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iCloud Light - synchronisieren ohne OS X Lion

30.01.2012 | 09:36 Uhr |

Das Angebot von iCloud klingt schön, in der Praxis aber wirkt der Online-Dienst seltsam halbfertig. Wir zeigen Highlights und Fallstricke für die Synchronisation mit älteren Rechnern ohne OS X Lion

Der Name iCloud steht bei Apple für einen Internet-Dienst, der Daten wie Fotos, Musik, Dokumente und Bücher auf mehreren Geräten synchron hält - immer vorausgesetzt, die Geräte haben Internet-Zugang.

Derzeit funktioniert iCloud aber außerhalb der USA nur stark eingeschränkt und an einigen Stellen steckt der Fehler im System: Fotos auf dem iPhone zum Beispiel lassen sich nicht nachträglich zu iCloud kopieren - zumindest nicht auf dem Telefon selbst. Das geht nur, wenn ein Mac (oder ein Windows-PC) an der Synchronisation mit "Fotostream" beteiligt ist. Dann genügt es, am Mac ein Bild in der Software iPhoto in das Album "Fotostream" zu ziehen.

Foto aus Fotostream löschen

Das Beispiel Fotostream zeigt gut, wie schwierig der Umgang mit Apples Online-Dienst in Details ist: Ein einzelnes Foto lässt sich nicht aus dem Fotostream löschen . Über die Internet-Seite www.icloud.com steht lediglich die Funktion "Zurücksetzen" zur Verfügung. Dazu muss man sich auf der Internet-Seite mit E-Mail-Adresse und Kennwort anmelden, dann rechts oben auf den Namen klicken und anschließend die Zeile "Erweitert" auswählen.

Setzt man den Fotostream zurück, bleiben bereits geladene Bilder auf dem Mac, Windows-PC und dem iPhone erhalten. Erst wenn man Fotostream auf dem jeweiligen Gerät ausschaltet, werden die Bilder endgültig entfernt. Auf dem Mac geschieht das in den Einstellungen von iPhoto; auf dem iPhone unter "Einstel-lungen > iCloud > Fotostream", unter Windows in der iCloud-Systemsteuerung.

Was in Deutschland nicht geht

Größte Schwachstelle von iCloud sind die fehlende Bildergalerie für die Bilder im "Fotostream" und die fehlenden Möglichkeiten zum Austausch von Dateien, die bisher bei Apples Dienst Mobile Me machbar waren - etwa die Weitergabe von großen Dateien über iDisk, wobei der Empfänger lediglich einen Download-Link erhält.

Seit Mitte Dezember bekommt man in Deutschland iTunes in the cloud und iTunes Match. Unter iTunes in the cloud versteht Apple, die Möglichkeit, ein Musikstück auf einem Mac und beispielsweise einem iPhone zu laden und dafür nur einmal zu bezahlen. Voraussetzung für diesen (kostenlosen) doppelten Download ist dabei nur, dass man sich auf beiden Geräten mit den selben Zugangsdaten im iTunes Store anmeldet.

iTunes Match ist dagegen eine Erweiterung von iTunes in the cloud (für 25 Euro pro Jahr), die sich aber nicht allein auf Musik bezieht, die man bei Apple ge-kauft hat. iTunes Match prüft den kompletten Musikbestand, der sich auf der Festplatte des Mac befindet. Ist ein (nicht bei Apple gekaufter) Song auch über den iTunes Online Store erhältlich, vermerkt Apple das in einer Liste und stellt diesen Song in iTunes auf dem Mac und auf allen iOS-Geräten zur Verfügung. Sprich: Man kann ein Musikstück, das man vor Jahren von CD auf den Mac kopiert hat, mit iTunes Match auf ein iPhone übertragen, ohne dass dafür eine Verbindung zum Mac notwendig ist. Solange der Vertrag mit iTunes Match läuft, darf man auf allen Geräten diese Musik laden - einziges Limit ist die Obergrenze von maximal 25.000 Musikstücken für eine iTunes-Bibliothek. Beendet man den Vertrag mit iTunes Match, bleiben alle Musikstücke erhalten, lediglich der erneute Down-load auf andere Geräte ist nicht mehr möglich.

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