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Datenverlust

04.05.2009 | 15:17 Uhr |

Wer eine NAS-Festplatte als Backupvolume nutzen will, sei vor Datenverlust gewarnt. In einem Langzeittest haben wir ein derartiges Problem entdeckt.

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Im Internet finden sich diverse Anleitungen, die zeigen, wie man Time Machine, die Backup-Software von Apple dazu bringt, Netzfestplatten (NAS) als Speichermedium zu akzeptieren. In der Regel sind dazu zwei Schritte nötig. Zuerst bringt man Time Machine dazu, NAS-Festplatten anzuzeigen:

defaults write com.apple.systempreferences TMShowUnsupportedNetworkVolumes 1

Anschließend richtet man dort, eine "virtuelle" Festplatte ("disk image") in einem bestimmten Format ein. Dieses Image ist dann der Speicherort für die Backup-Dateien, die Time Machine erzeugt (hier im Beispiel erzeugen wir die Image-Datei "macbook_001b639a7b37.sparsebundle" auf dem Schreibtisch.

Hdiutil create -size 100g -fs HFS+J -type SPARSEBUNDLE -volname "Backup" "~/Desktop/macbook_001b639a7b37.sparsebundle"

Um einen UMTS-Stick am Mac nutzen zu können, muss man die Einstellungen auf zwei Programme verteilen: Die PIN tippt man in "Mobile Connect" von Huawei ein, den Rest in den Systemeinstellungen.
Vergrößern Um einen UMTS-Stick am Mac nutzen zu können, muss man die Einstellungen auf zwei Programme verteilen: Die PIN tippt man in "Mobile Connect" von Huawei ein, den Rest in den Systemeinstellungen.

In diesem Beispiel erzeugen wir eine virtuelle Festplatte, die Platz für 100 GB ("100g") bietet, formatiert als Festplatte im Format "HFS + mit Journal" ("HFS+J"), deren Größe im Laufe der Zeit wächst (bis maximal 100 GB) "SPARSEBUNDLE" und die den Laufwerksnamen "Backup" hat. Entscheidend ist die zwölfstellige Kombination aus Buchstaben und Ziffern nach dem Wort "macbook" im letzten Teil des Befehls. Dabei handelt es sich um die eindeutige Kennung der Ethernet-Schnittstelle des Mac, die man zum Beispiel im Netzwerkdienstprogramm (aus dem Ordner "Programme/Dienstprogramme") sieht: In diesem Programm wählt man den Bereich "Information", öffnet das Aufklappmenü links oben und wählt dort den Eintrag "Netzwerkschnittstelle (en0)". Dann wird darunter die "Hardwareadresse" sichtbar, die für jeden Mac anders ist. Diese Adresse muss man (ohne Doppelpunkte) in den oben genannten Befehl eintragen.

Um die Datensicherung mit Time Machine auf der Netzfestplatte zu starten, kopiert man diese Datei anschließend auf die Netzfestplatte und wählt dann in den Systemeinstellungen unter "Time Machine" die neu geschaffene, virtuelle Platte "Backup" aus.

ACHTUNG

In unseren Tests führte spätestens nach drei oder vier Monaten diese Art der Datenspeicherung zum kompletten Datenverlust. Time Machine meldet dann lapidar, dass das Volume nicht mehr gelesen werden kann. Meistens lässt sich die virtuelle Festplatte dann auch nicht mehr im Finder öffnen, so dass alle dort gespeicherten Backup-Daten verloren sind. Wir raten deshalb dringend davon ab, NAS-Festplatten als Backup-Medium zu verwenden.

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