Von Hans-Christian Dirscherl, Daniel Behrens - 01.09.2010, 18:05

LTE - der UMTS-Nachfolger

Mit LTE und Handy schneller surfen als mit DSL

Mit der neuen Technologie LTE (Long Term Evolution) bekommen Surf-Sticks und Smartphones einen Bandbreitenschub und werden fit für ruckelfreies Web-TV und Video-Streaming. Obendrein macht LTE vielfach DSL-Anschlüsse überflüssig. Doch LTE kann auch Probleme verursachen.
UMTS/HSDPA: So schnell surft man heute auf Smartphones

Wer derzeit von seinem Smartphone aus Internet und Mail mit maximaler Geschwindigkeit nutzen will, tut das mit UMTS-Tempo. Genauer gesagt: Mit HSDPA (High Speed Downlink Packet Access). HSDPA ist eine Weiterentwicklung von UMTS (Universal Mobile Telecommunications System) und ermöglicht deutlich höhere Bandbreiten als UMTS.
Mit UMTS (das gelegentlich auch als "Mobilfunkstandard der dritten Generation" oder als "3G" bezeichnet wird) sind theoretisch Datenübertragungen mit bis zu 384 KBit/s möglich. Das verursacht nicht gerade einen Temporausch und liegt noch unter dem Tempo der allerersten DSL-Anschlüsse vor vielen Jahren.
HSDPA schafft Abhilfe: Der erweiterte UMTS-Standard HSDPA ermöglicht theoretisch Datenübertragungen mit derzeit bis zu 14,4 MBit/s - allerdings nur an bestimmten Orten und Plätzen, an denen sich oft Businesskunden aufhalten. An den anderen UMTS-Standorten sind es deshalb oft nur zwischen 3,6 und 7,2 MBit/s als theoretische Obergrenze. "Theoretisch" deshalb, weil von dem Maximalwert die Bandbreite abgezogen werden muss, die Protokoll- und Fehlerkorrektur-Pakete benötigen. Zudem muss man bei der Berechnung berücksichtigen, dass sich alle Nutzer einer Funkzelle die vorhandene Bandbreite teilen. Damit bleiben für den einzelnen HSDPA-Nutzer in der Praxis noch Netto-Datenraten von 1 bis 2 MBit/s übrig.
Auch in der Gegenrichtung geht es flott zur Sache: HSUPA (High Speed Uplink Packet Access) ermöglicht derzeit beim Upload Übertragungen von bis zu 2,56 MBit/s.
Übrigens sind Sie nicht in jedem Mobilfunknetz gleich schnell unterwegs: Während O2, T-Mobile und Vodafone schon alle UMTS-Stationen mit HSDPA mit mindestens 3,6 MBit/s aufgerüstet haben, hinkt E-Plus hinterher und bietet vielerorts nur magere 384 KBit/s.
Für alle Netze gilt: Dort wo gar keine UMTS-Basisstation in der Nähe ist, surfen Sie nur mit GPRS- (bis 56 KBit/s) oder mit EDGE-Tempo(bis 220 KBits/s). Das passiert auch dann, wenn Sie in UMTS-Flatrate-Tarifen Ihr monatliches Schnell-Surf-Kontingent von normalerweise 5 GB überschritten haben.
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