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Jailbreak für iOS 4.1

04.11.2010 | 10:55 Uhr |

Unter Jailbreak versteht man das Aufheben des Schutzes, den Apple sowohl beim iPhone als auch beim iPod Touch nutzt, um zu verhindern, dass Programme installiert werden, die nicht aus dem App Store stammen.

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Eigentlich sollte der Jailbreak - das Freischalten des iPhone für die Installation zusätzlicher Software - spätestens seit iOS 3 vor mehr als einem Jahr kein Thema mehr sein. Unter der ersten Version des iPhone-Betriebssystems (Firmware 1.x) war Jailbreak die einzige Möglichkeit, zusätzliche Anwendungen auf iPhone und iPod Touch zu bekommen. Zu der Zeit hatte der App Store noch nicht das Licht der Welt erblickt. Mit der zweiten Version des iOS kam dann vor zwei Jahren der App Store, für zahlreiche Anwender entfiel schon damals die Notwendigkeit, nach zusätzlicher Software abseits des Apple-Angebots Ausschau zu halten. Warum sollte man an iPhone, iPod Touch oder am iPad herumbasteln?

Die Antwort ist recht einfach. Apple verwehrt weiterhin diversen Programmgattungen den Zugang zum App Store, sie sind nur auf iPad, iPhone oder den iPod Touch zu bringen, wenn am Gerät ein Jailbreak durchgeführt wird. Die eigentliche Installation über eines der dann am iPhone zur Verfügung stehenden Installer-Programme erfolgt ähnlich wie mit Apples Software App Store am iPhone.

Verschiedene Wege

In den Anfangszeiten des iPhone gab es ein, dann zwei Tools, mit denen sich mit mehr oder minder viel Aufwand ein Jailbreak durchführen ließ. Mit iOS 3 und 4 sowie den Modellen iPhone 3GS und dem aktuellen iPhone 4 sowie den neuen Versionen des iPod Touch und dem iPad wurde das Unterfangen komplizierter. Mit dem iPhone 3GS kam vor gut einem Jahr das erste Gerät auf den Markt, das über eine Option zur hardwareseitigen Verschlüsselung bot, zudem begann Apple, die iOS-Dateien (Firmware-Updates) zu signieren. Das Einspielen manipulierter Firmware wurde erheblich erschwert.

Dennoch hat es bislang für alle iPhone-Modelle und iOS-Versionen einen Jailbreak gegeben. Um das an dieser Stelle nochmals klarzustellen: In diesem Artikel geht es um den legalen Jailbreak, nicht um den Unlock, also das Freischalten eines SIM-Lock-geschützten iPhone - das ist natürlich illegal.

Apples Sicherheitslücken

Dass trotz signierter Firmware-Dateien und Hardwareverschlüsselung immer noch ein Jailbreak möglich ist, verdankt die Gemeinde der Jailbreak-Fans Apple. Durch Sicherheitslücken - wie dem unlängst bekannt gewordenen PDF-Exploit - lässt sich dem iPhone (sowie iPod Touch und iPad) nicht nur Schaden zufügen, die nachlässige Programmierung durch Apple öffnet dann auch meist eine Tür für einen erfolgreichen Jailbreak.

Warum Jailbreak?

Wer sein iPhone per Jailbreak öffnet, will meist mindestens eine App installieren, die es nicht in den App Store schafft. Ein Beispiel ist die kommerzielle App My 3G (3,99 Dollar). Die kleine App macht das iPhone glauben, immer ein Wi-Fi-Netzwerk zur Verfügung zu haben - auch bei einer UMTS-Verbindung. Dann funktioniert auch Facetime. Auch wer nach einer Lösung sucht, sein iPhone unterwegs als Wi-Fi-Router für das Notebook zu nutzen, benötigt einen Jailbreak und alternative Software. Nach einem Jailbreak kann der Benutzer auch das iPhone 3G dazu bewegen, Multitasking zu verwenden, dazu Hintergrundbilder und mehr. Es gibt viele Gründe für einen Jailbreak.

Hinzu kommt, dass der Benutzer den Jailbreak samt aller Spuren ohne Probleme wieder loswird. Das iPhone ist einfach mit dem Mac oder PC zu verbinden und über iTunes ein "Wiederherstellen" der iOS-Version vorzunehmen.

Quellen und Infos

Wir stellen für die verschiedenen iPhone-Modelle und iOS-Versionen geeignete Lösungen vor, dazu die Quellen. Schon beim nächsten iOS-Update lohnt ein Blick auf die Seiten der Entwickler! Der Workshop richtet sich ausschließlich an Anwender, die über ein iPhone mit Vertrag verfügen, sowie an solche, die ein von Apple freigeschaltetes iPhone verwenden.

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