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Grafikprobleme

15.05.2009 | 11:15 Uhr |

Mac-OS 10.5.7 und HDMI-Monitore vertragen sich nicht. Nutzer sollten deshalb jedoch nicht zu radikalen Lösungen greifen. Programme wie SwitchresX können neue Probleme aufwerfen. Wir zeigen die sicheren Lösungen.

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Das Update auf Mac-OS X 10.5.7 hat reproduzierbar Probleme mit Monitoren, die per HDMI an den Mac angeschlossen sind. Hier erkennt der Mac den Bildschirm als 16:9-Gerät, behandelt ihn wie einen Fernseher und bietet die echte, native Auflösung nicht mehr an. Statt beispielsweise 1.920 mal 1.200 Bildpunkten gibt es nach dem Update nur noch die Wahl bis maximal 1.920 mal 1.080 Pixeln. Dies tritt auch bei anderen Auflösungen auf, wenn der Bildschirm per HDMI angeschlossen ist. Laut Nutzerberichten kann es auch bei Flachbildfernsehern zu Problemen kommen, wenn diese per HDMI angeschlossen sind. Nutzern, die den Mac an einem Monitor oder TV über HDMI angeschlossen haben, sollten das Update auf Mac-OS 10.5.7 dringend aufschieben.

Lösung SwitchresX

In Nutzerforen und Blogs wird häufig das Programm "SwitchresX" als Lösung vorgeschlagen. Mit diesem Tool kann man die Auflösung und andere Bildschirmparameter manuell festlegen und diese als neue Option in den Monitoreinstellungen speichern. SwitchresX ist aufgrund der Komplexität der Einstellmöglichkeiten jedoch nur sehr erfahrenen Nutzern zu empfelhen, denn es erlaubt, völlig falsche Werte einzutragen. Wählt der Nutzer beispielsweise eine falsche Bildwiederholrate, zeigt der Monitor kein Bild mehr an.

Anderes Kabel oder Wiederherstellen

Wer nach dem Update auf 10.5.7 Probleme mit einem HDMI-Monitor hat, dem bleiben im Grunde derzeit nur zwei Möglichkeiten. Falls der Monitor auch alternative Eingänge bietet, sollte man den Bildschirm per VGA-Kabel oder DVI anschließen, hier gibt es keine Probleme. Fall der Nutzer Time Machine nutzt, kann man den Mac einfach auf den Stand vor dem Update zurückversetzen. Um dies zu tun, startet man den Mac mit eingelegter System-DVD und drückt beim Hochfahren die "C"-Taste. Jetzt startet der Mac von der Installations-DVD. Nun wählt man "Wiederherstellen" aus dem Menüpunkt "Dienstprogramme".

Wenn man jetzt einen der angebotenen Wiederherstellungspunkte auswählt, kopiert Time Machine die Daten von diesem Zeitpunkt wieder auf die Systemfestplatte. Der Mac hat jetzt wieder Mac-OS 10.5.6 und funktioniert ohne Fehler. Das Wiederherstellern kann jedoch mehrere Stunden dauern, da alle Dateien der Systemfestplatte neu kopiert werden.

Probleme auch mit VMware

Vor einem weiteren Grafikprogramm warnt der Virtualisierungsspezialist VMware. In Verbindung mit VMware Fusion auf Macs, die mit Grafikkarten von ATI ausgestattet sind, kann es unter Mac-OS X 10.5.7 zu Problemen kommen, warnt der Hersteller in seinem Blog . Dabei werde die Grafik-Beschleunigung deaktiviert, was sich in schlechterer Leistung und Darstellungsfehlern bemerkbar mache. 3D-Anwendungen könnten im Extremfall in der virtuellen Maschine unter Mac-OS X 10.5.7 sogar abstürzen. Apple und ATI sei das Problem bekannt, die Hersteller würden bereits an einem Software-Update arbeiten.

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