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Probleme in iTunes Match beheben

09.02.2012 | 09:58 Uhr |

Beim Abgleich der iTunes-Mediathek mit Apples iCloud-Service kann es leicht zu Problemen kommen, da iTunes Match nicht jeden Titel akzeptiert. Wir zeigen, was man in solchen Fällen tun kann, um die betroffenen Songs doch noch in iCloud zu laden

Das Hauptproblem beim Start von iTunes Match war sicherlich die starke Belastung der Apple-Server und ortsabhängig auch die der Internet-Verbindung. Die Hysterie der Startphase sollte inzwischen überstanden sein, sodass aus dieser Richtung wohl kein Ärger mehr droht. Probleme können allerdings andere Kleinigkeiten machen. iTunes Match akzeptiert nämlich nicht jeden Titel. Wie man den neuen Musikdienst in vielen Fällen trotzdem zur Mitarbeit überreden kann, zeigen wir nun an einigen Beispielen.

Schlechte Qualität

Ein Grund für die Ablehnung ist eine zu geringe Bitrate. Titel mit weniger als 96 KBit/s lehnt iTunes Match ab. Nun wird heute wohl kaum noch jemand auf die Idee kommen, CDs mit so geringer Datenrate zu rippen, aber wer sich schon mit digitaler Musik beschäftigt hat, als typische Festplattengrößen noch im zwei- oder knapp dreistelligen Megabyte-Bereich lagen, wird oft noch solche Titel in der Sammlung haben. Auch Mitschnitte von Internet-Radios können entsprechend dünn daherkommen und sind genau wie liebgewonnene alte Songs nur schwer neu zu beschaffen.

Die Lösung heißt in diesem Fall "Transcodierung", also die Neukodierung mit anderer Bitrate. Konvertiert man die Songs in 128 KBit/s, klingen sie zwar nicht besser, werden aber von iTunes Match akzeptiert. Selbst wenn der Dienst sie nur hochlädt, hat man zumindest von anderen Geräten Zugriff auf die Titel. Wie die Transcodierung mit iTunes funktioniert, erklären wir gleich noch.

Große Dateien

Als zweites Problem kommt auch die Dateigröße ins Spiel. Titel mit mehr als 200 MB Größe werden laut Apple nicht unterstützt. Das kann ein Problem bei Liveaufnahmen oder seitenweise digitalisierten LPs sein. Wir probierten es mit einer über 220 MB großen AIFF-Datei. Sie wurde klaglos hochgeladen. Trotzdem sollte man so große Titel zur Nutzung mit iTunes Match besser zerlegen. Das macht man mit einem Audio-Editor wie Audacity (kostenlos, http://audacity.sourceforge.net ), aber zur Not kann man auch iTunes benutzen. Hierzu ruft man per Menü "Datei > Information" auf (am Mac "Ablage > Information"). Unter "Optionen" findet man dort die Angaben "Starten bei" und "Stoppen bei", mit denen sich ein Bereich des Titels zum Abspielen markieren lässt. Setzen Sie diese Zeitmarken auf Anfang und Ende eines Titels in der Gesamtaufnahme, und bestätigen Sie mit "OK". Dann aktiveren Sie in iTunes wieder den Song und wählen im Kontextmenü "AAC-Version erstellen". Ist anstelle von AAC ein anderes Format eingestellt, ändert sich der Befehlsname entsprechend. iTunes erzeugt nun einen Titel mit den aktuellen Importeinstellungen (siehe unten), der nur den gerade festgelegten Bereich enthält. So verfahren Sie mit allen Songs in einer Aufnahme, indem Sie jeweils Start- und Endpunkt neu festlegen.

Falsches Format

Die dritte Gruppe sind Songs im falschen Format. iTunes Match erwartet die Standardformate AAC, MP3, Apple Lossless, AIFF und WAV. DRM-geschützte AACs werden nur durch Titel aus dem iTunes-Katalog ersetzt, wenn sie aus dem iTunes Store des Landes kommen, in dem man iTunes Match aktiviert und der Computer berechtigt ist, sie zu spielen. Passt das Format nicht, muss man die Titel konvertieren. DRM-geschützte Songs kann man auf einem legitimierten Rechner auf CD brennen und diese neu importieren.

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