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Stellt man zu Hause fest, dass das iPhone nicht mehr da ist, gilt es schnell zu handeln. Der Verlust des Geräts selbst ist schon ärgerlich genug, aber die Folgekosten können noch deutlich höher sein. Vor allem, wenn das iPhone möglicherweise gestohlen wurde, sollte man keine Zeit verlieren.
Wir geben Tipps, wie man beim Verlust des Gerätes vorgeht und welche Maßnahmen man für diesen Fall bereits vorab treffen kann.
Zugriff erschweren
Kosten können auf der einen Seite direkt durch die Nutzung der normalen iPhone-Funktionen Telefon, SMS/MMS und Internet entstehen. Als Standardschutz fragt das iPhone lediglich wie alle Handys die PIN der SIM-Karte ab. Da man sein iPhone aber gewöhnlich eingeschaltet in der Tasche hat, nutzt das wenig. Um den Zugriff zu erschweren, aktivieren Sie die Code-Sperre für den Sperrbildschirm. Sie aktiviert unter iOS 6 gleichzeitig die Verschlüsselung der wichtigsten Benutzerdaten.
Auf dem iPhone findet sich die Einstellung für die Mail-Signaturen unter "Mail, Kontakte und Kalender".
Zum Tipp "Getrennte Signaturen"
Foto: ©Halyna Kubiv
Auf dem iPhone findet sich die Einstellung für die Mail-Signaturen unter "Mail, Kontakte und Kalender".
Umlaute bei der deutschen Tastatur findet man in der Einstellung "Sprachen".
Wörterbuch für iBooks und Safari kann man beim Antippen eines Wortes herunterladen.
Verlinkte Signaturen kann man aus einer empfangenen Mail kopieren und für weiteren Gebrauch verwenden.
Lieblingssong als Wecker stellt man über Wecker-Optionen ein.
Postfächer in Mail sind jetzt flexibel, sie kann man nach eigenem Wunsch einordnen.
Fotos mit Mail kann man jetzt direkt aus der Mail verschicken.
Ein iCloud-Kalender können andere abonnieren.
Nach dem Umstieg auf iOS lädt Facebook automatisch alle Kontakte in die Kontakte-App.
iPod synchronisieren
Die Probleme mit WLAN-Synchronisation zwischen einem iPod und dem Rechner behebt man in iTunes.
Entwickler-Ansicht für mobile Webseiten
Safari 6 auf dem Desktop bieten einen Entwickler-Ansicht für mobile Webseiten.
Geführter Zugriff auf eine App
Mit der Option "Geführter Zugriff" kann man einige Bereiche in der App aussperren.
App-Suche auf dem iPhone
Seit iOS 6 kann man in den Suchergebnissen auch App-Ordner nachschauen.
Podcasts aus dem gesperrten Bildschirm steuern
Die Steuerung der Podcasts aus dem Sperrbildschirm hat sich ein wenig geändert.
Mehr Safari-Tabs auf dem iPad
Grenzenlos surfen: Die Beschränkung von acht Tabs ist für das iPad aufgehoben.
iPhone mit Earpod-Tasten steuern
Die Earpods bringen eine rudimentäre Steuerung einzelner Apps.
Persönlicher Hotspot für alle Netze
Selbst die Prepaid-Karten können jetzt mit dem iPhone Internet-Verbindung freigeben.
Optimalen Schutz bietet die Code-Sperre allerdings nur auf iPhone 4S und 5 mit iOS 6 und einem längeren Code anstelle der einfachen 4-Ziffern-PIN. Auf älteren iPhones können erfahrene Anwender die Sperre sonst durch einen einfachen Bruteforce-Angriff (automatisches Durchprobieren der möglichen PINs) knacken.
Daten schützen
Erhält ein Dieb Zugriff auf das iPhone, kommt er auch an persönliche Daten heran. Dazu gehört zum Beispiel die Abfrage von eingerichteten Mail-Accounts sowie der Zugriff auf alte Nachrichten und Notizen. Daher ist es keine gute Idee, hier wichtige PINs und Passwörter abzulegen. Dafür gibt es spezielle Apps wie
1Password (6,99 Euro) oder
Password Wallet (4,49 Euro), die die Daten in einem eigenen, sicher verschlüsselten Bereich speichern. Als komfortable Dokumentverwaltung mit Verschlüsselung empfiehlt sich
Goodreader (4,49 Euro).
Als weitere Schutzmaßnahme sollte man die Passwörter für Mail-Konten und Apple-IDs ändern. Das betrifft vor allem die IDs für iCloud und den iTunes Store. Diese dürfen auf keinen Fall leicht zu erraten sein und sollten am besten Groß- und Kleinschreibung, Ziffern sowie Sonderzeichen enthalten.
iPhone versichern
Wer viel mit seinem iPhone unterwegs ist, kann auch über eine Versicherung nachdenken. Immerhin kostet ein iPhone 5 schon zwischen 680 und 900 Euro. Verlust, Ausfall oder Beschädigung im Gebrauch lassen sich sehr individuell absichern.
Fernzugriff aufs iPhone
Selbst wenn das iPhone schon weg ist, gibt es noch verschiedene Möglichkeiten. Als Erstes wäre da natürlich die klassische Sperre der SIM-Karte über den Provider. Auf diese Weise schützen Sie sich vor unerlaubter Nutzung des Gerätes. Es gibt allerdings noch eine Sache, die Sie vorher probieren können. Wurde das iPhone nämlich einfach nur verloren, bleibt es aktiv, bis der Akku leer ist. In diesem Fall können Sie mithilfe des iCloud-Dienstes „Mein iPhone suchen“ die Position bestimmen.
Sie können auch vorsichtshalber alle Daten aus der Ferne löschen. So besteht schon mal keine Gefahr, dass sie in falsche Hände geraten. Wie Sie die Funktion aktivieren und was sie alles kann, zeigen wir auf der nächsten Seite. Was man zuerst probiert, hängt davon ab, wo man das iPhone verloren hat beziehungsweise ob man Diebstahl für wahrscheinlicher hält. Profis werden sich allerdings nicht lange mit kostenlosen Telefonaten aufhalten, sondern sofort die SIM-Karte entfernen und das iPhone ausschalten, damit es nicht mehr geortet werden kann.
Daten auf dem iPhone schützen
Um den Zugriff auf das iPhone zu erschweren, sollte man die Code-Sperre aktivieren. Danach fragt das iPhone nach dem eingestellten Code, wenn man versucht, den Sperrbildschirm zu verlassen. Das nervt zwar anfangs etwas, aber man gewöhnt sich sehr schnell an die Eingabe. Die Annahme eines Gesprächs ist übrigens auch weiterhin ohne Code-Eingabe möglich. Zum Aktivieren der Funktion rufen Sie in der App Einstellungen das Menü „Allgemein > Code-Sperre“ auf. Hier tippen Sie ganz oben auf „Code-Sperre aktivieren“. Danach fordert Sie iOS zur Eingabe eines vierstelligen Zahlen-Codes auf. Jetzt ist die Sperre aktiv. Für mehr Sicherheit können Sie den Schalter „Einfacher Code“ deaktivieren und dann einen längeren Code mit Buchstaben und Sonderzeichen einrichten.
Außerdem sollten Sie hier den Zugriff auf Siri, Passbook und Nachrichten vom Sperrbildschirm aus abschalten. Als zusätzlichen Schutz können Sie ganz unten noch aktivieren, dass iOS alle Daten löscht, wenn der Code zehnmal nacheinander falsch eingegeben wurde.
Verschlüsselung in Fremd-Apps und SIM-Karte sperren
Leider verschlüsselt auch iOS 6 noch nicht den kompletten User-Bereich, aber dafür können sich andere Apps an den Schutz des Systems anhängen. In Goodreader öffnen Sie hierzu über das Zahnradsymbol in der Befehlsleiste die Einstellungen und tippen auf „Security Settings“. Dort aktivieren Sie „Data Protection for all files“. Andere Apps wie die Banking-Software iOutbank oder die Passwortverwaltung 1Password nutzen eine eigene Verschlüsselung für Ihre sensiblen Daten.
Ist das iPhone schon weg, sollten Sie die SIM-Karte sperren lassen. Am schnellst geht das meist per Webportal oder Hotline. Schauen Sie am besten vorab schon mal nach, welche Daten Sie bereithalten müssen, zum Beispiel die Nummer der SIM-Karte, die Kundennummer oder vielleicht ein Passwort. Außerdem verwenden die Provider unterschiedliche Hotlines für Vertrags- und Prepaid-Kunden oder den auf Reisen wichtigen Anruf aus dem Ausland. Für Sperrung, Entsperrung oder Ersatzkarte werden je nach Anbieter Gebühren zwischen etwa 5 und 20 Euro fällig.
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