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Konfus im Kaufhaus

16.01.2001 | 00:00 Uhr |

Eine Reihe verwirrender Bezeichnungen klassifizieren Festplatten

Frage: In meinem blau-weißen Power Mac G3 steckt eine Festplatte mit 12 GB, die mir inzwischen zu klein ist. Ich würde sie gerne gegen ein größeres Exemplar tauschen, bin aber wegen der Schnittstellenbezeichnung verwirrt. Laut Apple handelt es sich bei meinem Laufwerk um ein Ultra-ATA-Modell, Händler bieten mir aber auch Ultra-DMA- und EIDE-Platten an.

Antwort: ATA (Advanced Technology Attachment) ist die 1989 veröffentlichte Spezifikation für den Anschluss von Festplatten an den 16 Bit breiten ISA-Bus des ursprünglichen IBM PC AT. Ihr Nachfolger hieß Fast ATA und hatte mit 8,3 MB/s eine doppelt so schnelle Übertragungsrate. Dagegen meint die oft analog zu ATA verwendete Bezeichnung IDE (Integrated Drive Electronics) den Standard für die Anbindung von Laufwerken mit integrierter Controller-Elektronik an den ISA-Bus. Enhanced IDE (EIDE) ist dessen Weiterentwicklung. Ultra ATA, korrekt eigentlich Ultra DMA (Direct Memory Access), ist der Name für weiterentwickelte IDE-Übertragungsmodi: Ultra ATA/33 ermöglicht eine maximale Datentransferrate von 33 MB/s, Ultra ATA/66 schafft bis zu 66 MB/s. Der in der "Wintel"-Welt bereits eingesetzte Modus Ultra ATA/100 liegt bei 100 MB/s. Da die Schnittstellen rückwärtskompatibel sind, sollte auch jede aktuelle IDE-Festplatte mit schnelleren Schnittstellen in Ihrem G3 mit dem altgedienten Ultra-ATA/33-Standard arbeiten. Christian Vilsbeck/lf

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