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Lautstärke echter Instrumente richtig einstellen

04.02.2015 | 10:10 Uhr |

Die Aufnahme echter Instrumente (dazu gehört zum Beispiel auch die Stimme) ist im Vergleich zu den elektronischen Midi-Instrumenten die schwierigere Disziplin in Garageband.

Die echten Instrumente bringen jedoch in Songs eine Lebendigkeit, die man mit Midi-Tönen aus dem Rechner kaum erzielen kann. Bei der Aufnahme kann jedoch viel schiefgehen. Eine zu leise aufgenommene Akustikgitarre kann beim späteren Mix viel Ärger bereiten, weil man die Spur bis zum Anschlag aufreißen muss, was wiederum Nebengeräusche wie Rauschen bringen kann. Zu laut aufgenommene Spuren können an lauten Stellen verzerrt klingen, was die Aufnahme im Extremfall komplett unbrauchbar macht.

Für Garageband wichtig ist die Systemeinstellung Ton, insbesondere der Reiter „Eingabe“. Hier erkennt man sehr gut, ob eine Tonquelle übersteuert oder ob das Signal ausreichend laut ist.
Vergrößern Für Garageband wichtig ist die Systemeinstellung Ton, insbesondere der Reiter „Eingabe“. Hier erkennt man sehr gut, ob eine Tonquelle übersteuert oder ob das Signal ausreichend laut ist.

Wichtig ist es also, die Instrumente möglichst gut aufzunehmen, dann wird auch der Mix einfach. Gut aufnehmen bedeutet, so viel wie möglich von der Schallquelle aufzunehmen ohne dass es zu einer Übersteuerung kommt. Das ist gar nicht so einfach wie es sich anhört: Beim Singen wird man bei der tatsächlichen Aufnahme zum Beispiel gerne mal lauter als beim Einpegeln mit dem gern gesprochenen Soundcheck-Klassiker „Test eins zwei“. Zudem gibt es diverse Regler zum Einstellen der Lautstärke: Wer zum Beispiel ganz simpel mit dem internen Mikrofon aufnimmt, kann über „Systemeinstellungen > Ton > Eingabe“ die Eingangslautstärke einstellen. Bei der Arbeit mit einem Audio-Interface kann bei vielen Modellen noch am Gerät der Gain, also die Vorverstärkung, eingestellt werden. Beides sollte so eingestellt sein, dass ein kräftiger Ausschlag vorhanden ist, der allenfalls in den gelben, aber nicht in den roten Bereich kommt.

Fetter Sound

Bei manchen Instrumenten wie Bass und Gesang kann nachträglich ein Kompressoreffekt die Lautstärke konsistenter machen und die Instrumente präsenter und damit besser klingen lassen. Es gilt aber, den Effekt sparsam einzusetzen, sonst geht dabei die Dynamik durch Lautstärkeunterschiede beim Spielen oder Singen verloren.

Ein guter Pegel lässt sich auch an der Wellenform einer Probeaufnahme in Garageband beobachten. Die Ausschläge sollten das volle Spektrum der Spur ausfüllen (von unten nach oben), aber nie oben abgeschnitten werden, was Übersteuerung anzeigt. So würde viel von der Dynamik verloren gehen.

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