Von Max Segler - 19.09.2012, 19:30

iOS 6

Grundeinstellungen und neue Funktionen mit iOS 6

©Apple

iOS 6 kommt mit haufenweise neuen Funktionen. Doch erst mit den richtigen Einstellungen wird das iPhone zum perfekten Begleiter. Wir zeigen, was zu tun ist
Apple stellt mit den Apps und dem Betriebsystem iOS 6 die Basisfunktionalität für iPhone & Co. zur Verfügung. Dann aber ist der Benutzer gefordert. Sie müssen Ihre Mail-Accounts einrichten, Apps wie Kalender, Erinnerungen, Nachrichten und andere so konfigurieren, wie das für Ihre Bedürfnisse passt. Zudem überlässt es Apple dem Benutzer, welche Informationen das iPhone verarbeiten darf und welche an Apple, App-Anbieter und Kommunikationspartner übermittelt werden dürfen.

Einstellungen als Zentrale
Die App Einstellungen regelt beim iPhone alle iOS-Optionen, auf die der Benutzer Einfluss hat. In der Grundeinstellung nach einem iOS-Update oder beim vorinstallierten iOS eines neu erworbenen iPhone stellt Apple ein Set an Einstellungen zur Verfügung, das den Standardbetrieb unterstützt. Die Einstellungen gilt es anzupassen, will man Mails auch von anderen Accounts als dem im Lieferumfang enthaltenen iCloud-Mail nutzen, Nachrichten statt nur per SMS auch kostenlos als iMessage versenden, Videotelefonate über Face­time führen und mehr.

Das ist neu in iOS 6

Ruhezeiten mit iOS 6

iOS 6 bietet die lange geforderte Option „Nicht stören“. Manuell schaltet man sie über „Einstellungen > Nicht stören“ ein. Weder Anrufe noch Nachrichten oder Push-Mitteilungen stören dann ein Meeting. Wollen Sie die Nachtruhe genießen, wählen Sie „Nicht stören“ in „Einstellungen > Mitteilungen“ und legen die Zeitspanne fest. Damit Ihre Liebsten oder wichtige Menschen Sie auch in Ihrer Nachtruhe stören können, legen Sie „Berechtigte“ unter „Anrufe zulassen von“ fest. Sie können hier die Favoriten der App Telefon „freischalten“ oder eine Gruppe aus Kontakte – etwa die Eltern oder andere Vertraute. Zudem haben Sie die Option, einen Anruf „durchzulassen“, wenn es der Anrufer zweimal innerhalb von drei Minuten versucht.

Telefon

Eine der neuen Funktionen von Telefon ist die Option, einen eingehenden Anruf abzulehnen und dem Anrufer automatisch eine iMessage oder SMS zu senden. Die Nachrichten können Sie anpassen, wählen Sie dazu „Einstellungen > Telefon > Mit Nachricht antworten“. Sie können drei verschiedene Texte erfassen, iOS 6 kommt bereits mit Vorschlägen.

Facetime


Facetime ist Apples Lösung für Videotelefonie zwischen iOS-Geräten, Macs unter OS X 10.8 lassen sich ebenfalls einbinden. Bislang war eine WLAN-Verbindung Voraussetzung. Das neue iPhone und das iPhone 4S erlauben jetzt auch Videotelefonie über UMTS, die Option ist über die Einstellung zu aktivieren. Ihr Mobilfunkvertrag muss die Nutzung aber erlauben.

Karten

Beim iPhone 5 und beim iPhone 4S arbeitet Apples App Karten auch als vollwertiges Navi. Über die Einstellung „Karten“ können Sie die Funktion des Navi konfigurieren, etwa die Laustärke der Sprachanweisungen und die Streckenangaben. Zudem wählen Sie die Darstellung von Kartenbeschriftungen im Ausland, etwa bei nicht lateinischen Schriften.

Fotos teilen


Mit iOS 6 können Sie Bilder aus Ihrem Fotostream mit anderen Benutzern teilen und deren geteilte Fotostreams auf Ihrem iPhone darstellen – „Gemeinsame Fotostreams“. Aktivieren Sie „Fotostream“ in der Einstellung „Fotos & Kamera“. Bilder zu teilen, geht relativ einfach. In der Foto-App tippen Sie „bearbeiten“ und wählen die Bilder aus, die Sie mit anderen teilen wollen. Der Knopf „Senden“ führt Sie einer Auswahl des Weges, hier wählen Sie „Fotostream“. Nun können Sie das Album per E-Mail mit anderen teilen. Klickt der Empfänger am iPad auf den Link, kann er das Album im Browser öffnen. Klickt er unter iOS auf den Link, abonniert er den Fotostream als Album in seinem eigenen Fotostream auf dem Gerät. Ändert der Ersteller das Album, übertragen sich die Änderungen auch auf das Album beim Empfänger.

VIPs festlegen

 
iOS 6 erlaubt es jetzt, eigene Mailkontakte zu VIPs zu erklären. Dies hat zu Folge, dass deren E-Mails in einem gesonderten Posteingang landen. Damit will Apple bewirken, dass Nachrichten guter Freunde nicht im alltäglichen Rauschen untergehen. Die Adelung zum VIP erledigt man in ebenjenem Posteingang, wo man Kontakte den neuen Status verleihen kann.

Facebook und Nachrichten


Neu bei iOS 6 ist die systemweite Integration von Facebook. Mit iOS 5 hatte Apple Twitter integriert, jetzt ist das größte soziale Netzwerk an der Reihe. Wählen Sie „Facebook“ in den Einstellun­gen. Sie können sich mit einem bestehenden Account anmelden oder sogar einen neuen anlegen und die kostenlose App laden. Nach der erfolgten Anmeldung ist die Nutzung der Daten aus Kalender und Kontakte eingeschaltet, deaktivieren Sie die Option zunächst. Sie lässt sich später zuschalten, will man Facebook- und iPhone-Daten zusammenführen.
Mit iMessage bietet sich seit iOS 5 eine kostenlose SMS-Alternative. Eingeschaltet lassen sich Text, Bilder, Videos via WLAN oder UMTS austauschen. Neu in iOS 6 ist die Weiterführung einer Kommunikation mit einem anderen iOS-Gerät oder Mac. Dazu tragen Sie unter „Senden & Empfangen“ Ihre Apple-ID (Mail-Adresse) ein.

Apples neue Funktionen zum Datenschutz


Einige Apps greifen auf Ihre Adressdaten oder Termine zu, um Ihnen im zugehörigen sozialen Netzwerk zum Beispiel Freunde vorschlagen zu können. Dazu übertrugen sie noch unter iOS 5 teilweise ungefragt Ihre Kontakte auf den Server des App-Betreibers. Mit iOS 6 ist damit Schluss. iOS steht als Riegel davor und informiert Sie über die Absicht der App, wenn diese installiert wird. In den Einstellungen gibt es zudem jetzt „Datenschutz“. Hier sind Ihre Datentypen gelistet, angetippt werden alle Apps angezeigt, denen Sie Zugriff auf das Datenmaterial erlaubt haben. Das lässt sich rückgängig machen. Sind aber Ihre Adressen schon auf dem Server des App-Anbieters, löscht das nachträgliche Verbieten diese natürlich nicht.

Gruppierte Grundeinstellungen

Mit iOS 6 hat Apple die Einstellun­gen endlich thematisch gruppiert und zudem neue Optionen integriert. Im oberen Bereich finden Sie die Kommunikationseinstellungen, hier lässt sich etwa der „Flugmodus“ einschalten. „Bluetooth“ kann man endlich direkt ein- oder ausschalten, ohne groß in den Untermenüs von Einstellungen zu blättern. Neu ist die Option „Nicht stören“ für Ruhezeiten. Im dritten Block sind Basisfunktionen zu finden, neu dabei ist die Option „Datenschutz“. Über das nächste Set an Einstellungen erledigen Sie die Konfiguration der Apps aus dem Lieferumfang, darunter die Einrichtung von Twitter und Facebook. Der letzte Bereich ist den aus dem App Store geladenen Programmen vorbehalten.

Allgemeine Einstellungen

Die Grundeinstellungen zum Thema Kommunikation werden bereits bei der Einrichtung des iPhone nach dem Update oder der Ersteinrichtung erledigt. Starten Sie daher zunächst „Einstellun­gen > Allgemein“. Über „Info“ gibt das iOS Daten zum iPhone preis, etwa Speicherplatz oder Hardwareadressen. Wichtig ist „Softwareaktualisierung“. Das iPhone unterstützt iOS-Updates ohne iTunes und Rechner. Unter „Benutzung > Mobile Datennutzung“ sehen Sie, welche Datenmengen per UMTS genutzt wurden. Besitzer eines neuen iPhone oder des iPhone 4S legen unter „Siri“ die Einstellungen des intelligenten Sprachassistenten fest. Schalten Sie „Sprechen“ aus, startet Siri nur über Halten des Home-Buttons.

Mail, Kalender und Kontakte


Bei der Ersteinrichtung des iPhone ist über Ihre Apple-ID bereits ein Mail-Account eingerichtet und aktiv. Um weitere Mail-Accounts nutzen zu können, wählen Sie „Einstellungen > Mail, Kontakte, Kalender“. Im oberen Bereich definieren Sie die Darstellung von Mails, im unteren von Kontakten und Kalenderdaten. Um einen neuen Mail-Account einzurichten, wählen Sie „Account hinzufügen“. iOS 6 unterstützt populäre Mail-Anbieter, hier ist die Einrichtung mit Eingabe von Name, Mail-Adresse und Passwort erledigt. Accounts bei anderen Providern lassen sich auch nutzen, sie sind über „Andere“ zu konfigurieren. Neben Mail-Accounts lassen sich hier auch Accounts bei Adress- und Kalenderservern einrichten.

Code-Sperre und SIM-Sperre


Apple bietet bei allen iPhone-Modellen unter iOS 6 sichere Hardware-Verschlüsselung der Daten. Die funktioniert auch, gelangt das iPhone in die Hände eines Diebes. Dazu ist allerdings die Funktion „Code-Sperre“ zu nutzen. Wählen Sie „Einstellungen > Allgemein > Code-Sperre“, deaktivieren Sie zunächst „Einfacher Code“, und Sie tippen dann „Code aktivieren“. Vergeben Sie einen Code mit mindestens sechs Zeichen und Buchstaben. Schalten Sie alle Optionen unter „Im Sperrzustand Zugriff erlauben“ aus. Ihr iPhone ist jetzt sicher geschützt, sowohl vor neugierigen Blicken als auch Hack-Versuchen. Über „Einstellungen > Telefon > SIM-PIN“ schützen Sie Ihre SIM-Karte vor Missbrauch, falls das iPhone entwendet wird, die Nutzung der SIM-Karte ist dann unterbunden.

Nutzung des GPS-Moduls durch Apps


Haufenweise Apps – von Apple und anderen Anbietern – nutzen das GPS-Modul zur Feststellung des aktuellen Orts – Kamera, Karten und Wetter, um nur drei von Apple zu nennen. So praktisch die Funktion ist, in vielen Fällen wird dabei die Position des iPhone an Server des App-Herstellers übermittelt. Deshalb lässt sich unter iOS 6 das System die Nutzung durch solche Apps bei deren ers­tem Start genehmigen. Unter „Einstellungen > Datenschutz > Ortungsdienste“ können sie die Genehmigung später zurückziehen. Auch das iOS nutzt Ortsdaten, zu finden unten im Dialog unter „Systemdienste“. Die deaktivierten Dienste können Sie abschalten. Einige Apps bieten allerdings ohne Ortsdaten nicht mehr die volle Funktionalität.

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