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Von Matthias Zehden - 23.08.2012, 12:31

iCloud

iCloud und Apps vor dem Umstieg auf iOS 6 aufräumen

©Apple

Wer sein iPhone nie mit dem Rechner verbindet, kann mithilfe von iCloud wichtige Daten sichern und sich auf den Umstieg vorbereiten.
Seit iOS 5 lässt sich das iPhone völlig unabhängig von einem Rechner nutzen. Das gilt nicht nur für die Inbetriebnahme oder den Kauf von Apps und anderen Medien, sondern auch für das Update der Systemsoftware. Der Schritt auf iOS 6 kann so direkt mit dem iPhone vollzogen werden, ohne dass man das Gerät dafür an einen Mac oder PC anschließen müsste. Eine WLAN-Verbindung ins Internet reicht völlig aus.

Drahtlos auf iOS 6

Bei der Vorbereitung des Updates spielt iCloud eine wichtige Rolle. Apples Speicherdienst erlaubt das Sichern persönlicher Daten im Internet. Dazu gehört das automatische iPhone-Backup, das sonst iTunes übernimmt, genau wie das Synchronisieren von Kontakten, Terminen und anderen Dokumenten.
Wir empfehlen dringend, von diesen Möglichkeiten Gebrauch zu machen. Sollte beim Update etwas schief gehen, lässt sich das iPhone aus den in iCloud gesicherten Daten fast vollständig wiederherstellen. Das gilt natürlich nicht nur für den speziellen Fall des iOS-Updates, sondern auch im alltäglichen Einsatz. Ist das iPhone defekt oder geht verloren, lassen sich die Daten im Handumdrehen auf ein neues Gerät aufspielen und dieses dann fast sofort wie gewohnt nutzen.

Grenzen von iCloud

Man kann allerdings nicht alle Daten über das iCloud-Backup sichern. Hier müssen vor allem Anwender aufpassen, die ihr iPhone dann doch gelegentlich mit einem Rechner verbinden. Zu den nicht unterstützten Medien gehören zum Beispiel gerippte CDs, Fotos und eigene Filme, die über die Synchronisierung mit iTunes auf das iPhone gelangt sind. Die­se muss man bei Bedarf erneut auf das iPhone kopieren. Eine elegante Lösung für das Musikproblem bietet iTunes Match. Der Dienst stellt in gewissen Grenzen die Musiksammlung aus iTunes über iCloud zur Verfügung, sodass man jederzeit vom iPhone online darauf zugreifen kann. iTunes Match kostet jedoch 25 Euro im Jahr.

iCloud-Backup

Beim Synchronisieren mit iTunes werden nicht nur neue Apps und Medien auf das iPhone kopiert. Am Anfang jeder Synchronisierung speichert iTunes automatisch ein Backup der Benutzerdaten des iPhone auf dem Rechner. Wer sein iPhone nicht mit einem Rechner abgleicht, braucht deshalb nicht auf diese Sicherheit zu verzichten. Ab iOS 5 lässt sich das Backup auch in iCloud speichern. Gesichert werden folgende Daten:

  • Fotos und Filme, die mit dem iPhone aufgenommen wurden
  • Die von den Apps in ihren Bereichen abgelegten Benutzerdaten
  • Einstellungen der Apps und deren Anordnung auf dem Bildschirm
  • Nachrichten (SMS, MMS, iMessage)
  • Klingeltöne
 
Als weitere iCloud-Unterstützung bietet der iTunes Store nach Eingabe der Apple-ID den kostenlosen, erneuten Download von damit gekauften Musiktiteln, Apps und Büchern.

iPhone aufräumen

Damit das Backup in iCloud nicht unnötig groß wird, sollte man als Erstes auf dem iPhone aufräumen. Löschen Sie nicht mehr benötigte Daten und Apps. Das hat nicht nur den Vorteil, dass das Backup wegen der kleineren Datenmenge schneller geht, sondern spart eventuell auch Geld. Der iCloud-Speicher ist in der kostenlosen Version nämlich auf 5 GB begrenzt. Wer mehr nutzen will, muss dafür zahlen. Im Folgenden zeigen wir, wie man die Vorschläge zur rechnerlosen Update-Vorbereitung in der Praxis umsetzt.

iCloud aktivieren und konfigurieren

Wenn Sie iCloud noch nicht gleich bei der Einrichtung des iPhone aktiviert haben, können Sie dies schnell nachholen, indem Sie in den Einstellungen auf "iCloud" tippen. Hier geben Sie – falls vorhanden – Ihre bereits auf anderen Geräten für iCloud benutzte Apple-ID ein oder legen eine neue für den Dienst an. Beim ersten Zugriff auf iCloud müssen Sie die obligatorischen Nutzungsbedingungen akzeptieren. Nach erfolgreicher Anmeldung sehen Sie oben den Account-Namen und darunter diverse Datenbereiche, die sich über iCloud abgleichen lassen. Jeder einzelne lässt sich über einen Schieber aktivieren.
iCloud bietet in der kos­tenlosen Standardkonfigu­ration immerhin 5 GB Speicher. Um mehr zu buchen, tippen Sie auf den Account-Namen. Unter Speicherplan sehen Sie dann das aktuell verfügbare Volumen. Tippen Sie darauf, erscheinen weitere Optionen. Apple bietet 10, 20 und 50 GB Speicher zusätzlich zu den vorhandenen 5 GB an. Die drei Optio­nen kosten 16, 32 beziehungsweise 80 Euro pro Jahr. Für die Datensynchronisierung und den zu iCloud gehörigen Mail-Account kommt man mit 5 GB normalerweise problemlos aus. Wollen Sie iCloud für die Backups mehrerer iOS-Geräte nutzen, kommen Sie um ein Upgrade nicht herum. Am besten warten Sie erst einmal ab, wie viel Platz Sie wirklich benötigen.

Daten in der Cloud

Wenn Sie über die iCloud-Einstellungen den Abgleich von Daten aktivieren, können Sie nicht nur alle iCloud-Geräte automatisch auf dem gleichen Stand halten, sondern erhalten ganz nebenbei ein Backup der Daten auf dem Server des Dienstes. Aktivieren Sie einen der Schalter und sind schon Daten vorhanden, so fragt das iOS, ob Sie die zugehörigen Daten des iPhone mit dem Bestand auf iCloud zusammenführen wollen. Schalten Sie iCloud für einen Datentyp wieder ab, werden Sie gefragt, ob Sie die Daten auf dem iPhone behalten oder löschen wollen. iCloud unterstützt Kontakte, Termine, Erinnerungen, Notizen und vieles mehr. Um die Daten auf einem neuen (oder gelöschten) iPhone wiederherzustellen, aktivieren Sie dort iCloud mit der gleichen Apple-ID.

Apps aufräumen

Zum Aufräumen gehört auch das Löschen von Apps, die man nicht mehr braucht. Diese Altlasten belegen nur unnötig Platz auf dem iPhone und lassen eine eventuell nötige Wiederherstellung länger dauern. Die Standardmethode zum Löschen ist, einfach lange auf eine App zu tippen, bis die Symbole auf dem Bildschirm wackeln. Dabei erscheint an jedem links oben ein Schließknopf, mit dem die App und ihre Daten gelöscht werden. Damit das Aufräumen effektiver wird, öffnen Sie in den Einstellungen "Allgemein > Benutzung". Dort sehen Sie eine Liste der installierten Apps, sortiert nach der Größe des belegten Speicherplatzes. So finden Sie ganz schnell die großen Brocken. Hier können Sie eine App antippen und diese dann anschließend löschen. Haben Sie den App-Bestand auf das Notwendige reduziert, kommt im nächsten Schritt deren Aktualisierung. Das ist wichtig, da es die Wahrscheinlichkeit für Inkompatibilitäten mit dem neuen iOS senkt. Für das Update öffnen Sie den App Store, melden sich an und tippen unten auf "Updates". Mit "Alle aktualisieren" können Sie alle verfügbaren Updates in einem Rutsch laden. Um große Apps laden zu können, müssen Sie unbedingt in einem WLAN angemeldet sein.

Backup in iCloud

Der nächste Schritt ist ein Backup des iPhone. Seit iOS 5 kann das unabhängig von Rechner und iTunes und direkt in iCloud gesichert werden. Um das Backup zu konfigurieren, öffnen Sie wieder "Einstellung > iCloud" und wählen ganz unten "Speicher & Backup". Im folgenden Fenster aktivieren Sie dann die Funktion "iCloud-Backup". Von nun an erfolgt keine Sicherung mehr, wenn Sie das iPhone mit iTunes synchronisieren. Sie können es aber bei Bedarf jederzeit manuell am Rechner starten. Das iPhone startet das iCloud-Backup automatisch, wenn es verriegelt, am Strom angeschlossen und via WLAN verbunden ist. Zudem lässt es sich mit "Backup jetzt erstellen" manuell starten. Direkt darunter informiert bei laufendem Backup ein Balken über den Fortschritt. Je nach Umfang kann das erste Backup zwischen einigen Minuten und mehreren Stunden dauern. Es folgen tägliche Backups, die schneller gehen, da nur noch die Änderungen gesichert werden. Unter "Speicher verwalten" sehen Sie die in iCloud gesicherten Geräte samt Größe des Backups. Wählt man hier das iPhone aus, sieht man den Zeitpunkt des letzten Backups und alle Apps mit deren Platzbedarf. Sie lassen sich einzeln vom Backup ausschließen, um Platz zu sparen. Der letzte Schritt vor einem iOS-Update sollte stets ein manuelles Backup sein.

iCloud aufräumen

Die kostenlosen 5 GB Speicherplatz in iCloud sind schnell aufgebraucht, wenn man den Dienst auch für Backups nutzt. Wer das iPhone unabhängig vom Rechner betreibt, sollte trotzdem auf keinen Fall darauf verzichten. Um weiteren Platz zu sparen, kann man eventuell in iCloud gespeicherte Daten löschen. Hierzu rufen Sie den gerade erwähnten Punkt "Speicher verwalten" in den iCloud-Einstellungen auf. Wird hier noch ein Gerät aufgeführt, das Sie gar nicht mehr benutzen, wählen Sie es aus, und löschen Sie sein Backup. Unter der Liste der Geräte finden Sie hier auch eine Aufstellung der Apps, die etwas auf iCloud ab­gelegt haben. Tippen Sie auf eine App, um deren Daten zu sehen und zu löschen, falls sie nicht mehr gebraucht werden.

Datensicherung mit externen Diensten

Neben dem regulären Backup des iPhone in iCloud gibt es auch noch andere Möglichkeiten der Datensicherung, die man in Erwägung ziehen sollte. Das iCloud-Backup hat den Vorteil, dass es sehr umfangreich ist und automatisch durchgeführt wird. Dafür lässt es sich allerdings nur als Ganzes beim Wiederherstellen des iPhone wieder aufspielen. Als Vorsorge für den schlimmsten Fall ist es unentbehrlich, doch im normalen Alltagsbetrieb bieten sich weitere Ergänzungen an. Dazu gehören externe Speicherdienste, mit denen man einzelne Dateien sichern kann. Einer der bekanntesten ist Dropbox.
Der unabhängige Cloud-Dienst wird von vielen Apps direkt unterstützt, steht aber auch auf Mac und PC zur Verfügung. So kann man nicht nur bequem Dateien austauschen, sondern diese auch extern sichern. Als weiteres externes Backup dient iTunes in der Cloud. Der iTunes Store hinterlegt automatisch, welche Musik, Apps und Bücher mit einer Apple-ID gekauft wurden, sodass Sie diese jederzeit wieder kostenlos aus dem jeweiligen Store laden können. Ein zusätzliches Backup dieser Daten ist nicht nötig. Filme und TV-Serien werden hierzulande noch nicht unterstützt. Wer diese via iPhone kauft, sollte es danach mit iTunes verbinden und manuell die Einkäufe übertragen, damit der Rechner das Backup übernehmen kann.
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