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iOS 9: Das ist neu in Safari und Mail

18.09.2015 | 10:39 Uhr |

Safari kommt mit einer besseren Suche und lässt nun Werbung ausblenden, Mail bringt Fortschritte beim Umgang mit Anhängen.

Eher behutsam hat Apple den Webbrowser Safari in iOS 9 weiterentwickelt, wenngleich zumindest eine der Änderungen, nämlich die Möglichkeit, Werbung zu blockieren, langfristige Konsequenzen haben könnte.

Keine Werbung einwerfen

Mit iOS 9 ermöglicht Apple die Installation sogenannter Ad-Blocker, die über Regeln verhindern können, dass Werbung aus dem Netz geladen wird. Dazu muss man sich allerdings eine App mit dem Werbeblocker installieren, die wiederum dafür sorgt, dass man den Blocker in den Safari-Einstellungen ein- und ausschalten kann. Ad-Blocker werden einerseits für schnellere Ladezeiten und weniger Datenverkehr sorgen, bringen andererseits aber die Betreiber von Websites um ihre Werbeeinnahmen – ein zweischneidiges Schwert also. Schon kurz nach dem Start von iOS 9 kamen zahlreiche Content Blocker heraus, die sich gleich an die Spitze der Downloadcharts setzten .

Bessere Suche

Weniger kontrovers ist da wohl der bessere Zugang zur Suche innerhalb einer Website zu sehen: Hatte Apple die Funktion bislang sehr gut in der Adresszeile versteckt, erhält sie jetzt einen eigenen Aktionsknopf im Teilen-Menü. Das Textfeld zur Eingabe des Suchbegriffs taucht daraufhin direkt über der Tastatur auf, was wesentlich intuitiver als bisher funktioniert.

Im Teilen-Menü findet sich endlich ein eigener Knopf für die Suche innerhalb der Website. Der Suchbegriff wird oberhalb der Tastatur eingegeben. Demgegenüber ist die bisherige Methode, den Suchbegriff in die Adresszeile zu tippen und die Fundstellen unter „Auf dieser Seite“ zu sehen, wenig intuitiv (Mitte).
Vergrößern Im Teilen-Menü findet sich endlich ein eigener Knopf für die Suche innerhalb der Website. Der Suchbegriff wird oberhalb der Tastatur eingegeben. Demgegenüber ist die bisherige Methode, den Suchbegriff in die Adresszeile zu tippen und die Fundstellen unter „Auf dieser Seite“ zu sehen, wenig intuitiv (Mitte).

Neuerungen in Mail

Die Mail-App hat unter iOS 9 einiges zu bieten: Endlich lassen sich Dateianhänge direkt aus der App verschicken, und sie profitiert vom Multitasking beim aktuellen iPad

Mails mit Dateianhängen ließen sich auch vor iOS 9 schon vom iPhone oder iPad aus verschicken, doch die Mail-App selbst konnte einzig Fotos und Videos an die Nachrichten anfügen In iOS 9 wurde die Beschränkung auf maximal fünf Dateien endlich aufgehoben. Andere Dateiarten ließen sich nicht direkt aus der Mail-App heraus anhängen, sondern nur aus anderen Apps wie etwa einem Texteditor, der selbst komplette Mails inklusive Dateianhang erzeugen und per System verschicken konnte. In iOS 9 aber kann die Mail-App eigenständig Dateien anhängen, solange diese auf einem Cloud-Speicher wie iCloud, Dropbox, Google Drive und dergleichen zu finden sind.

Im Kontextmenü taucht ab sofort der Punkt „Anhang hinzufügen“ auf. Danach wird der Inhalt des iCloud Drives zur Dateiauswahl angeboten. Über die Speicherorte lassen sich aber auch andere Cloud-Speicher nutzen. Ist die Datei geladen, wird sie an der gewünschten Stelle in die Mail eingebunden.
Vergrößern Im Kontextmenü taucht ab sofort der Punkt „Anhang hinzufügen“ auf. Danach wird der Inhalt des iCloud Drives zur Dateiauswahl angeboten. Über die Speicherorte lassen sich aber auch andere Cloud-Speicher nutzen. Ist die Datei geladen, wird sie an der gewünschten Stelle in die Mail eingebunden.

Dateianhänge aus der Cloud

Dazu ruft man mit einem längeren Fingerdruck beim Schreiben des Begleittextes das Kontextmenü auf und blättert zu „Anhang hinzufügen“. Daraufhin öffnet sich zunächst der Blick in den iCloud-Speicher. Über „Speicherorte“ lassen sich aber auch andere Dienste wie Dropbox, Google Drive oder Microsofts One Drive aktivieren und auswählen. Danach kann man beliebige Dateien auswählen, allerdings leider immer nur eine zur selben Zeit. Dass Dateien nur aus dem Cloud-Speicher gewählt werden können, mag zunächst umständlich erscheinen, doch die „alte“ Möglichkeit für Apps, selbst Dateien aus dem lokalen Speicher zu verschicken, bleibt ja erhalten.

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