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Lange Belichtungszeit mit Blitz kombinieren

05.10.2009 | 07:34 Uhr |

Blitzaufnahmen sind oft ein Graus, wenn man sich nicht mit der Bildgestaltung auseinandersetzt: Leichenblasse, Menschen mit roten Augen und fettig glänzender Haut vor hartem Schlagschatten auf der Raufasertapete im Hintergrund.

Eine Blitzaufnahme kombiniert mit langer Belichtungszeit bietet viel kraetive Möglichkeiten.
Vergrößern Eine Blitzaufnahme kombiniert mit langer Belichtungszeit bietet viel kraetive Möglichkeiten.

Eigentlich schade, denn trotz der Einschränkung, dass man zu wenig Licht für eine Aufnahme ohne Blitz hat, kann man schöne kreative Fotos erstellen. Das Geheimnis: Lange Belichtungszeit und eine Blitzauslösung. Die Wirkung ist effektvoll, denn das Hauptmotiv wird durch den Blitz "eingefroren" und der Hintergrund durch die längere Belichtungszeit heller dargestellt. Das kann man sich zu Nutze machen und nach der Blitzauslösung die Kamera drehen oder schwenken und so einen interessanten Bewegungsunschärfe-Effekt des Hintergrunds erzielen. Wer eine DSLR-Kamera verwendet, kann auch während der Aufnahme zoomen, so gehen Lichter im Hintergrund strahlenförmig auseinander.

Und so geht es: Man aktiviert den Blitz, idealerweise einen Aufsteckblitz aber auch der kameraeigene führt schon zu schönen Ergebnissen. Statt der automatischen ISO-Wahl verwendet man ISO 100. Dann wählt man die Zeitautomatikeinstellung der Kamera, "Tv" (Canon und Pentax) oder "S" (Nikon, Olympus, Sony). Hier lässt sich nun die Belichtungszeit wählen, die Blendenöffnung bestimmt die Kamera selbst. Jetzt kann man experimentieren und beispielsweise zwei Sekunden Belichtung wählen. Auch mit Kompaktkameras, die keine manuelle Steuermöglichkeiten haben, lässt sich je nach Modell ebenfalls experimentieren, wenn auch eingeschränkter als mit Spiegelreflexkameras: Hier wählt man die Programmautomatik einer Portraitaufnahme bei Nacht oder probiert es mit anderen Nachteinstellungen.

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