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iOS 8: So funktioniert Fotos in der iCloud

09.10.2014 | 14:39 Uhr |

Mit iCloud-Fotomediathek steht dem Benutzer kostenpflichtig theoretisch unbegrenzter Speicherplatz für Fotos zur Verfügung, einschließlich eleganter Synchronisation.

Mit Fotostream bietet Apple schon lange die kostenlose Option, bis zu 1000 Fotos, die Benutzer mit ihren iOS-Geräten aufgenommen haben, in iCloud zu laden und allen iOS-Geräten sowie Macs und Windows-PCs, die mit derselben Apple-ID angemeldet sind, zur Verfügung zu stellen. Ist die Obergrenze von 1000 Fotos erreicht, werden automatisch die ältesten Bilder gelöscht. Der nette Dienst stößt bei Vielfotografierern zügig an seine Grenzen. Zudem wird es schnell unübersichtlich, wenn man Bilder aus Fotostream in Alben speichern und dann per Freigabe veröffentlichen will.

Unbegrenzter Speicherplatz

Mit iCloud-Fotomediathek unter iOS 8 fällt diese Beschränkung, wenn der Benutzer die Option aktiviert. Dann landet jedes Foto oder Video, das mit einem iOS-Gerät des Benutzers gemacht wurde, in iCloud. Praktisch: So stehen immer auf allen Geräten alle je gemachten Fotos bereit. Zu beachten: Weiterhin sind 5 GB Speicherplatz kostenlos, aber zumindest von Vielknipsern oder Videofans sehr schnell gefüllt.

Schon bislang bot Apple kostenpflichtig weiteren Speicherplatz an, der wird mit iOS 8 billiger: 20 GB kosten 1 US-Dollar und 200 GB 4 US-Dollar im Monat. Bis zu 1 TB Speicher lässt sich bei Apple mieten. Bei Redaktionsschluss dieser Ausgabe standen die Preise in Euro noch nicht fest. Wer iCloud-Fotomediathek nutzt, wird mehr als 5 GB Speicher benötigen.

Alles synchron

Dafür bietet die iCloud-Mediathek aber einiges. Nicht nur die Tatsache, dass auf allen Geräten sämtliche je aufgenommenen Fotos zur Verfügung stehen. Auch deren Bearbeitung läuft dank iCloud über die Grenzen des iOS-Geräts hinweg. Mit der neuen Fotos-App lassen sich die Fotos bearbeiten, die Versionen werden sogleich auf allen Geräten mit derselben Apple-ID synchronisiert. Die Fotos-App sorgt unter iOS 8 dann auch dafür, dass der Benutzer in der unter Umständen riesigen Mediathek die Bilder findet, die er sucht.

Sämtliche Auflösungen

iCloud-Fotomediathek agiert pfiffig: Alle Fotos und Videos landen in Originalauflösung in der iCloud, Fotos sogar im Format Raw. Je nach Gerät, mit dem die Fotos betrachtet werden, stehen die Bilder so in der bestmöglichen Qualität zur Verfügung. Klasse auch die Funktion unter iOS 8 für das lokale Speichern ausgewählter Bilder. Auch sie lassen sich natürlich in Originalauflösung am iPhone speichern – optional in einer für das Gerät optimierten. Das schafft unter Umständen mächtig Platz auf dem iOS-Gerät, ohne Qualitätseinbußen bei der Darstellung hinnehmen zu müssen.

Lohnende Investition?

Die Frage, ob zusätzlicher Speicherplatz erworben werden muss, hängt ebenso von den persönlichen Präferenzen des Benutzers ab wie die Frage, ob man überhaupt all seine privaten Fotos oder die der Firma auf die Server eines US-Unternehmens übertragen möchte. Fotofans, die das iPhone häufig für Schnappschüsse und Videos nutzen, werden vermutlich auf Dauer nicht um iCloud-Fotomediathek herumkommen. Statt ein iPhone mit maximaler Ausbaustufe beim Speicher zu kaufen, reicht dank iCloud ein kleineres, dazu Speicherplatz in der iCloud.

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