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iCloud, iPad und Office verbinden

27.01.2014 | 08:28 Uhr |

Zwar lassen sich dank iCloud die iPad-Daten auch unter Windows bearbeiten, bequem und voll integriert funktioniert das erst, wenn Office 365 auf dem PC installiert ist

Die Zeit, als iTunes für die Synchronisation der wichtigsten Daten zwischen iOS-Geräten auf der einen, Mac und Windows-PC auf der anderen Seite zuständig war, neigt sich dem Ende zu. Bereits das Ur-iPhone ließ sich via iTunes über den Reiter „Info“ mit Programmen auf Mac und Windows-PC synchronisieren. Unter OS X lieferte und liefert Apple passende Apps mit dem Betriebssystem kostenlos aus. So lassen sich die E-Mail-Account-Daten zwischen Mail auf dem iPhone und dem gleichnamigen Programm am Mac ebenso synchron halten wie Daten aus Kontakte, Kalender und Erinnerungen sowie Notizen. Allerdings hat Apple mit iTunes 11.1.3 unter OS X den genannten Reiter „Info“ in iTunes gestrichen – Apple setzt hier komplett auf die Synchronisation über iCloud, lässt dem Benutzer keine Wahl. Vor der Einführung von iCloud mussten Windows-Nutzer die kostenpflichtige Microsoft- Software Outlook auf den PC laden, um die Synchronisation der oben genannten Daten zwischen iOS-Gerät und PC zu erledigen. Outlook ist weiterhin Voraussetzung, um die genannten Daten zwischen PC und iOS-Gerät zu synchronisieren. Mit iCloud haben PC-Benutzer nach der Installation der kostenlosen iCloud-Systemsteuerung 3.0 für Windows am PC über iCloud Zugriff auf alle wichtigen Daten der
iOS-Geräte, die mit iCloud synchronisiert sind (iPadWelt 06/2013, Seite 74). Unter Windows 8.1 finden sich eigene „Kacheln“ für den direkten Zugriff auf Adressen, iCloud-Mail, Notizen, Erinnerungen, Kalender, Kontakte und mehr. Werden sie angewählt, öffnet Windows den Webbrowser und verbindet sich mit dem entsprechenden iCloud-Dienst. Sie können die Daten nutzen, allerdings nicht lokal mit dem iPad automatisch synchronisieren.

iCloud löst iTunes ab

Um Daten aus iCloud – etwa Adressen aus Kontakte – in Programmen unter Windows nutzen zu können, bietet Apple zwar den Import (und Export) im vCard-Format, das ist aber nur für gelegentliche Benutzer praktikabel. Dabei müssen Sie etwa wissen, welche Adressen Sie beim iOS-Gerät oder PC geändert haben, um die Anpassung auf dem jeweils anderen Gerät vornehmen zu können. Weiterhin springt hier Outlook in die Bresche, das Programm ist Bestandteil von Office 365. Die als Abo (99 Euro pro Jahr) erhältliche Office-Suite ist für viele Anwender im Geschäftsumfeld weiter das Produkt der Wahl, da auch Word, Excel und Powerpoint im Lieferumfang enthalten sind.

Zugriff über iCloud in Windows 8

Ist unter Windows 8 oder 8.1 die iCloud-Systemsteuerung 3.0 installiert, stellt die „Kacheloberfläche“ Kontakte, Notizen, Mail und so weiter wie installierte Programme dar. Angeklickt öffnet der PC den Webbrowser, hier das zugehörige iCloud-Angebot. Das Webinterface bietet komfortable Bearbeitungsfunktionen, jedoch nur rudimentären Im- und Export der Daten aus den Apps. Ist Outlook auf dem PC installiert und dazu die iCloud-Systemsteuerung, erfolgt der Datenabgleich mit dem Programm komplett automatisiert.

Ist Office 365 beziehungsweise Outlook installiert, lässt sich über die Systemsteuerung iCloud festlegen, dass die Daten des E-Mail-Accounts, Kontakte, Kalender, Erinnerungen und Notizen automatisch zwischen iOS-Gerät und PC synchronisiert werden – über iCloud. Bei Redaktionsschluss dieser Ausgabe verfügte iTunes 11.1.3 für Windows noch über den Reiter „Info“. Damit lässt sich die Synchronisation unter Windows zwischen PC und iOS-Gerät auch weiter lokal erledigen, iCloud-Synchronisation optional eingeschlossen. Ob und wann Apple auch unter Windows die lokale Synchronisation der genannten Daten via iTunes unterbindet, bleibt Apples Geheimnis. Apple setzt wie bei anderen Diensten und Services rund um OS X und iOS komplett auf iCloud. Wenn Sie sich mit dem Gedanken anfreunden können – oder dürfen –, dass wichtige Daten auf Apples Servern liegen, ist Office 365 eine ideale Lösung für Windows-Nutzer. Apple wird hier auch in Zukunft keine Lösungen anbieten, die die Outlook-Funktionalität am PC ersetzen. Wer Office 365 nicht nutzen möchte, ist beim Datentausch oder der Nutzung weiter auf die iCloud-Systemsteuerung unter Windows angewiesen.

iCloud statt iTunes

Apples Cloud-Dienst mausert sich langsam zu einem (fast) unverzichtbaren Tool bei der Arbeit. Mittlerweile müssen Besitzer eines aktuellen iOS-Geräts keinen PC mehr nutzen. Über iCloud beziehen Sie iOS-Updates, Apps, Musik und mehr, der Dienst kümmert sich auch um die Backups. Eine der letzten Bastionen von iTunes fällt jetzt auch noch: Bislang konnten Benutzer beim Synchronisieren von Adressen, Terminen und so weiter mit dem Rechner auf iCloud verzichten. Unter dem Reiter „Infos“ fand sich die Option der lokalen Synchronisation. Unter OS X verschwindet sie mit iTunes 11.1.3, unter Windows ist der Schritt ebenfalls zu erwarten – Vorbehalte gegen Cloud-Dienste hin oder her.

Noch kein Office für das iPad

Während es für Nutzer von Office 365 für das iPhone bereits die kostenlose App Office Mobile für Office 365 gibt, lässt die iPad-Version auf sich warten. Wie die iPhone-Version soll sie bei Verfügbarkeit ebenfalls die Bearbeitung und das Erstellen von Office-Dateien bieten, dazu Zugriff auf die Dokumente des Benutzers – über Microsofts eigene Cloud-Dienste. iPad-Nutzer können sich bis zur Verfügbarkeit der iPad-Version behelfen: Die kostenlose App Skydrive bietet Zugang zu Microsofts Cloud-Dienst mit den Dokumenten, eine Skydrive-Webapp erlaubt deren Bearbeitung.

Office 365

Wie andere Software-Anbieter ist auch Microsoft dazu übergegangen, seine Programme im Abo anzubieten, etwa Office 365, den Nachfolger der Standard-Officelösung für PCs. Für 99 Euro pro Jahr lässt sich Office 365 auf fünf Windows-PCs und Macs im Haushalt installieren und nutzen. Wer die Office-Suite von Microsoft für Ausbildung oder Beruf einsetzt, profitiert auch bei der Nutzung von iCloud. Bestandteil von Office 365 ist Outlook. Wie schon in den Anfangszeiten von iOS bei der Synchronisation von iOS-Gerät und Windows-PC übernimmt Outlook auch für iCloud die Maildaten, dazu Kontakte, Kalenderereignisse, Erinnerungen und Notizen.

1) Office 365 nutzen

Auch Microsoft bietet die Software nicht mehr als Box an, sondern per Download. Sie erwerben quasi nur eine Karte mit Seriennummer. Zum Download müssen Sie sich bei Ihrem Microsoft Account anmelden oder kostenlos einen anlegen. Nach der Eingabe der Seriennummer wählen Sie die Version für den Rechner (Windows oder OS X).

Office 365 dürfen Sie auf fünf Rechnern nutzen, dazu die App auf fünf mobilen Geräten. Um die Synchronisation der iOS-Geräte via iCloud mit dem jetzt installierten Outlook nutzen zu können, ist die Systemsteuerung iCloud zu starten. In der Systemsteuerung aktivieren Sie den nun neuen Punkt „Mail, Kontakte, Kalender und Aufgaben mit Outlook“.

2) Keine Office-App fürs iPad

Benutzern mit iPhone bietet Microsoft eine kostenlose Office-App. Sie ermöglicht Zugriff auf alle Dokumente im Microsoft-Cloud-Dienst Skydrive, das Erzeugen von Tabellenkalkulationen, Präsentationen oder Word-Dateien sowie das Bearbeiten bestehender. Mit Office 365 steht Speicherplatz bei Microsofts Cloud-Dienst Skydrive bereit, zum Datentausch mit dem Rechner gibt es kostenlose Skydrive-Clients für Windows und OS X.

iPad-Benutzer müssen sich bis zur Vorstellung der App gedulden. Bis dahin nutzen Sie einen Umweg über die Version 4 der iPad-App Skydrive. Wie schon vor Version 4 stellt sie Ihre Office-Dokumente dar, neu ist die Bearbeitungsfunktion. Wählen Sie eine Office-Datei aus und tippen das Bearbeitungs-Icon, wird die Datei in einer Web-App auf dem Skydrive-Portal in Safari zur Bearbeitung geöffnet. Nach der Bearbeitung lässt sie sich wieder speichern.

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