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iPad im Business: Präsentieren unterwegs

28.02.2012 | 10:07 Uhr |

Das iPad ist bestens geeignet, um in der Firma oder auf Reisen Präsentationen vor einer größeren Gruppe durchzuführen. Wir zeigen, was Sie neben dem iPad benötigen und welche Optionen es gibt

keynoteapp
Vergrößern keynoteapp

Wer mit einem iPad 2 oder Ur-iPad Präsentationen bei einem Geschäftspartner durchführen will, ist bestens gerüstet, wenn er nur zwei bis drei Personen gegenübersitzt. Das iPad ist hier ausreichend, das Display bringt sowohl Standardpräsentationen als auch Schaubilder und Imagefilme dank seines hochwertigen Displays gut rüber. Mehr Vorbereitung und technische Voraussetzungen sind bei großen Gruppen gefordert.

Präsentation für das iPad vorbereiten

Vor einer Präsentation ist diese natürlich erst einmal zu erstellen. Während das bei einfachen Schaubildern oder entsprechend konvertierten Imagefilmen ohne Probleme klappt, ist bei Vorträgen, die mit klassischen Präsentationstools am Windows-PC oder Mac erstellt wurden, einiges zu beachten.

Der Quasistandard für die Erstellung von Präsentationen ist immer noch Powerpoint von Microsoft. Die digitalen Folien lassen sich mit allerlei Multimedia-Elementen deutlich aufpeppen. In Mac-Umgebungen findet neben Powerpoint auch Apples Keynote Einsatz. Befindet sich die Präsentation auf einem Laptop, ist beim Vortrag kaum Ungemach zu erwarten. Damit das iPad den Job übernehmen kann, ist die Präsentationsdatei aufs iPad zu übertragen und dort mithilfe einer geeigneten App abzuspielen.

Problem Kompatibilität

Während es das Programm Keynote für den Mac und als App auch für das iPad gibt, hat Microsoft bis heute keine iOS-Version seiner Office-Suite im Angebot .

Im App Store gibt es diverse Lösungen, die volle Kompatibilität mit den Office-Programmen auf Mac oder Windows-PC versprechen. Bei genauerer Betrachtung wird aber schnell klar, dass die Apps längst nicht alle möglichen Spielereien einer Powerpoint-Präsentation so übernehmen, wie sie am PC konzipiert wurden. Wer mit Powerpoint arbeitet, sollte möglichst auf die intensive Nutzung multimedialer Elemente verzichten, auch eine Beschränkung auf Standardschriften und -bildformate hilft hier deutlich.

Unter OS X ist die Ausgangslage etwas besser. Zwar wird beim Import einer Keynote-Präsentation vom Mac auf das iPad eine Dateikonvertierung vorgenommen, die einzelnen Elemente der Präsentation bleiben aber erhalten. Apples iWork-Suite bietet einen weiteren Vorteil in puncto Workflow: Kommt im Unternehmen zudem iCloud zum Einsatz, können Kollegen auch in letzter Minute noch Änderungen an einer Präsentation vornehmen, sowohl der Mac als auch das iPad unterwegs haben über die iCloud-Funktion " Dokumente & Daten " online Zugriff auf die aktuelle Version.

In beiden Fällen empfehlen wir, die Präsentation zunächst zu Hause komplett durchzuspielen, um eventuell bei der Konvertierung (Import) aufgetretene Probleme auszumerzen. Keynote-Nutzern (OS X) empfehlen wir am iPad die gleichnamige App von Apple, Nutzern von Powerpoint (Windows und OS X) die App Documents To Go Premium (14 Euro). Beide ermöglichen auch unterwegs die Bearbeitung einer Präsentation, sogar die Erstellung per iPad. Documents To Go Premium bietet zudem ein hohes Maß an Kompatibilität zu Powerpoint-Dateien.

iPad-Präsentation auf einen Flachbildschirm oder Beamer bringen

Sind die Präsentationsunterlagen komplett und auf dem iPad getestet, gilt es, die Voraussetzungen zu schaffen, um auch vor einer größeren Gruppe von Menschen einen Vortrag zu halten. Alle modernen Konferenzräume in Firmen und Hotels bieten dazu entweder große Flachbildfernseher oder Beamer. Entsprechend ausgerüstete Laptops finden hier einfach Anschluss per HDMI- oder zumindest VGA-Adapter.

Der Präsentator sitzt vor seinem Laptop, die Zuschauen haben freien Blick auf den Fernseher oder die Leinwand, der Displayinhalt des Laptops wird gespiegelt. Mit dem Apple Digital AV Adapter (39 Euro) und dem Apple VGA Adapter (29 Euro) hat Apple zwei Adapter für beide iPad-Modelle sowie für iPhone und iPod Touch im Programm, die die Verbindung zum Flachbildschirm oder Beamer herstellen.

Ur-iPad vs. iPad 2

Ähnlich wie bei der Laptop-Lösung wird der Displayinhalt des iPad 2 bei der genannten Verbindung gespiegelt, also einfach auf Beamer oder Flachbildschirm übertragen - Apple nennt das "Bildschirme synchronisieren". Das klappt nicht mit dem Ur-iPad. Hier lassen sich nur Videos und Fotos auf Beamer & Co. zaubern.

Wer also unterwegs seine Präsentation vor einer größeren Gruppe durchführt und etwa übernommene Powerpoint- oder Keynote-Dateien zeigen will, sollte über ein iPad 2 verfügen. Zwar lässt sich das Ur-iPad hier auch mit einem Trick einspannen, die Lösung ist aber nur ein Notbehelf (siehe nächste Seite).

Das Gespann aus iPad und Adapter für HDMI beziehungsweise VGA ist die Minimalausrüstung für Präsentatoren, Sie sollten auf jeden Fall noch ein HDMI-Kabel mit ausreichender Länge anschaffen, damit Sie etwas Bewegungsfreiheit haben.

Apple TV 2 nutzen

Wenn Sie zur Präsentation zudem ein Apple TV 2 mitnehmen und der Flachbildschirm beziehungsweise Beamer über einen HDMI-Eingang verfügt, lässt sich eine sehr elegante Lösung aufbauen.

Beide iPad-Modelle unterstützen Airplay für die drahtlose Übertragung von Musik, Fotos und Videos auf einen Flachbildfernseher - allerdings muss hier ein Apple TV 2 "zwischengeschaltet" sein. Der Flachbildfernseher oder Beamer ist in diesem Fall per HDMI-Kabel mit dem Apple TV 2 verbunden - die Lösung stellt einen Ersatz für die Adapterverbindung dar. Auch hier gibt es nur für das iPad 2 "Bildschirme synchronisieren über Airplay" - die drahtlose Variante des Display-Spiegelns. Das Ur-iPad überträgt auch bei Nutzung des Apple TV 2 lediglich Videos und Fotos (sowie Musik). Wir zeigen im Folgenden, wie das Setup für eine Präsentation aussehen kann und erklären die unterschiedlichen Lösungen.

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