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Tethering-Funktion von Lightroom nutzen

23.10.2012 | 11:57 Uhr |

Tethered-Aufnahmen sind praktisch: Dabei verbinden Sie die Kamera via USB-Kabel mit dem Mac und starten am Mac die Aufnahmen.

Gerade für professionelle Studio-Fotografen ist dies eine feine Sache und gehört dort zum täglichen Werkzeug. Seit Lightroom 3 bietet das Programm eine direkte Unterstützung von Tethered-Aufnahmen an, allerdings beschränkt sich diese Funktion auf das Auslösen der Kamera und es wird nicht jede Kamera unterstützt. Dagegen können Sie die von EOS Utility unterstützten Canon-Kameras weit umfangreicher fernsteuern und unter anderem den Fokuspunkt und Weißabgleich einstellen. Da Lightroom seit der Version 3 die Möglichkeit bietet, Ordner zu überwachen und Bilder automatisch zu verschieben, ermöglicht dies ein reibungsloses Zusammenspiel von EOS Utility und Lightroom. Wir verwenden für unser Beispiel die Canon EOS 600D, die bislang noch nicht von der Tethering-Funktion von Lightroom unterstützt wird. Diese Kamera können Sie auch im Liveview-Modus verwenden und so exakt den Fokuspunkt, die Schärfentiefe sowie den Weißabgleich bestimmen.
Im Detail richten Sie den Workflow folgendermaßen ein:

1. EOS Utility einstellen
Starten Sie EOS Utility, öffnen Sie die Voreinstellungen über „EOS Utility > Voreinstellungen“ und wählen dort im Pop-up-Fenster den Menüpunkt „Zielordner“. Hier wählen Sie einen beliebigen Ordner, wir haben ihn „Fernaufnahmen“ genannt. Da Lightroom später keine Unterordner erkennt, müssen Sie diese Funktion deaktivieren.

2. Automatischen Import aktivieren
Starten Sie Lightroom 3 oder 4. Wählen Sie „Datei > Automatisch importieren > Einstellungen für den automatischen Import“. Hier wählen Sie für „Überwachter Ordner“ den Ordner, den Sie für Aufnahmen mit EOS Utility angelegt haben. Als Ziel geben Sie unter „Verschieben nach“ einen Ordner an, der für Ihre Organisation der Lightroom-Bilder am besten passt, beispielsweise „Ferngesteuerte Aufnahmen“ im Bilderordner „Lightroom“. Im Einstellungsfenster können Sie des Weiteren nach Wunsch den Dateinamen und Metadaten wie Copyright-Informationen angeben.

3. Aufnahmen machen
Nach diesen zwei Schritten steht der Workflow und die Aufnahmen, die Sie über EOS Utility steuern, landen automatisch in Lightroom. So haben Sie bei einer entsprechenden Kamera mit Liveview-Unterstützung eine sehr gute Aufnahmekontrolle. Sollten Sie gleichbleibende Aufnahmesituationen haben, beispielsweise für Produktfotografien vom Tabletop, können Sie in Lightroom entsprechende Einstellungen, beispielsweise Objektivkorrekturen und Weißabgleich, als Entwicklungseinstellung unter „Datei > Automatisch importieren > Einstellungen für den automatischen Import“ wählen.

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