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Mini oder Air: Welches iPad für wen?

30.10.2013 | 11:04 Uhr |

Lohnt sich das iPad Air oder reicht auch das iPad 2? Wer sollte sich das iPad Mini Retina genauer ansehen? Die iPad-Kaufberatung

Apple krempelt seine Tablet-Produktpalette gründlich um. Nutzer können ab Freitag zwischen dem iPad Air, iPad 2 und iPad Mini wählen, das iPad Mini Retina kommt später in diesem Monat. Doch welches iPad ist das Richtige für wen? Hier die wichtigsten Eigenschaften im Überblick.

Größe und Gewicht: iPad Air leicht wie nie zuvor

Dünner, leichter, flacher – mit der Namensgebung „iPad Air“ knüpft Apple nicht umsonst an das Macbook Air an. So dünn wie Papier, das in einen Briefumschlag passt – wer sich noch an die TV-Werbung von damals erinnert weiß, dass Apple mit dem Notebook damals den Markt revolutionieren wollte. Ähnliches scheint der Konzern auch mit dem iPad vorzuhaben. Mit seinen 469 Gramm (LTE-Modell: 478 Gramm) ist das iPad Air leichter als das iPad 4 und schlägt damit auch das Sony Xperia Tablet Z , das mit 485 Gramm bisher das leichteste Tablet war. Das Samsung Galaxy Note wiegt 540 Gramm. Allerdings ist das Sony-Tablet mit 6,9 Millimetern immer noch das dünnste Tablet.

Ein echter Apple-Fan wird deshalb nicht gleich zur Konkurrenz greifen, sondern von den Maßen des iPad Air überzeugt sein. Zum Vergleich: Das iPad Mini Retina ist mit 331 Gramm nur 130 Gramm leichter.

Welches iPad für wen

Für Sparfüchse – iPad 2: Das iPad 2 hat kein LTE, kein Retina-Display und noch den alten 30poligen Doch-Anschluss, reicht aber für den normalen Hausgebrauch völlig aus. Für 379 Euro ist es daher die günstige Sparvariante unter den Tablets
 
Für Profis - iPad Air und iPad Mini Retina: Profianwender wollen den schnellen Prozessor und die gestochen scharfe Auflösung des Retina-Displays nicht missen. Ärzte oder Außendienstmitarbeiter werden sich über die Handlichkeit des kleinen iPad Mini Retina freuen. Für Profianwender aus dem Film- oder Musikbereich könnte sogar das 128 GB-Modell des iPad Air in Frage kommen.
 
Für Einsteiger - iPad Mini: Apple hat das iPad Mini ohne Retina-Display in seinem Sortiment gelassen – und das ist auch gut so. Einsteiger bekommen für 289 ein leistungsfähiges Tablet zum Mailen, Surfen, Lesen und Spielen. Das iPad Mini dürfte vor allem für Schulkinder, Studenten oder ältere Menschen interessant sein.  
 

 

Leistung: Prozessor und Displayauflösung

 

Das iPad Air bietet alles, was sich Profi-Anwender wünschen können: Im Inneren arbeitet ein A7 Chip mit 64-Bit-Architektur und M7-Motion-Coprozessor – im iPad Mini Retina übrigens auch. Das iPad Air beziehungsweise iPad Mini Retina sind damit genauso leistungsfähig wie das iPhone 5S. Der M7-Motion-Prozessor soll Beschleunigungsbewegungen noch besser verarbeiten können, die 64-Bit-Architektur, die bisher nur von Notebooks unterstützt wurde, soll für noch intensivere Rechenprozesse sorgen. Wenn die App-Entwickler entsprechend rechenintensive Apps programmieren, werden iPad Air- und iPad-Mini-Retina-Besitzer bestens für das 64-Bit-Zeitalter gerüstet sein.  

Das Retina-Display stellt Bilder in gestochen scharfer Auflösung von 2048 x 1536 Pixeln dar. Wem die Standardauflösung reicht, ist auch mit dem iPad Mini oder iPad 2 gut bedient, hier beträgt die Auflösung nur 1024 x 768 Pixel. Wer aber einmal ein Retina-iPad bedient hat, möchte die gestochen scharfe Darstellung nicht mehr missen.

Für Profis: ipad Air und iPad mini haben einen schnellen Prozessor und ein Retina-Display
Vergrößern Für Profis: ipad Air und iPad mini haben einen schnellen Prozessor und ein Retina-Display
© Apple

 

Ausstattung: Speicher und Kamera

 

Das iPad 2 und iPad Mini gibt es nur noch mit 16 GB, was für Einsteiger völlig ausreicht. Alle anderen Modelle – sogar das iPad Mini Retina – sind zusätzlich noch mit 32, 64 und 128 GB zu haben. Das High-End-Modell mit 128 GB hat allerdings seinen Preis: 869 Euro kostet das teuerste iPad-Air-Modell in der LTE-Variante. Für einen Business-Anwender reichen 64 GB völlig aus. Wer allerdings das iPad auch zum Filmeschneiden oder als Mischpult zum Musikmachen nutzt, kommt beim internen Speicherplatz schnell an seine Grenzen. Wer also seine Musiksammlung aus der iTunes Libary immer mit dabei haben will, ist mit der 128 GB-Version gut beraten.

Im Grunde genommen ist das iPad nicht zum Fotografieren gedacht. Die Funktionen der Kamera des iPad 2 reichen daher völlig aus. Die Facetime-Kamera ermöglicht Fotos und Videos in VGA-Auflösung, die Rückkamera knipst Fotos mit 960 x 720 Pixel und unterstützt HDR und Autofokus. Die Kameras aller anderen iPads unterstützen außerdem Gesichtserkennung  und Dreifach-Videozoom. Sie nehmen außerdem HD-Videos auf (720p beziehungsweise 1080p) und knipsen Fotos mit 1,2 beziehungsweise 5 Megapixel.

 

Das iPad Mini ohne Retina-Display ist für allem für Schüler, Studenten und Einsteiger interessant.
Vergrößern Das iPad Mini ohne Retina-Display ist für allem für Schüler, Studenten und Einsteiger interessant.
© Apple

Besonderheiten beim iPad 2

Das fehlende Retina-Display und der 30polige-Dock-Connector dürften wohl die augenscheinlichsten Unterschiede beim iPad 2 sein. Wenn Sie sich mit den Gedanken tragen, ein iPad 2 mit Mobilfunkchip zu kaufen, sollten Sie beachten, dass das iPad 2 kein LTE unterstützt und noch eine Micro-SIM braucht, die größer ist als die Nano-SIM-Karte der anderen Modelle. Außerdem unterstützt das iPad 2 noch den Bluetooth-Standard 2.1 – alle anderen Modelle funken schon über Bluetooth 4.0. Auf Siri müssen iPad-2-Besitzer ebenfalls verzichten.   

 

Mit dem Preis von 289 Euro ist das iPad Mini ein leistungsfähiges Tablet zum Mailen, Surfen, Lesen oder Spielen.
Vergrößern Mit dem Preis von 289 Euro ist das iPad Mini ein leistungsfähiges Tablet zum Mailen, Surfen, Lesen oder Spielen.
© Apple

Preis

Wer nur auf den Preis schaut, ist mit dem iPad Mini mit 289 Euro am günstigsten beraten. Für die Mobilfunkvariante legt man innerhalb desselben Speicherplatzbereichs immer 120 Euro drauf. Wer also mit dem iPad auch über LTE beziehungsweise UMTS surfen möchte, sollte sich das gut überlegen und genau prüfen, wie die Abdeckung im entsprechenden Gebiet ist. Schließlich zahlt man für den Datentarif auch nochmal extra. Das iPad 2 ist mit 379 Euro sehr günstig und könnte eine Einsteigerlösung für alle diejenigen sein, die gerade etwas knapper bei Kasse sind, aber dennoch ein iPad haben möchten.

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