Von Halyna Kubiv - 08.02.2013, 12:56

Neue Funktionen

iTunes 11 ausgetrickst

©Apple

Rund zwei Jahre mussten Musik-Fans sich gedulden, bis Apple seine Player-Software überarbeitet und auf Vordermann gebracht hat. Wer sich bei iTunes 10 noch über graue Icons in der Seitenleiste geärgert hat, stößt in der neuen Version auf tolle Funktionen, aber auch auf ein paar Tücken.

Eigene Videos

Dieser Eintrag findet sich im Übersichtsfenster „Filme“ der eigenen Mediathek. Somit werden selbstgedrehte Filme von den gekauften getrennt. Zu den eigenen Videos werden über die Hinzufügen-Funktion von iTunes automatisch alle Filme eingeordnet. Um sämtliche Filme in der Mediathek zu sichten, wählt man den Eintrag „Liste“. Dort werden alle Videos aufgelistet, egal ob sie von der Kamera importiert oder im iTunes Store gekauft wurden.

Tücken der Seitenleiste

In iTunes 11 hat sich Apple für eine vereinheitlichte Ansicht des Musik-Players entschieden. Die Funktion mit mehreren gleichzeitig geöffneten Fenstern gehört zusammen mit iTunes 10 der Vergangenheit an. Mit einem kleinen Trick kann man zumindest eine Wiedergabeliste als eine zusätzliche Leiste einblenden. Dafür klickt man mit gedrückter Control-Taste auf eine normale, nicht intelligente Wiedergabeliste und danach auf die Option „Liste bearbeiten“. iTunes blendet dann in der linken Hälfte des Fensters die eigene Mediathek ein und in der rechten die aktivierte Wiedergabeliste. Auf Wunsch lässt sich die Leiste mit der Liste noch etwas verbreitern, indem man den Trennstrich mit der Maus nach links zieht. Doch Vorsicht: Hat man davor die Seitenleiste eingeblendet, sieht das Kontextmenü für die Wiedergabelisten deutlich kürzer aus. Die Option „Liste bearbeiten“ fehlt im Menü. Sprich, um an die Ansicht des geteilten Fensters zu kommen, muss man zuerst die Seitenleiste ausblenden. Erst dann lässt sich die Wiedergabeliste bearbeiten.

„Senden Sie mir ein Update“ wieder holen

Nach dem Kauf von Musik im Store mit iTunes 10 konnte man die Datenbank verpflichten, eine kurze Mail an die eigene Apple-ID zu schicken, sobald etwas Neues vom Künstler erschien. Der Link war im Drop-down-Menü neben dem Kaufen-Button versteckt. Nun kann man mit iTunes 11 mit dem gleichen Menü die Einkäufe auf Facebook oder Twitter melden, die Update-Option ist aber verschwunden. Mit ein paar Einschränkungen lässt sie sich jedoch wieder einstellen. Dafür wechselt man in der horizontalen Menüleiste zum Eintrag „Store“, danach zu „Meine Apple-ID anzeigen...“ Nach der Passworteingabe liefert iTunes die Übersicht über das eigene Konto. Im Abschnitt „Einstellungen“ gibt es nach wie vor den Eintrag „Senden Sie mir ein Update“. Per Klick auf "Verwalten" gegenüber diesem Eintrag erscheint die Liste aller bis jetzt abonnierten Updates. Hier kann man die bisher erhaltenen Meldungen zu den einzelnen Interpreten abwählen oder alternativ den Kasten "Update-Einstellungen" aktivieren. Mittels Klick auf "Änderungen speichern" erhält man künftig Benachrichtigungen zu allen Interpreten, deren Werke man geladen hat.

Mini Player immer im Vordergrund

In OS X Lion spendierte Apple iTunes einen netten Trick, der es ermöglichte, nach einem Terminal-Befehl den gerade abgespielten Titel und den Interpreten im Dock über dem iTunes-Icon anzuzeigen. Ab OS X Mountain Lion funktioniert der Trick nicht mehr, doch mit der Version iTunes 11 gibt es noch eine elegantere Lösung dafür: Der Mini Player kann immer im Vordergrund bleiben. Dafür wechselt man in die iTunes-Einstellungen (Befehlstaste–Komma) und wählt dort den Eintrag „Erweitert“. Unten im Fenster befindet sich die Check-Box „Mini Player immer im Vordergrund halten“. Ist die Box ausgewählt, erscheint der Player oberhalb aller Fenster. Im Vollbildmodus anderer Programme wird der Player jedoch ausgeblendet.

Zwei iTunes-Fenster gleichzeitig öffnen

Offiziell hat man bei iTunes 11 die Funktion für mehrere geöffnete Fenster abgeschafft. So kann man beispielsweise die einzelnen Wiedergabelisten nicht mehr separat öffnen und bearbeiten. Doch eine gewisse Trennung geht immer noch: Das Hauptfenster von iTunes sowie des Mini Players lassen sich gleichzeitig öffnen und getrennt bearbeiten. Dafür wählt man in der horizontalen Leiste des Programms die Einstellung „Fenster“ und klickt statt auf „Zu Mini Player wechseln“ auf die Option „Mini Player (Wahl– Befehlstaste–3). Dabei bleiben beide Fenster geöffnet.

Alternative für erweiterte Suche

Mit iTunes 11 ist eine nützliche Funktion wie die erweiterte Suche entfallen, damit konnte man nach mehreren Stichwörtern suchen oder die Ergebnisse eingrenzen. Kennt man die genaue Bezeichnung des Interpreten, Albums oder Genres, ist es für die aktuelle Suchfunktion kein Problem, mehr oder weniger genaue Ergebnisse zu liefern. Dazu kann man auf der Ergebnisseite in der rechten Leiste die Liste nach Medientypen eingrenzen. So liefern beispielsweise die Suchwörter „Rock“ und „Orchestra“, eingegrenzt auf „Alben“ eine ziemlich gute Übersicht über die Rock-Bands, die ihre Alben mit einem Orchester aufgenommen haben.
Hat man aber nur eine vage Vorstellung von dem, wonach man sucht, ist nach wie vor der Spalten-Browser im iTunes Store eine große Hilfe. Besonders bei Musik lässt sich somit stundenweise stöbern. Ist in der Seitenleiste der iTunes Store aktiviert, wechselt man in der Darstellung zur Option „Spaltenbrowser“ (Befehlstaste–B). Besonders bei Musik ist der Browser sehr hilfreich. Im Unterschied zur erweiterten Suche kann man hier gleich mehrere Genres mit der gedrückten Befehlstaste aktivieren. Danach grenzt man die Ergebnisliste mit Subgenres, Interpreten und Alben ein. Die daraus resultierende Aufzählung lässt sich anschließend noch nach einem Kriterium sortieren.

Größe der Vorschaubilder reduzieren

Mit iTunes 11 gleicht die eigene Musik-Mediathek dem Online-Store. Wer die Vorschaubilder einzelner Alben zu groß findet, kann sie auch verkleinern. Dies funktioniert allerdings nur in bestimmten Ansichten. Ist beispielsweise in der Musik-Mediathek die Ansicht „Alben“ aktiviert, lässt sich die Größe nicht ändern. Aktiviert man dagegen „Interpreten“ oder „Genre“, bietet iTunes bei den Darstellungsoptionen (Befehlstaste–J) fünf unterschiedliche Stufen für die Vorschaubilder.

Fotos an Apple TV streamen

Die Option zur Freigabe aus iPhoto an Apple TV ist in iTunes mit der neuen Version etwas umgezogen. Sie findet sich in der Menüleiste unter „Ablage > Privatfreigabe > Fotos zur Bereitstellung an Apple TV auswählen ...“. Logischerweise muss man davor noch die Privatfreigabe aktivieren, ansonsten ist die Option ausgegraut. In dem dann erscheinenden Fenster kann man entweder die eigene iPhoto-Mediathek oder einen beliebigen Bilderordner für die Freigabe verwenden.

Über iTunes iPhone mit Outlook manuell synchronisieren

Mit der neuen Version von iTunes setzt Apple verstärkt auf iCloud und drahtlose Abgleichmöglichkeiten. Will man aber am Arbeitsplatz die mobile Mail und Kalender auf dem iPhone mit Outlook synchronisieren, hat man beim angeschlossenen Gerät im Info-Bereich nur eine Benachrichtigung, dass eigene Daten auf dem iPhone über iCloud synchronisiert werden, die Option zum Abgleich über iTunes ist nicht vorhanden. Will man trotzdem Kontakte, Nachrichten und Termine manuell auf das iPhone übertragen, muss man zuerst auf dem Gerät unter „Einstellungen > iCloud“ die entsprechenden Regler deaktivieren. Ist der Abgleich über iCloud abgeschaltet, erscheinen in iTunes die dazugehörigen Optionen für die Synchronisation der Kalender, Kontakte und Mails.

Filme aus dem iTunes Store sofort anschauen

Die Funktion ist nirgendwo dokumentiert, doch äußerst praktisch: Alle Filme aus dem iTunes Store stehen nach Kauf oder Ausleihe sofort zur Verfügung. Die Filmdatei lädt im Hintergrund weiter, das Video kann man aber sofort ansehen. Dies gilt übrigens auch für entsprechende Apps auf dem iPhone oder iPad. Dort muss man nur von der iTunes- in die Video-App wechseln.

Mehr als 20 Songs in der Liste „Nächste Titel“

Die Funktion „Nächste Titel“ in iTunes füllt automatisch eine Liste mit den abzuspielenden Songs, sobald man die Wiedergabe startet und die entsprechende Option im Player aktiviert. Eine solche automatisch gefüllte Liste beinhaltet aber nur 20 Songs. Hier muss jedoch nicht Schluss sein: Wählt man aus der Mediathek mit gedrückter Wahltaste mehrere Alben oder Lieder gleichzeitig und schiebt sie auf die Player-Leiste, werde alle Titel der Liste hinzugefügt und entsprechend dargestellt. Der einzige Haken an der Sache: Will man so mehrere Alben gleichzeitig abspielen, gibt es dafür keine zufällige Wiedergabe.

Die Apps „iTunes“ und „Musik“ auf dem iPhone einstellen

In der unteren Leiste der iPhone-App iTunes befinden sich ob der begrenzten Breite des Bildschirms nur fünf Einträge. Standardmäßig sind es „Musik“, „Filme“, „TV“, „Suchen“ und „Mehr“. Kauft man mit dem iPhone selten Filme oder TV-Sendungen ein, kann man den Platz in der Leiste besser nutzen. Dafür wechselt man in die Einstellung „Mehr“. Hier befinden sich die restlichen Funktionen, die auf der Leiste keinen Platz gefunden haben. In der oberen rechten Ecke gibt es zudem die Schaltfläche „Bearbeiten“. Wird sie aktiviert, werden alle Optionen in Form von Icons aufgelistet. Diese Icons kann man jetzt auf die untere Leiste ziehen. Mit einem Klick auf „Fertig“ ersetzen Sie die vorherigen Symbole in der unteren iTunes-Leiste. Genauso lässt sich die Musik-App modifizieren. Zur Verfügung stehen dort die Optionen „Listen“, „Interpreten“, „Titel“, „Alben“, „Compilations“ und „Komponisten“.
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