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Der Mac und internationale Schriftsysteme

04.09.2008 | 15:55 Uhr |

Ob eine Website in Safari oder Textformatierung in Text Edit: Der Umgang mit fremden Schriftsystemen gehört auch auf dem Mac zunehmend zum Alltag. Die gute Nachricht: Apples Betriebssystem ist schriftentechnisch gesehen bestens internationalisiert

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Schriften in fremden Alphabeten spielen auch auf Consumer-Macs eine immer größere Rolle. Selbst Rechner, die bewusst mit abgespeckten Sprachpaketen betrieben werden, profitieren von der Internationalisierung des Apple-Schriftequipments: Kyrillisch sowie die mitteleuropäischen Akzentzeichen decken die Basis-Fonts Helvetica und Lucida Grande ohne weiteres ab. Ob Windows oder Mac-OS - Betriebssysteme von heute sind hochgradig internationalisiert. Sicherlich hat die Entwicklung des Internet einen wesentlichen Anteil an dieser Entwicklung.

System- und Programmschriften

Zwar offeriert Mac-OS X keine opulent ausgebauten Satzschriften für Chinesisch oder Arabisch, doch Font-Distributoren wie Fontshop, Linotype oder URW helfen hier weiter. Für das Öffnen von Dateien hingegen, das Surfen im Internet, die Texteingabe oder auch einfache Formatierungsaufgaben liefert Leopard alles Nötige. Die Tage von Mac-OS 9 mit seinem überschaubaren Set an Systemschriften sind lange vorbei. Zwar lassen sich auch die Systemfonts von Mac-OS X 10.5 und dessen unmittelbaren Vorgängern bewusst herunterfahren.

Ganz so einfach wie in früheren Zeiten ist das allerdings nicht mehr. Hauptproblem: Die Zeichensätze befinden sich in unterschiedlichen Ordnern. Wichtig ist zunächst der Ordner "Fonts" der System-Library. Da es sich hier um Systemschriften handelt, sollte man von diesem Verzeichnis die Hände lassen. Zusätzlich offeriert Mac-OS X weitere Ordner, in denen sich zusätzlich installierte oder von Programmen abgelegte Fonts befinden können – neben den "Fonts"-Ordnern im Hauptordner "Library" und weiteren Library-Ordnern in den jeweiligen Benutzerverzeichnissen enthalten auch die Ordner "Application Support" oft Schriften – etwa von Microsoft oder von Adobe.

Internationale Grundausstattung

Lucida Grande ist eine der Systemschriften mit vielen internationalen Schriftzeichen, unter anderem für Kyrillisch
Vergrößern Lucida Grande ist eine der Systemschriften mit vielen internationalen Schriftzeichen, unter anderem für Kyrillisch

Der zweite Grund, warum sich das Reduzieren von Schriften als anspruchsvolle Aufgabe gestaltet, ist der Status des Font-Ordners in der System-Library. Neben jener Handvoll Schriften, die das Systems benötigt, enthält er auch Zeichensätze für die Darstellung internationaler Schriftsysteme: etwa die für Arabisch zuständige Geeza Pro, die Thonburi, mit der sich Texte in Malaiisch oder Thailändisch anzeigen lassen, sowie vier Fonts für die Darstellung ostasiatischer Sprachen: Hiragino Kaku Gothic Pro, Hiragino Mincho Pro, Lihei Pro und STHeiti.

Mehrschriftig sind darüber hinaus die Systemfonts Helvetica, Lucida Grande, Geneva und Monaco. Neben dem Standard-Zeicheninstrumentarium für westeuropäische Sprachen enthalten sie das Central-European-Zusatzzeichenset sowie kyrillische Zeichen. Helvetica und Lucida Grande verstehen zusätzlich auch Griechisch; darüber hinaus enthält die Lucida Grande ein Zeichenset für Eingabe und Darstellung von Texten in Hebräisch.

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