999843

Fremdkorrekturen

01.08.2008 | 13:35 Uhr |

PDF-Dateien aus Acrobat in Photoshop oder Illustrator bearbeiten.

Man kann mit den Werkzeugen von Photoshop Bilder in einer PDF-Datei bearbeiten und mit den Werkzeugen von Illustrator Elemente von Vektorgrafiken modifizieren. Es lassen sich somit beliebige Objekte aus einem PDF-Dokument, sogar ganze PDF-Dokumentseiten, aus Acrobat temporär in eine externe Applikation "exportieren", und dort korrigieren oder verändern. Allerdings müssen hierfür alle Tags aus dem Dokument entfernt werden, was unter anderem zur Folge hat, dass ein PDF seine Leserichtung "vergisst". Zur externen Bearbeitung wählt man das zu editierende Objekt mit dem Touchup-Objekt-Werkzeug an. Ein Mausklick mit der rechten Maustas-te (oder Mausklick mit gedrückter Wahltaste) auf die Touchup-Auswahl öffnet ein kontextsensitives Pop-up-Menü mit dem Befehl "Bild bearbeiten…" beziehungsweise "Objekt bearbeiten…". Jeder dieser Befehle sendet das betreffende Objekt an die externe Applikation, die in den Grundeinstellungen im Abschnitt "Touchup" dafür vorgesehen ist (für Vektorgrafiken standardmäßig Illustrator, für Pixelbilder Photoshop). Mit dem Befehl "Seite bearbeiten_…" aus dem Pop-up-Menü am Mauszeiger beim Klick innerhalb der PDF-Dokumentseite veranlasst man Acrobat dazu, die gesamte Seite an die voreingestellte Applikation zu senden.

Beim Öffnen der Touchup-Auswahl in dem externen Programm erscheinen einige Warnhinweise auf die der Anwender reagieren muss. Zu den häufigsten zählen die Warnungen des Farbmanagementsystems (etwa Profilwarnungen).

TIPP In der Regel ist man auf der sicheren Seite, wenn man sich für die Richtlinie "Eingebettetes Profil verwenden (anstelle des Arbeitsfarbraums)" entscheidet und eine Farbkonvertierung vermeidet.

Nach dem Öffnen des Acrobat-Objektes in Photoshop oder Illustrator kann man hier das Objekt beliebig modifizieren und wirklich "alle Register ziehen". In Photoshop kann man einem Touchup-Objekt aus Acrobat sogar Text- und Grafik-ebenen hinzufügen; man muss die Datei aber vor dem Abspeichern auf die Hintergrundebene reduzieren (auch wenn keine entsprechende Warnmeldung angezeigt wird).

TIPP Bei Touchup-Korrekturen in Photoshop empfiehlt es sich, wichtige Änderungen regelmäßig in einer Kopie zu sichern, denn abschließend muss das Bild auf die Hintergrundebene reduziert werden und spätestens dann würde man einen Teil der Bildinformationen verlieren. Zum Abspeichern einer Kopie der aktuellen Datei in Photoshop dient der Befehl "Datei > Speichern unter…" mit der Option "Als Kopie"; in Illustrator verwendet man den Befehl "Datei > Kopie speichern unter…". Sollte eine Korrektur nicht wie erwartet verlaufen, kann man die Kopie in der jeweiligen Applikation - Photoshop oder Illustrator - öffnen und ihre Inhalte in das Acrobat "entliehene" temporäre Dokument (das in dem PDF-Dokument "verankert" ist) einfügen, um die weniger gelungene Version zu ersetzen. Beim Abspeichern werden die Änderungen nach Acrobat übertragen.

Nach dem Abspeichern der temporären Datei in der externen Applikation wird die PDF-Datei in Acrobat umgehend aktualisiert und das korrigierte PDF-Dokument kann gesichert werden.

0 Kommentare zu diesem Artikel
999843