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Das ist das richtige iPad für Sie

20.03.2014 | 11:07 Uhr |

Apple hat das iPad-Sortiment neu sortiert. Lohnt sich das iPad Air oder reicht auch das iPad 4? Eine Kaufberatung.

Das Update vollzog sich stillschweigend über Nacht, am Morgen kamen die ersten Meldungen über Twitter, bevor am Nachmittag dann die offizielle Meldung von Apple rausging: Das iPad 2 ist Vergangenheit. Apple hat das iPad 2 aus dem Store genommen und verkauft stattdessen als Einstiegsmodell jetzt wieder das iPad 4 , das nach der Präsentation vom iPad Air nicht mehr erhältlich war. Das iPad Air sowie iPad Mini mit und ohne Retina-Display gibt es weiterhin.

Für Preisbewusste: iPad 4

Es gibt jedoch keinen wirklichen Grund, dem iPad 2 nachzutrauern. Als Nachfolgemodell des ersten iPads leistete es seit März 2011 gute Dienste und zeichnete sich dadurch aus, dass es im Vergleich zum Vorgängermodel erheblich dünner und leichter war und auch mit zwei Kameras jeweils auf der Vor- und Rückseite ausgestattet war, was Videotelefonate über Skype und Facetime möglich machte.

Ein Retina-Display hatte das iPad 2 jedoch nicht und wer einmal mit der hohen Auflösung gearbeitet hat, möchte sie auch nicht mehr missen. Das iPad 2 war außerdem noch mit dem 30poligen Dock-Connector ausgestattet, wovon sich Apple im Oktober 2012 bei seinen neuen Geräten getrennt hat. So ist es nur konsequent, dass Apple nach und nach Tablets und Smartphones mit alten Anschlüssen vom Markt nimmt. Die Zubehörhersteller haben längst reagiert und bieten Lautsprecher, Ladegeräte und Adapter auch mit Lightning-Schnittstelle an.

Retina-Display, Lightning-Anschluss, Bluetooth 4.0: Das iPad 4 genügt technischen Ansprüchen
Vergrößern Retina-Display, Lightning-Anschluss, Bluetooth 4.0: Das iPad 4 genügt technischen Ansprüchen
© Apple

Das iPad 2 unterstützt auch kein Bluetoth 4.0, weshalb es beispielsweise mit vielen Tastaturen nicht funktioniert. Das iPad 4 hat hingegen alles, was auch andere iPad-Nutzer gewohnt sind: Bluetooth Smart, Retina-Display und Lightning-Anschluss. Im Vergleich zum iPad Air (469 Gramm) ist es jedoch mit 652 Gramm recht schwer. Das iPad 4 gibt es nur in der 16-GB-Variante, was für manche Bedürfnisse recht wenig ist. Wer Filme auf dem iPad schauen oder schneiden will, stößt schnell an seine Grenzen. Für einfache Office-Anwendungen reicht das iPad 4 jedoch aus. Mit 379 Euro (Wi-Fi-Variante) ist es sehr günstig. Wer sich jedoch für die LTE-Variante entscheidet, muss aufpassen: Das iPad 4 unterstützt nach wie vor nur die Frequenzen von der Telekom.     

Für Kompromisslose: iPad Air

Wer keine Kompromisse eingehen will, greift zum iPad Air . Mit seinen 469 Gramm ist es unschlagbar leicht und mit seinen 7,5 Millimetern so dünn, dass man es kaum noch in der Tasche spürt. Nicht nur Business-Anwender, sondern auch Gamer, Kinofans und Hobby-Filmer kommen beim iPad Air auf ihre Kosten. Das Tablet gibt es auch mit 32 GB, 64 GB und sogar in der 128 GB-Variante.

Leichtgewicht mit hoher Leistung: iPad Air
Vergrößern Leichtgewicht mit hoher Leistung: iPad Air
© Apple

Auch was die LTE-Frequenzen betrifft, hat man volle Auswahl: Der LTE-Chip des iPad Air unterstützt neben der Telekom auch die Frequenzbänder von Vodafone und O2. Der A7-Prozessor ist spürbar schneller als der des iPad 4. Was TV-Fans sofort auffällt: Filme und Sendungen, die man über Mediatheken-Apps schaut, werden ruckelfreier wiedergegeben als beim iPad 4. Das liegt am verbesserten WLAN-Modul. In unserem Akkutest messen wir einen neuen Rekord: Im WLAN-Surftest hält das iPad Air zwölf Stunden durch , beim Abspielen eines Videos sechseinhalb Stunden, was für "Herr der Ringe" Teil 1 und 2 ausreicht.  Für die verbesserten Eigenschaften muss man jedoch etwas tiefer in die Tasche greifen: Das iPad Air kostet in der Wi-Fi-Variante je nach Speicherkapazität zwischen 480 und 750 Euro. 

Für Organisationstalente: iPad Mini Retina

Wem es auf die Größe ankommt, wird zum iPad Mini greifen. Die Variante mit Retina-Display steht dem iPad Air im Grunde nichts nach: Im Inneren ist ebenfalls ein A7-Chip verbaut, der die 64-Bit-Architektur unterstützt. Auch Apps, die viel Arbeitsspeicher brauchen, funktionieren einwandfrei. Das Retina-Display sorgt für gestochen scharfe Grafik. Bei unserem  WLAN-Geschwindigkeitstest messen wir Bestwerte und höhere Datenübertragungsraten als beim iPad Air. Der LTE-Chip unterstützt auch Vodafone und O2. Wer sich jedoch die Cellular-Variante kauft, sollte sich überlegen, ob er nicht 90 Euro mehr ausgeben will und sich gleich das iPad Air zulegt, immerhin kostet das iPad Mini Retina mit LTE 509 Euro. Mit seinen Abmessungen und dem Gewicht von 331 Gramm ist das iPad Mini Retina in seiner Kompaktheit unschlagbar. Das iPad Air ist zwar für unterwegs ebenso der ideale Begleiter, das iPad Mini Retina ist vorwiegend für alle diejenigen mit kleiner Tasche gedacht, bei denen es beim Tablet auf die Größe ankommt. Auch preislich ist das Mini-Tablet günstiger: Für 479 Euro, die das 16 GB iPad-Air kostet, erhält man immerhin schon ein 32 GB iPad Mini Retina.     

iPad Mini Retina: Hochleistungs-iPad im Kleinformat
Vergrößern iPad Mini Retina: Hochleistungs-iPad im Kleinformat

Für Schüler und Einsteiger: iPad Mini

Das iPad Mini ohne Retina-Display hat Apple noch im Sortiment gelassen. Mit 289 Euro ist es das günstigste Tablet und mit 308 Gramm (W-Fi) auch das Leichteste. Allerdings gibt es dies nur in der 16-GB-Ausführung, weshalb es sich besonders für Einsteiger oder Schüler/Studenten eignet. Wer sich für die LTE-Variante entscheidet, zahlt 409 Euro, doch auch hier gilt zu bedenken, dass der Chip nur die Frequenzen der Telekom unterstützt. Im Inneren ist noch der A5-Prozessor verbaut, der jedoch seinen Zweck erfüllt. Das kleine iPad braucht sich nicht zu verstecken. In Sachen Akkulaufzeit schafft das iPad Mini immerhin 7,2 Stunden, während ein Video abgespielt wird. Im WLAN-Surftest sind es zehn Stunden.  

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