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Blitzen ohne rote Augen

16.10.2003 | 16:11 Uhr |

Die Netzhaut des Auges reflektiert Blitzlicht, das durch die Pupille eindringt. Da die Netzhaut stark durchblutet ist, erscheint die Pupille dann auf dem Foto rot. Auch wenn viele Bildbearbeitungen mittlerweile eine Funktion haben, die diesen Effekt korrigiert, lassen sich auch beim Fotografieren schon Vorsichtsmaßnahmen ergreifen und einige Faktoren ausschalten.
Begünstigt wird der Rote-Augen-Effekt von dunkler Umgebung, da hier die Pupille weit geöffnet ist. Eine zusätzliche Lichtquelle minimiert das Risiko.
Je näher sich der Blitz am Objektiv befindet, wie es bei den Kompaktkameras mit eingebauten Blitz üblich ist, desto wahrscheinlicher ist es, dass der Portraitierte rote Augen hat. Daher ist es besser, den Blitz weiter vom Objektiv entfernt zu platzieren, dazu braucht man allerdings eine hochwertige Kamera mit Blitzschuh sowie einen externen Blitz.
Auch eine Blitzaufnahme im Telebereich begünstigt den Rote-Augen-Effekt bei Aufnahmen mit dem kameraeigenen Blitz. Deshalb empfehlen wir, eine geringe Zoomstufe zu wählen.
Die meisten Kameras mit eingebautem Blitz bieten einen Vorblitz an, der den Rote-Augen-Effekt reduzieren soll. Allerdings muss man diesen Vorblitz vor dem Aufnehmen in der Regel manuell aktivieren. Zudem ist dadurch die Auslöseverzögerung so lange, dass Schnappschüsse oft nicht mehr gelingen.

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