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Infrarot-Effekte

18.02.2009 | 10:00 Uhr |

Infrarotfotografie ist Fotografie mit unsichtbarem Licht, das Aufzeichnen und Sichtbarmachen unserer Umwelt in einem Teil des Lichtspektrums, für das unser menschliches Auge unempfindlich ist. Infrarotfotografie produziert sehr eigenwillige, teils surreale Ergebnisse. Um die Effekte zu verstärken, sollte man die Bilder in Photoshop nachbearbeiten.

Blick auf die Universitätsstadt Tübingen. Nikon D70s, 24 mm, Blende 6,3, 5 Sekunden, ISO 200, HEliopan RG850. Das fertig bearbeitete Bild weist nun genügend Zeichnung in allen Bereichen auf. Der "Wood-Effekt" kommt deutlich besser zur Geltung.
Vergrößern Blick auf die Universitätsstadt Tübingen. Nikon D70s, 24 mm, Blende 6,3, 5 Sekunden, ISO 200, HEliopan RG850. Das fertig bearbeitete Bild weist nun genügend Zeichnung in allen Bereichen auf. Der "Wood-Effekt" kommt deutlich besser zur Geltung.

Die fotografische Technik stößt bei der Darstellung kontrastreicher Motive relativ schnell an Grenzen. Der Tonwertumfang, den das menschliche Auge wahrnimmt, lässt sich bei weitem nicht in einer einzigen Aufnahme darstellen. Die Folge sind entweder ausgefressene Lichter oder zulaufende Tiefen. Eine Möglichkeit diesen Nachteil auszugleichen besteht darin, untershciedlich belichtete Bilder des selben Motivs miteinander zu kombinieren. Im Falle der Infrarotfotografie sollte man aber auf unterschiedliche Entwicklungen nur einer Datei zurückgreifen. Der Grund dafür ist, dass wegen der oftmals notwendigen langen Belichtungszeiten Teile des Motivs schon ihren Standort verändert haben können, was zu wenig schönen Ergebnissen bei der späteren Kombination der Aufnahme führen kann. Der große Vorteil der hier gezeigten manuellen Variante ist, dass sich Korrekturen sehr gezielt und feinfühlig vornehmen lassen. Durch zusätzliche Ebenen, Ebenen mit reduzierter Deckkraft oder Malen mit Pinsel und Airbrush in der Ebenenmaske lässt sich das Ergebnis noch verbessern oder weiter ausfeilen. Wer öfter in die Verlegenheit kommt, seine Aufnahmen in dieser Form zu bearbeiten, sollte sich eines der vielen verfügbaren Programme für HDR (High Dynamik Range) näher ansehen, mit denen viele Arbeitsschritte automatisiert werden können.

Bilder mit großem Tonwertumfang

Das Original
Vergrößern Das Original
Automatische Tonwertkorrektur
Vergrößern Automatische Tonwertkorrektur

Warum automatische Tonwertkorrektur und Aufhellen hier nicht weiter helfen

Die unbearbeitete Originalaufnahme ist durch das weiche Licht bei bewölktem Himmel sehr kontrastarm. Eine automatische Tonwertkorrektur in Photoshop bringt zwar mehr Kontrast, aber das Bild wirkt eher düster. Ein Aufhellen, um mehr Licht in die Darstellung der Pflanzen zu bekommen, würde zum Ausbrechen der Lichter führen.

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