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Automator: Programme im Baukastenprinzip

17.11.2005 | 14:18 Uhr |

Immer wieder dieselben, nervigen Arbeitsabläufe… Kann man das nicht einfacher machen? Mit Automator gelingt das: Man spart Zeit, reichlich Maus-Kilometer und Nerven obendrein. Und dafür muss man kein Programmierer sein – logisches Denken reicht aus.

Automator - Abstract Logo Icon
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Mit Automator lassen sich Aktionen aus verschiedenen Anwendungen zu eigenen, neuen Programmen kombinieren. Man bedient sich dabei vorgefertigter Module, die einfach neu arrangiert und verkettet werden. Automator bedeutet Programmieren für Nichtprogrammierer: Es handelt sich um eine Art Baukasten für die Automatisierung von regelmäßig wiederkehrenden Aufgaben.

Weiterentwicklung

Automator ist in gewisser Weise der logische nächste Schritt, der auf Applescript folgt. Mit der eigenen Skriptsprache hatte Apple seinerzeit den Einstieg in das Programmieren erheblich erleichtert, da die Applescript-Syntax durch ihre Anlehnung an die englische Sprache deutlich einfacher zu erlernen ist als traditionelle Programmiersprachen.

Automator setzt nun noch eins drauf, da es völlig auf das Eintippen von Programmcode verzichtet und stattdessen vorgefertigte Funktionen anbietet. Diese Programmbausteine werden einfach in einer grafischen Oberfläche mit der Maus zu ausführbaren Arbeitsabläufen kombiniert. Die meisten Befehle bieten noch Optionen, die sich kom­fortabel über Pop-up-Menüs und Eingabe­masken konfigurieren lassen. Dabei kann eine Aktion statt mit fester Konfiguration zu arbeiten auch einfach mittendrin anhalten und nach einer benötigten Einstellung fragen.

Baukastensystem

Die Automator-Bibliothek stellt zahlreiche einfache Befehle aus diversen Programmen zur Verfügung, die so genannten Aktionen. Das kann die Anweisung an den Finder sein, ausgewählte Dateien zu kopieren, oder der Befehl an das Programm Vorschau, ein Bild ins TIFF-Format zu wandeln. Auch die iLife-Programme unterstützen diverse Aktionen. Dabei ist Automator prinzipiell nicht auf Apple-Applikationen beschränkt. Es steht Entwicklern frei, Aktionen für ihre Software zu schreiben, was die Auswahl an Befehlen in Zukunft noch beträchtlich erweitern dürfte.

Automator zeigt die Programme und Aktionen übersichtlich in zwei Listen an. Ist ein Programm ausgewählt, führt Automator rechts daneben die dazu verfügbaren Aktionen auf. Diese lassen sich mit der Maus in den rechten Teil des Automator-Fensters ziehen und so zu einer Sequenz zusammenfügen, einem „Arbeitsablauf“. Dort können die einzelnen Befehle dann noch konfiguriert werden, zum Beispiel indem man beim Speichern einer Datei einen Zielort oder einen Namen angibt. Der fertige Ablauf kann schließlich als Automator-Dokument gesichert werden oder auch als eigenständiges Programm, das sich später im Finder einfach per Doppelklick starten lässt.

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