Von Matthias Zehden - 18.09.2012, 16:32

iOS 6

Update auf iOS 6 mit iTunes vorbereiten

©Apple

Wer sein iPhone traditionell mit iTunes auf dem Rechner synchronisiert, kann sich ebenfalls auf das iOS-6-Update vorbereiten. Wir zeigen, worauf man für einen problemlosen Umstieg achten sollte
Viele Anwender nutzen nach wie vor die konventionelle Methode statt des Updates per WLAN und verbinden das iPhone zur Aktualisierung mit iTunes auf dem Rechner. Dieser Weg hat durchaus seine Vorteile, wobei der größte wohl darin besteht, dass wirklich alle Daten in iTunes gespeichert werden oder zumindest darüber erreichbar sind. Ob man das iPhone per WLAN oder USB-Kabel verbindet, ist dagegen mehr oder weniger Geschmackssache. Wir zeigen, wie man iTunes optimal auf das iOS-Update vorbereitet.

Vorteil iTunes
Mit iTunes kann man von jeher iOS-Updates für das iPhone laden und installieren. Dafür schließt man das iPhone einfach an und lässt iTunes suchen, ob es eine neue Software gibt. Vor der Installation speichert iTunes ein Backup der Daten und Einstellungen des iPhone (das gilt analog natürlich auch für iPod Touch und iPad), mit dessen Hilfe man es nach dem iOS-Update wieder in den gewohnten Zustand bringen kann. Der größte Vorteil dieser Methode ist, dass sich iTunes auch die Synchronisierungseinstellungen für das iPhone merkt und alle Medien bereithält. Man kann daher nicht nur die Einstellungen und persönlichen Daten aus dem Backup zurückspielen, sondern das iPhone danach auch gleich mit der iTunes-Mediathek synchronisieren. Nur so erhält man nach dem Aufspielen von iOS 6 wirklich ein vollständig wiederhergestelltes iPhone mit allen Inhalten.

Beim Backup und Restore über iCloud fehlt der Zugriff auf die Mediathek. Man kann zwar einige Einkäufe über iTunes in der Cloud erneut laden oder aktuelle Bilder über Fotostream, aber über iTunes synchronisierte Fotos oder im iTunes Store gekaufte Filme und TV-Serien lassen sich nicht direkt am iPhone wiederherstellen. Um diese wieder aufzuspielen, bleibt nur der Weg über iTunes am Rechner.

Update vorbereiten
Zur Vorbereitung sollte man iTunes und die gespeicherten Apps auf den neuesten Stand bringen. Außerdem ist es immer eine gute Idee, in der Mediathek aufzuräumen und nicht mehr benötigte Inhalte zu entsorgen. Das spart Platz auf der Festplatte und auf dem iPhone. Auch ein frisches Backup gehört zum Pflichtprogramm, falls beim iOS-Update doch einmal etwas schiefgehen sollte. Das kommt zwar zum Glück sehr selten vor, aber wenn es passiert, ist ein aktuelles Backup die Voraussetzung dafür, das iPhone sicher wieder in den gewohnten Zustand bringen zu können. Das von iTunes angelegte Backup lässt sich übrigens zur Sicherheit verschlüsseln. Dazu schließen Sie das iPhone an und öffnen es in iTunes. Auf der Seite „Übersicht“ finden Sie unter „Backup“ die zugehörige Option. Hier können Sie auch zwischen iCloud- und lokalem Backup wechseln.

USB oder WLAN
Das iPhone lässt sich auch drahtlos mit iTunes synchronisieren. Hierzu schließen Sie es per USB an und aktivieren in iTunes unter „Übersicht“ die Option „Mit diesem iPhone über WLAN synchronisieren“. Für eine automatische Verbindung muss das iPhone mit Strom versorgt werden und im gleichen WLAN wie der Rechner sein. Wer sein iPhone nur selten per Kabel mit dem Rechner verbindet, fährt so eventuell besser. Beim Abgleich über USB muss man selbst dran denken, hat es dafür aber auch bewusst unter Kontrolle.

Umstieg vorbereiten


Vor einem großen iOS-Update sollte man auch iTunes aktualisieren. Sie können entweder den Befehl „Nach Updates suchen“ benutzen, den Sie unter Windows im „?“-Menü oder auf dem Mac im Menü „iTunes“ finden. Als Alternative lässt sich die aktuelle Version von Apples Website laden.
Als Nächstes sichern Sie alle Einkäufe, die Sie direkt mit dem iPhone getätigt haben, in der iTunes-Mediathek. Sonst könnten zum Beispiel neue Filme verloren gehen. Wählen Sie das iPhone in iTunes unter „Geräte“ mit der rechten Maustaste aus. Im Kontextmenü rufen Sie dann den Befehl „Einkäufe übertragen“ auf.

Manuelles Backup mit iTunes

iTunes macht zwar später beim Synchronisieren automatisch auch ein Backup der iPhone-Daten, doch zur Sicherheit sollten Sie jetzt schon ein aktuelles Backup erzeugen. Öffnen Sie noch einmal, wie gerade beschrie­ben, das Kontextmenü, und wählen Sie dieses Mal „Speichern“. iTunes legt nun das Backup an.
Wechseln Sie nun in iTunes zum Reiter „Apps“. Unterhalb der App-Liste finden Sie hier den Bereich „Dateifreigabe“, über den Apps Daten austauschen können. Kontrollieren Sie die Apps, und kopieren Sie wichtige Dokumente auf den Rechner. Diese sind zwar auch Teil des Backups, sind dort aber nicht direkt zugänglich.

App-Sammlung aufräumen


Die jährlichen iOS-Updates sind ein guter Anlass, nicht mehr benötigte Apps zu löschen. Öffnen Sie in der Mediathek den Bereich „Apps“, und schauen Sie die Sammlung durch. Bei noch verfügbaren Apps muss man beim Löschen nicht zimperlich sein, da man sie im App Store unter „Gekaufte Artikel“ erneut laden kann. Die gelöschten Apps lassen sich in den Papierkorb legen.
Haben Sie die App-Sammlung von alten Karteileichen befreit, klicken Sie unterhalb der Liste auf die Update-Funktion, um sich die verfügbaren Updates anzeigen zu lassen. Nun klicken Sie oben rechts auf „Alle kostenlosen Updates laden“, um Ihren App-Bestand in einem Rutsch zu aktualisieren. Durch das Update vermeiden Sie Probleme, da viele Entwickler ihre Apps bereits an iOS 6 angepasst haben.

Daten alter iOS-Geräte löschen

iTunes speichert eine Sicherung pro iOS-Gerät, aber manchmal bleiben alte Backups liegen. Da kommen schnelle etliche Gigabyte zusammen. Welche Backups wann gespeichert wurden, können Sie in den Einstellungen unter „Geräte“ kontrollieren. Um ein Backup zu löschen, wählen Sie es aus und klicken unter der Liste auf „Backup löschen“. Bestätigen Sie mit „OK“, wird es gelöscht.
iTunes behält nach jeder Aktualisierung die neueste iOS-Version. Um Dateien von Geräten zu löschen, die man nicht mehr be­­sitzt, öffnet man unter Windows 7 und Vista das Verzeichnis „Be­nutzer/Name/AppData/Roaming/Apple Computer/iTunes“ und auf dem Mac „Benutzer/Name/Library/iTunes“. Während sich ältere Versionen mit 250 bis 300 Megabyte begnügen, belegt das iOS für das neue iPad mit 1,1 Gigabyte schon rund das Vierfache. Wer sehr knapp an Platz ist, kann die Updates komplett löschen. Dann muss man nur damit leben, dass im Fall der Wiederherstellung erst das aktuelle iOS aus dem Internet geladen werden muss.

iPhone mit iTunes synchronisieren

Haben Sie die Apps aktualisiert, wählen Sie über die Synchronisierungseinstellungen die wirklich benötigten Apps aus. Anschließend prüfen Sie noch einmal die Einstellungen für Musik, Filme und andere Medien. Vor allem bei den Podcasts verstecken sich oft große Speicherfresser. Sind alle Einstellungen auf dem aktuellen Stand, starten Sie mit „Anwenden“ den Kopiervorgang.
Wenn Sie die Suche nach neuer Software in den allgemeinen iTunes-Einstellungen nicht deaktiviert haben, prüft iTunes selbsttätig, ob eine neue iOS-Version verfügbar ist. Um den Vorgang manuell zu starten, wählen Sie das iPhone in der Mediathek aus und klicken unter „Übersicht“ auf „Nach Updates suchen“. Findet iTunes ein Update, bietet es Download und Installation an.

Daten vom iPhone kopieren


iTunes beziehungsweise iOS (über iCloud) machen Backups, aber die lassen sich nur zum Wiederherstellen nutzen. Um an die enthaltenen Daten heranzukommen oder sie besser gleich auf anderem Weg vom iPhone zu sichern, benötigt man zusätzliche Software. Zwei sehr vielseitige Tools sind iExplorer (29 Euro) und Phoneview (30 Dollar). Das erste ist für OS X und Windows erhältlich, während es von Phoneview nur eine Mac-Version gibt. Die Tools bietet einen ähnlichen Funktionsumfang. Dazu gehören zum Beispiel der Zugriff auf Nachrichten, Anruflisten, Voicemail, Kontakte, Fotos, Musik, Filme, Webhistory und vieles mehr. Die Daten lassen sich auslesen und auf dem Rechner speichern.
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