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Internet-Zugang mit dem iPhone im Ausland

21.06.2012 | 13:02 Uhr |

Die Mobilfunkanbieter haben zwar die Preise für die Internet-Nutzung im Ausland gesenkt, doch günstig ist sie immer noch nicht. Wir stellen die besten Optionen für Laufzeit- und Prepaid-Verträge vor und zeigen, welche günstigen Alternativen es zum Surfen und für Mails in anderen Ländern gibt

Wer auf Reisen nicht auf seine mobile Internet-Verbindung verzichten will, zahlt immer noch deutlich mehr als im Inland. Es gilt inzwischen EU-weit eine Obergrenze von 50 Euro plus Mehrwertsteuer für die Datennutzung im Ausland, also für deutsche Verträge rund 60 Euro. Bei 80 Prozent des Wertes muss der Provider den Kunden informieren, zum Beispiel per SMS, und bei Erreichen der Grenze die Verbindung trennen, wenn der Anwender nicht die Fortsetzung wünscht. Das soll böse Überraschungen auf der nächsten Rechnung verhindern. Kunde und Provider können die Grenze einvernehmlich ändern. Außerdem sind die anfallenden Kosten für Internet-Verbindungen seit dem letzten Sommerurlaub im Schnitt gesunken.

Paket buchen

Das iPhone neigt dazu, die Internet-Verbindung sehr häufig auf- und abzubauen und dabei jeweils nur kleine Datenmengen zu übertragen. Deshalb sind Tages- und Wochenpakete nach dem "Parkuhrprinzip" (sämtliche Verbindungen in der gebuchten Zeit) deutlich geeigneter als eine blockweise Abrechung.

Tarifdschungel durchblicken

Die Provider bieten Optionen mit verschiedene Laufzeiten und Datenvolumen an. In den Standardverträgen wird meist pro Datenblock abgerechnet, typisch für EU-Länder sind 15 bis 20 Cent pro angefangene 50 oder 100 KB. Je kleiner die Blockgröße, umso weniger Verschnitt zahlt man. Dabei kann noch eine Pauschale pro Verbindung oder pro Tag hinzukommen. Das lohnt sich höchstens, um einmal täglich die E-Mails zu checken und nur im Ausnahmefall eine Webseite aufzurufen. Interessanter sind Tages- und Wochenpakete. Bei 10 MB pro Tag kann man noch keine großen Sprünge machen, aber schon ein paar Apps nutzen. Oft muss die Option einmal gebucht werden, danach lassen sich Tagesraten automatisch oder per SMS aktivieren. Neben der Laufzeit gibt es je nach Anbieter Grenzen beim erlaubten Datenvolumen. Die Mitbenutzung der Verbindung ("Tethering") durch andere Geräte ist nicht immer erlaubt.

Grundgebühren beachten

Für alle Tarifoptionen gilt es, beim Anbieter zu prüfen, ob sie nur für eine begrenzte Zeit gebucht und danach automatisch beendet werden oder ob man sie selbst kündigen muss. Im zweiten Fall müssen Sie die Kündigungsfrist (und damit Mindestlaufzeit) beachten, falls die Pakete pauschale, von der Nutzung unabhängige Kosten enthalten.

Um böse Überraschungen zu vermeiden, sollte man auch bei seinem Anbieter klären, wie schnell eine Option aktiviert wird, und im Zweifelsfall rechtzeitig buchen. Wer erst am Abreisetag bucht, läuft eventuell Gefahr, versehentlich noch ein paar Tage über den teureren Standardtarif zu telefonieren und zu surfen, während der Auftrag noch im System des Providers auf seine Bearbeitung wartet. Zum Teil kann man Auslandspakete auch schon vorab aktivieren.

Daten sparen

Prüfen Sie, ob Ihre bevorzugten Websites eine Version für mobile Geräte anbieten, und legen Sie Bookmarks an. Sie laden schneller und sparen im Ausland teures Datenvolumen. Eine nette Sammlung dazu gibt es auf http://handybookmarks.de . Außerdem lassen sich Karten und Umgebungsinfos mit Apps wie Offmaps 2 oder Wikihood bereits vorab zu Hause laden.

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