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Profi-Korrekturen mit Photoshop

16.05.2008 | 13:07 Uhr |

Mit einigen Standardverfahren lassen sich Bilder schon recht ordentlich bearbeiten. Besonders für Reisefotos bietet Photoshop jedoch weit mehr Möglichkeiten zur Verbesserung

In der Regel konzentrieren sich herkömmliche Verfahren zur Bildoptimierung darauf, verfahrensbedingte Übertragungsfehler auszugleichen. Das Grundmanko beim Fotografieren besteht darin, dass sich Motive leider nur unter optimalen Aufnahmebedingungen eins zu eins abbilden lassen. Einschränkungen bei der Belichtung sowie Verluste bei technischen Übertragungsverfahren (wie zum Beispiel dem Einscannen) verursachen in der Summe recht unterschiedliche Defizite.

Normalerweise steht bei einer Bildoptimierung die Kontrastverbesserung im Mittelpunkt, eventuell in Kombination mit einer Entfernung von Farbstichen. Dass Photoshop mit seinen Kanälen und Ebenen weit mehr Korrekturmöglichkeiten in petto hat, zeigt dieser Beitrag.

Am Offensichtlichsten ist ein mangelnder Bildkontrast. Da das Anheben des Kontrasts in Photoshop oder einer anderen Bildbearbeitung meist auch andere Fehler mindert oder behebt, hat sich als klassische Vorgehensweise bei der Bildkorrektur folgende Reihenfolge etabliert:

Standardoptimierung: Kontrast und Farbstiche

Eine leichte bis deutliche Optimierung von Kontrast und Bildhelligkeit steht bei fast jedem Bild an. Zunächst die Beschreibung einer üblichen Standardbearbeitung.

Schritt 1 Helligkeit optimieren

Um den Optimierungsprozess am Stück darzustellen, ist das Rohbild hier ohne Modifizierungen der Einstellungen in Camera Raw übernommen. Die Unterbelichtung im Original sieht unkorrigiert grässlich aus, ist allerdings Absicht. Sie gewährleistet bei der Bildbearbeitung eine effektivere Bearbeitung der sensiblen Lichterbereiche. Der erste Schritt, wie gesagt, normalerweise ein Job für Camera Raw, ist eine globale Erhöhung der Bildhelligkeit. Dazu legt man über die Fußleiste der Ebenenpalette (vierter Button von links) eine Einstellungsebene "Tonwertkorrektur" an. Im Anschluss rückt man die Dreiecke für Schwarz- und Weißpunkt links und rechts an die Endpunkte des Histogramms. Das eigentliche Aufhellen besorgt ein deutliches Verschieben des Neutralgammareglers in der Mitte nach links.

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