen aktiviert man in den Systemeinstellungen.

Erweiterungen installieren

Erweiterungen für Fotos findet man einerseits im App Store. Leider gibt es dort keine Kategorie für sie, man muss darum danach suchen. Das beste Ergebnis bekommen wir mit den Suchbegriffen wie „Extensions for Photos“ und „Filter for Photos“. Viele Erweiterungen bietet beispielsweise der Entwickler Macphun, darunter Snapheal (Retuschieren), Noiseless (Störungen entfernen) und Tonality (Schwarz-Weiß-Umwandlung). Von DxO stammt die Erweiterung DxO Optics Pro for Photos . Andererseits gibt es Programme wie Pixelmator, die auch Erweiterungen für Fotos beinhalten. Die Optionen erscheinen automatisch in der Systemerweiterung „Erweiterungen“. So kann man in Fotos auf die Retuschierfuktion und die Verzerrungsfunktion von Pixelmator zugreifen. Graphic Converter stellt seinen Filter „Xe 8472“ in Fotos zur Verfügung.

Um Erweiterungen für Fotos im Mac App Store zu finden, muss man mit verschiedenen Suchbegriffen danach suchen.
Vergrößern Um Erweiterungen für Fotos im Mac App Store zu finden, muss man mit verschiedenen Suchbegriffen danach suchen.

In Fotos findet man die Zusatzoptionen im Bearbeiten-Modus unter „Erweiterungen“. Das Programm wechselt dann direkt zu den entsprechenden Werkzeugen, man bleibt also beim Bearbeiten in Fotos. Mit einem Klick auf „Änderungen sichern“ werden die Änderungen übernommen, mit „Zurück zum Original“ kommt man zum Originalbild zurück. Fotos speichert die bearbeiteten Bilder als JPEG, auch wenn das Original ein Bild im Format RAW war.

Die aktivierten Erweiterungen lassen sich im Bearbeiten-Modus von Fotos in der Werkzeugleiste auswählen.
Vergrößern Die aktivierten Erweiterungen lassen sich im Bearbeiten-Modus von Fotos in der Werkzeugleiste auswählen.

 Externer Editor

In iPhoto gab es die Option „In externem Editor bearbeiten“. In Fotos hat Apple diese Option gestrichen, es gibt aber hierfür die Erweiterungen „External Editors“ und „Open in”, die man ebenfalls im App Store findet. Wählt man sie in Fotos unter „Erweiterungen“ aus, werden alle verfügbaren Anwendungen aufgelistet, aus denen man die gewünschte auswählt. Dann wird das gewählte Programm gestartet und das Bild übergeben. Nachdem man das Bild bearbeitet hat, sichert man es, die Änderungen erscheinen dann in Fotos, wo man noch auf „Änderungen sichern“ klickt. Das funktioniert beispielsweise problemlos mit Photoshop Elements und Graphic Converter. Auch in diesem Fall kann man in Fotos zum Originalbild zurückkehren. Ein Problem zeigt sich dagegen bei Anwendungen wie Pixelmator, die grundsätzlich nicht das Original verändern, sondern immer eine Kopie speichern. Mit diesen Programmen klappt die Rückübertragung zu Fotos nicht. External Editors kann jedoch mit der Option „Replace Image From Disk“ das bearbeitete Bild in Fotos importieren, wenn man es zuvor in Pixelmator als Kopie beispielsweise auf den Schreibtisch gespeichert hat. Auch in diesem Fall besteht anschließend die Option, in Fotos zum Originalbild zurückzukehren. External Editors bietet außerdem die Möglichkeit, häufig verwendete Programme in einer Favoritenliste zu speichern, außerdem lässt sich ein Programm als Standardeditor festlegen. Zudem lassen sich Bilder als TIFF an das externe Programm übergeben, sinnvoll beispielsweise bei Aufnahmen im RAW-Format. Dann entstehen keine Qualitätsverluste durch die JPEG-Komprimierung.

Erweiterungen wie Snapheal öffnen sich im Fenster von Fotos, die Änderungen sichert man dann mit einem Mausklick.
Vergrößern Erweiterungen wie Snapheal öffnen sich im Fenster von Fotos, die Änderungen sichert man dann mit einem Mausklick.
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